Dienstleistungen - 139626-2017

13/04/2017    S73    - - Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation) 

Deutschland-Kleve: Dienstleistungen von Ingenieurbüros

2017/S 073-139626

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Stadt Kleve Die Bürgermeisterin
Landwehr 4-6
Kleve
47533
Deutschland
Kontaktstelle(n): Frau Werland/ Frau Haas
Telefon: +49 2821/84-325
E-Mail: vergabestelle@kleve.de
Fax: +49 2821/84-288
NUTS-Code: DEA1B

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: www.kleve.de

I.2)Gemeinsame Beschaffung
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.deutsches-ausschreibungsblatt.de/VN/S-KLEVE-2017-0014
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.deutsches-ausschreibungsblatt.de/VN/S-KLEVE-2017-0014
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Planungsleistungen für die e-Rad-Bahn Kleve- Kranenburg.

Referenznummer der Bekanntmachung: S-KLEVE-2017-0014
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71300000
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Plaungsleistungen gemäß § 47 HOAI LPH 2-4 und 5-8 incl. örtlicher Bauüberwachung für:

Grenzüberschreitende e-Rad-Bahn Kleve Kranenburg.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
Wert ohne MwSt.: 5 150 000.00 EUR
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
71320000
71322000
71322500
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA1B
Hauptort der Ausführung:

47533 Kleve und 47559 Kranenburg.

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Objektplanung Verkehrsanlagen, Vorlage von genehmigungsfähigen Planunterlagen

Projektbeschreibung

Die Stadt Kleve und die Gemeinde Kranenburg führen über den Förderzeitraum (2017-2018) eine grenzüberschreitende e-Rad Bahn (D) – Nijmegen (NL) Teilabschnitt Kleve – Kranenburg im Rahmen eines kommunalen Zusammenschlusses durch. Das Projekt mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund 6,14 Mio. EUR brutto ( rund 6,52 Mio. EUR brutto einschl. nicht zuwendungsfähiger Kosten) wird im Rahmen des Bundeswettbewerbs Klimaschutz im Radverkehr durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie das Land NRW (Co-Finanzierung Nahmobiltätsförderung) unterstützt. Entlang der stillgelegten, nicht entwidmeten Bahntrasse zwischen Kleve und Kranenburg, die zurzeit im Draisinenverkehr touristisch genutzt wird, entsteht auf einer Länge von ca. 11,12 km (ca. 4,67 km Klever Stadtgebiet, ca. 6,45 km Kranenburger Gemeindegebiet) eine durchgängige und direkt geführte e-Rad Bahn unter Berücksichtigung aller klimaschutz- und radverkehrsrevelanter Aspekte.

Die e-Rad Bahn eignet sich zur überregionalen grenzüberschreitenden Verbindung der Städte Nijmegen und Kleve. So werden auf einer Linie zwischen Kleve und Nijmegen die Städte und Gemeinden, Universitäten und Hochschulen, städtebauliche Neuentwicklungen und zahlreiche weitere wichtige Alltags- und Freizeitziele miteinander verbunden (z. B. Bahnhöfe, Innenstadtzentren, touristische Ziele etc.). Die e-Rad Bahn soll in das örtliche Rad- und Fußwegenetz eingebunden werden und mehrere Servicestationen sowie die Anbindung an ÖPNV und SPNV vorsehen.

Auf der Grundlage der Projektskizze und der Vorentwurfsplanung sowie Kostenschätzung soll die Realisierung der e-Rad Bahn erfolgen. Eine Projektgruppe existiert bereits. Teil der Aufgabe ist die Teilnahme an Abstimmungen mit den Beteiligten und an Sitzungen der Projektgruppe, Vorstellung des Projektes in politischen Gremien der Kommunen und Bürgerbeteiligung sowie die Übergabe zu den Bauaufträgen.

Aufgabenstellung

Für das o. g. Planungsziel sind die erforderlichen Planungsleistungen zu erbringen sowiegenehmigungsfähige (später baureife) Planunterlagen aufgrund des aktuellen Richtlinienwerkeszu erstellen. Bei der Planung sind die Fachbeiträge Dritter (z. B. Umweltfachliche Untersuchungenetc.) entsprechend zu berücksichtigen.

Folgende Leistungen sind zu erbringen:

Objektplanung Verkehrsanlagen gemäß § 47 der HOAI 2013 Leistungsphasen 2 bis 4

sowie 5 bis 8

sowie besondere Leistungen in der Leistungsphase 8: Kostenkontrolle, Prüfen von Nachträgen, Örtliche Bauüberwachung

Es ist eine Stufenweise Beauftragung der einzelnen Leistungsphasen vorgesehen. Mit Abschluss des Verhandlungsverfahrens werden vertraglich die LPH 2-4 für die Maßnahme beauftragt. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Leistungsphasen besteht nicht. Ebenso besteht kein Rechtsanspruch auf Weiterbeauftragung nach Erbringung erster Leistungsphasen.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Die nachstehenden Kriterien
Qualitätskriterium - Name: Projekteinschätzung / Gewichtung: 20,00
Qualitätskriterium - Name: Projekterfolg und Qualität der Planungsleistung / Gewichtung: 30,00
Qualitätskriterium - Name: Qualität Projektleitung / Gewichtung: 25,00
Qualitätskriterium - Name: Gesamteindruck der Projektdarstellung / Gewichtung: 5,00
Kostenkriterium - Name: Honorarangebot / Gewichtung: 20,00
II.2.6)Geschätzter Wert
Wert ohne MwSt.: 389 825.70 EUR
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Laufzeit in Monaten: 9
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Anzahl der Bewerber: 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

Ergibt die Prüfung der Eignung der Bewerber anhand der gem. Ziffer III.1 einzureichenden Angaben und Unterlagen, dass mehr geeignete Bewerber zur Verfügung stehen, als zur Angebotsabgabe aufgefordert werden sollen, so trifft der Auftraggeber eine Auswahl von fünf Bewerbern nach folgenden Oberkriterien (Gewichtung): Fachliche Eignung: insgesamt (70 %), Finanzielle / wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (20 %), Sonstige Bewertungskriterien (10 %). Eine detaillierte Matrix der Auswahlkriterien mit näheren Erläuterungen liegt den Teilnahmeunterlagen bei. Kann die Auswahl von 5 Bewerbern wegen Punktgleichheit nicht aufgrund der erfolgten Bewertung getroffen werden, entscheidet das Losverfahren. Dies ist bspw. der Fall, wenn mehr als 5 Bewerber die gleiche Höchstbewertung erlangen oder 2 Bewerber mit gleicher Punktzahl an 5. Stelle liegen.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Der Auftraggeber behält sich vor, die Leistungen nach § 47 HOAI stufenweise zu vergeben. Erste Stufe Leistungsphasen 2-4; Zweite Stufe Leistungsphasen 4-8 (incl. besondere Leistungen der LPH 8).

Ein Anspruch des Planers auf Bearbeitung der einzelnen Leistungsstufen besteht nicht.

Mit Abschluss des Verhandlungsverfahrens werden vertraglich die LPH 2-4 für die Maßnahme beauftragt.

Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Leistungsphasen besteht nicht.

Ebenso besteht kein Rechtsanspruch auf Weiterbeauftragung nach Erbringung erster Leistungsphasen.

II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Rückfragen zum Bewerbungsverfahren werden bis 6 Kalendertage vor Bewerbungsschluss aufgenommen.

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

Jeder Bewerber / jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft hat mit dem Teilnahmeantrag folgende Angaben / Unterlagen einzureichen:

1. Nachweis der Berufsqualifikation entsprechend Ziffer III.2.1) durch Bestätigung einer Kammer über die Mitgliedschaft oder Vorlage einer Urkunde bzw. eines Prüfzeugnisses, welche zur Führung der Berufsbezeichnung Ingenieur-/in berechtigt.

2. Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach § 123 Abs. 1 GWB, § 123 Abs. 4 GWB sowie § 124 Abs. 1 GWB und § 13 Abs. 1 TVgG-NRW, zur Unabhängigkeit von Liefer- und Ausführungsinteressen gemäß § 73 Abs. 3 VgV.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Jeder Bewerber / jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft hat mit dem Teilnahmeantrag folgende Angaben / Unterlagen einzureichen:

Gesamtumsatz, Umsatz bezogen auf Dienstleistung (Verkehrsanlagen), Gesamtzahl Beschäftige, Anzahl Ingenieure/Ingenieure mit langjähriger Berufserfahrung/Referenzen.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Folgende Mindestanforderungen müssen für jede Referenz erfüllt sein:

— Es müssen Planungsleistungen der HOAI-Leistungsphasen 2-8 für Verkehrsanlagen erbracht worden sein,

— Das Projektvolumen (KGR 300+400+500 nach DIN 276) muss mindestens 1 000 000 EUR netto betragen haben,

— Die Planungsleistungen der Verkehrsanlagenplanung für das Referenzobjekt wurden ab dem 1.1.2010 erbracht.

Für mindestens eine der eingereichten Referenzen muss erfüllt sein:

— Es müssen ab dem 1.1.2010 bei einem Projektvolumen von mind. 5 000 000 EUR (netto, KGR 300+400+500 nach DIN 276) Planungsleistungen für Verkehrsanlagen in den HOAI-Leistungsphasen 2-8 erbracht worden sein.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Jeder Bewerber / jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft hat mit dem Teilnahmeantrag im vorgegebenen Bewerbungsbogen folgende Angaben einzureichen:

Projektleiter, stellv. Projektleiter, Teamstärke, Büroausstattung, Maßnahmen zur Qualitätssicherung, Referenzen

Weitere vorzulegende Unterlagen /Erklärungen:Nachweis der Berufsqualifikation (s. Z. III.2.1), Projektdarstellung des Prokjekts „e-Rad-Bahn“, Formular „Eigenerklärung zur Eignung“, Bestätigung der Referenzen durch die jeweiligen Auftraggeber sowie Bestätigung des Personaleinsatzes bei den Referenzen durch die jeweiligen Auftraggeber

Sonstige Bewertungskriterien: besondere Kenntnisse, kurzffristige Erreichbarkeit, Gesamteindruck der Bewerbung.

III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:

§ 75 VgV: Zugelassen sind nur in den EWR-Staaten ansässige natürliche Personen, die gemäß der Rechtsvorschrift ihres Heimatlandes zur Führung der Berufsbezeichnung Ingenieur/-in berechtigt sind. Ist in dem jeweiligen Heimatstaat die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachliche Anforderung, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnisse oder sonstige Befähigungsnachweise verfügt, deren Anerkennung nach der Richtlinie 85/384/EWG (EG-Architekten-/Ingenieurrichtlinie) bzw. 89/48 EWG (EG Hochschuldiplomrichtlinie) gewährleistet ist. Juristische Personen sind zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe einen verantwortlichen Berufsangehörigen benennen, der die angegebenen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt.

III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

1. Berufshaftpflichtversicherung mit einer Mindestabdeckungssumme von 3 000 000 EUR für Personen- und 1 500 000 EUR für sonstige Schäden, jeweils 2-fach maximiert (sollten Mindestdeckungssummen inkl. Maximierung nicht erreicht werden, ein Versicherungsschutz aber bestehen, so genügt eine Erhöhung im Auftragsfall). Sofern der Bewerber eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) einreichen möchte, muss dieser sicherstellen, dass die EEE sämtliche zuvor genannten Angaben/Erklärungen/Nachweise enthält.

2. Rechtsform der Bietergemeinschaften, an die der Auftrag vergeben wird: gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter entsprechend der den Unterlagen beigefügten Bewerber-/ Bietergemeinschaftserklärung.

III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne Verhandlungen durchzuführen
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 10/05/2017
Ortszeit: 23:59
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:

1. Bewerber-/Bietergemeinschaften sind zugelassen. Bewerber-/Bietergemeinschaften finden nur Berücksichtigung, wenn mit dem Angebot ein Verzeichnis der Mitglieder der Gemeinschaft mit Bezeichnung des bevollmächtigten Vertreters sowie eine von allen Mitgliedern rechtsverbindlich unterzeichnete Erklärung, dass der bevollmächtigte Vertreter die im Verzeichnis aufgeführten Mitglieder gegenüber der Auftraggeberin rechtsverbindlich vertritt und alle Mitglieder gesamtschuldnerisch haften, eingereicht wird. Bewerber-/Bietergemeinschaften müssen die unter III. genannten Nachweises für jedes Mitglied erbringen. Mehrfachbewerbungen mit verschiedenen Unternehmen oder Nachunternehmen sind unzulässig und führen zum Ausschluss vom Vergabeverfahren.

2. Der Auftraggeber hat bei der Auftragsvergabe die Bestimmungen des Tariftreue- und Vergabegesetzes NRW (TVgG-NRW) zu beachten. In der Folge haben Bieter sowie deren Nachunternehmer und Verleiher von Arbeitskräften, soweit diese bereits bei Angebotsabgabe bekannt sind, die nach diesem Gesetz vorliegend erforderlichen Verpflichtungserklärungen:

a) zur Mindestentlohnung gem. § 4 Abs. 3 TVgG-NRW,

b) zur Tariftreuepflicht gem. § 4 Abs. 1 TVgG-NRW,

c) zum Nichtvorliegen der Voraussetzungen für einen Ausschluss gem. § 13 Abs. 1 TVgG-NRW (Erklärung i.S.d. § 16 Abs. 5 Satz 1 TVgG-NRW) abzugeben.

Weiter haben die Bieter mit dem Angebot die nach diesem Gesetz vorliegend erforderlichen Verpflichtungserklärungen

d) zur Beachtung der ILO-Kernarbeitsnormen nach § 18 TVgG-NRW,

e) zur Beachtung des geltenden Gleichbehandlungsrechts i. S. d. § 19 Abs. 1 Satz 1 TVgG-NRW sowie von Beruf und Familie i.S.d. § 19 Abs. 1 Satz 1 TVgG-NRW, abzugeben. Entsprechende Erklärungsvordrucke sind in den Vergabeunterlagen der Angebotsphase enthalten.

3. Der Auftraggeber behält sich vor, das Verfahren mangels eines ausreichenden Wettbewerbs einzustellen, wenn nach dem Ergebnis des Teilnahmewettbewerbs weniger als drei geeignete Bewerbe/ Bewerbergemeinschaften für eine Aufforderung zur Angebotsabgabe zur Verfügung stehen.

4. Bei Widersprüchen zwischen verschiedenen Bekanntmachungstexten ist allein der im EU-Amtsblatt veröffentlichte Text maßgeblich.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer Rheinland, Spruchkörper Düsseldorf
Am Bonneshof 35
Düsseldorf
40474
Deutschland
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Nach § 160 Abs. 3 Nr.1 bis 4 GWB ist ein Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens unzulässig, soweit:

1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Aufraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) bleibt unberührt,

2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4. Mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 GWB bleibt unberührt.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
10/04/2017