Bauleistung - 371298-2015

21/10/2015    S204    - - Bauleistung - Anwendung eines Prüfungssystems ohne Aufruf zum Wettbewerb - Entfällt 

Deutschland-Hamburg: Bauarbeiten für Häfen

2015/S 204-371298

Bekanntmachung eines Prüfungssystems – Versorgungssektoren

Richtlinie 2004/17/EG
Diese Bekanntmachung ist ein Aufruf zum Wettbewerb nein

Abschnitt I: Auftraggeber

I.1)Name, Adressen und Kontaktstelle(n)

Hamburg Port Authority
Neuer Wandrahm 4
Zu Händen von: Kerstin Müller
20457 Hamburg
Deutschland
Telefon: +49 40428473911
E-Mail: zentralereinkauf@hpa.hamburg.de
Fax: +49 40428472305

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse des Auftraggebers: www.hamburg-port-authority.de

Weitere Auskünfte erteilen die oben genannten Kontaktstellen

Weitere Unterlagen verschicken die oben genannten Kontaktstellen

Teilnahmeanträge oder Bewerbungen sind zu richten an Hamburg Port Authority AöR, Ausschreibungsstelle
Brooktorkai 1
20457 Hamburg
Deutschland
Telefon: +49 40428472181
Internet-Adresse: www.hamburg-port-authority.de

I.2)Haupttätigkeit(en)
Hafeneinrichtungen
I.3)Auftragsvergabe im Auftrag anderer Auftraggeber
Der Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer Auftraggeber: nein

Abschnitt II: Gegenstand des Prüfungssystems

II.1)Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber:
Aufruf zur Qualifizierung für Leistungen im Bereich Unterwasser Planiergeräte – C-0868-15-PS-EU.
II.2)Art des Auftrags
Bauauftrag
II.3)Beschreibung der Bauleistungen, Dienstleistungen oder Waren, die durch ein Prüfungssystem beschafft werden sollen:
Der Umfang dieses Prüfungssystems umfasst ausschließlich die zukünftige Anmietung von schwimmenden Geräten bzw. Fahrzeugen, die organische und mineralische Sedimente (z. B. Schlicklinsen oder Sandriffel) sowie flächige Unebenheiten am Gewässergrund lokal einebnen bzw. planieren können und zudem den Anforderungen der Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Nassbaggerarbeiten (ZTV-Nassbaggerarbeiten HPA) – Elektronische Überwachung von Nassbaggerarbeiten – Teil 2 – Planierarbeiten Unterwasser in vollem Umfang gerecht werden (siehe Anlage).
Hierzu zählen vor allem Wasserinjektionsgeräte (Water Injection Dredger), Luftinjektionsgeräte (Air Injection Dredger) oder der sog. Schlickpflug (Multicat Plough Vessel/Bed Leveller). Nassbaggergeräte mit anderen Verwendungs-/Einsatzzwecken (z. B. Laderaumsaugbagger) werden in diesem Prüfungssystem nicht berücksichtigt.
Mithilfe dieses Prüfungssystems soll die Möglichkeit geschaffen werden, Unterwasser-Planierarbeiten im Hamburger Hafengebiet vergeben und ausführen zu können.
Der erforderliche Gerätetyp, die Gerätegröße und Geräteanzahl sowie die voraussichtliche Einsatzdauer sind von den zu bearbeiten Gebieten (z. B. schmale Kanäle oder kleine Hafenbecken bzw. großflächige Hafenbecken oder ganze Elbabschnitte), der zu entfernenden Sedimentmenge sowie der Sedimentbeschaffenheit abhängig.
Die häufigsten Einsatzarten sind
— das lokal begrenzte und tideabhängige Planieren von schlickhaltigen Ablagerungen (Mindertiefen) in Hafenbecken und der Stromelbe,
— das „Kappen“ von Sandriffeln bzw. das Einebnen von sandigen Ablagerungen im Bereich der Unter-, Norder- und Süderelbe.
— das flächenhafte Planieren des Gewässergrundes von Hafenbecken oder der Stromelbe nach dem vorherigen Einsatz von Laderaumsaugbaggern (sog. „Nacharbeiten“),
Zudem kann es hin und wieder vorkommen, dass Gewässersohlensprünge oder Unterwasser-Böschungen neu profiliert werden müssen oder verfestigte Sedimentschichten (feinsandige, schluffige Sedimente mit mitteldichter Lagerung) aufgebrochen werden müssen.
II.4)Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)

45241000, 45246000, 45247120

II.5)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA): ja

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Qualifizierung für das System:
Anforderungen, die die Wirtschaftsteilnehmer im Hinblick auf ihre Qualifikation erfüllen müssen: Das Qualifizierungsformblatt ist in der vorgegebenen Form auszufüllen. Darüber hinaus sind die nachfolgend aufgeführten Inhalte in der genannten Struktur beizufügen (in Papierform und digital!).
Anschreiben Rechtsverbindlich unterzeichnetes Anschreiben;
Ausgefülltes und unterzeichnetes Qualifizierungsformblatt;
Anlage 1 – Auszug aus dem Berufsregister;
Anlage 2 – Formlose Erklärung, dass keine Ausschlussgründe gemäß § 21 Abs. 1 und 4 SektVO vorliegen;
Anlage 3 – Umweltschadensversicherung über 5 000 000 EUR mit Bestätigung des Haftpflichtversicherers, Alternativ in dieser Verfahrensstufe: Abgabe einer Erklärung des Haftpflichtversicherers, das entsprechende Deckung im Auftragsfall gewährt wird;
Anlage 4 – Vollständig ausgefülltes Formblatt zu technischen Eigenschaften bzw. Ausrüstung des Fahrzeuges/Gerätes (siehe Formblatt "Technische Ausrüstung);
Anlage 5 – Organigramm des Unternehmens (siehe Pkt.8.1);
Anlage 6 – Bei Bewerbergemeinschaften: Vollmacht der Vertretungsberechtigten (siehe Pkt. 9);
Anlage 7 – Bei Bewerbergemeinschaften: Darstellung der Organisationsstruktur (siehe Pkt. 9);
Anlage 8 – Bei Nachunternehmern: Vorläufige Benennung mit Angabe zum Leistungsbereich (siehe Pkt. 10);
Anlage 9 – Bescheinigung Berufsgenossenschaft;
Anlage 10 – Freistellungsbescheinigung Finanzamt;
Anlage 11 – Unbedenklichkeitsbescheinigung der Sozialkassen;
Qualifizierungsformblatt auf Datenträger.
Methoden, mit denen die Erfüllung der einzelnen Anforderungen überprüft wird: Qualifizierungsformblatt – Prüfung auf Vollständigkeit, Vorliegen der Angaben und Einhaltung der entsprechenden Mindestanforderungen.
III.1.2)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen

Abschnitt V: Verfahren

IV.1)Zuschlagskriterien
IV.1.1)Zuschlagskriterien
das wirtschaftlich günstigste Angebot in Bezug auf die Kriterien, die in den Ausschreibungsunterlagen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe oder zur Verhandlung aufgeführt sind
IV.1.2)Angaben zur elektronischen Auktion
Eine elektronische Auktion wird durchgeführt: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Aktenzeichen beim Auftraggeber:
C-0868-15-PS-EU
IV.2.2)Dauer der Gültigkeit des Prüfungssystems
Unbestimmte Dauer
IV.2.3)Angaben zur Vertragsverlängerung

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird: nein
VI.2)Zusätzliche Angaben:
Das Vergabeverfahren erfolgt nach der Sektorenverordnung.
Bei dieser Bekanntmachung handelt es sich gemäß § 24 (8) SektVO um die Einrichtung eines Prüfungssystemes.

Unter http://www.hamburg-port-authority.de ist im Bereich „Für Hafenkunden“ und dort unter „Ausschreibungen/Prüfungssysteme“ ein Qualifizierungsformblatt für dieses Prüfungssystem abzurufen. Dieses Formblatt beschreibt die für die Bewerbung zwingend einzuhaltene Form. Das ausgefüllte Qualifizierungsformblatt ist mit den Bewerbungsunterlagen abzugeben.Das Qualifizierungsformblatt dient der Zusammenfassung der Bewerbungsunterlagen und vereinfacht die Auswertung für den AG. Die Nicht-Vorlage des Qualifizierungsformblatts führt zum Ausschluss vom weiteren Verfahren.

Interessierte Bewerber sollten ihre Anträge auf Aufnahme in das Prüfungssystem bis zum 20.11.2015, einfach in Papier sowie einfach digital auf CD/DVD an die Adresse gem. Anhang A. III – „Adressen und Kontaktstellen, an die Teilnahmeanträge und Bewerbungen zu richten sind“ stellen. Das Prüfungssystem wird zum 1.1.2016 eröffnet.

Das Prüfungssystem ist unbefristet gültig. Der Auftraggeber wird einmal jährlich über die Möglichkeit zur Bewerbung für das Prüfungssystem durch eine EU Bekanntmachung informieren. Interessierte Bewerber können sich jederzeit für das Prüfungssystem bewerben. Ein auf Grund mangelnder Qualifikation abgelehnter Bewerber kann sich nach einer Frist von 3 Monaten nach Ablehnung erneut auf das Prüfungssystem bewerben. Gemäß § 24 (1) SektVO wird die angesprochene Zugänglichkeit über die Bekanntmachung eines Prüfungssystems auf der HPA-Homepage unter www.hamburg-port-authority.de, Ausschreibungen, Prüfungssyszeme gewährleistet.

Hinweis zum Aufbau der Bewerbung:
Der Bewerbung ist ein rechtsverbindlich unterschriebenes Anschreiben voranzustellen, in dem die Kontaktdaten eines für das Prüfungssystem zuständigen Ansprechpartners angegeben sind.
Die Bewerbung ist einfach in Papier sowie einfach digital auf CD/DVD einzureichen.
Die Angaben und Nachweise gemäß Punkt 7 sind in getrennten Registern (Papierversion) bzw. digitalen Ordnern (digitale Version) beizufügen. Die Register bzw. Ordner sind mit der Nummerierung gemäß 7. zu kennzeichnen.
Bewerbergemeinschaften:
1. Bewerbergemeinschaften sind zugelassen. In der Bewerbung ist ein zentraler Ansprechpartner anzugeben, der bevollmächtigt ist, die Bewerbergemeinschaft und später im Fall der Auswahl für das Vergabeverfahren auch die Bietergemeinschaft zu vertreten. Die Vollmacht ist mit der Bewerbung vorzulegen (Kopie ausreichend).
2. Die Mitglieder der Bewerbergemeinschaft sind in der Bewerbung vollständig zu benennen. Die Anforderungen aus dieser Bekanntmachung müssen von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft durch Abgabe von entsprechenden Erklärungen bzw. Nachweisen der jeweiligen Mitglieder erfüllt werden.
Nachunternehmer:
Der Bewerber hat in der Bewerbung auch die Dritten, insbesondere Nachunternehmer, anzugeben, deren Kapazitäten er sich im Fall der Beauftragung bedienen will. Der Bewerber hat insoweit weiter darzulegen,welche Kapazitäten der Dritten genutzt werden sollen, dass sie die Eignungsanforderungen erfüllen und z. B. durch eine Verpflichtungserklärung des Dritten nachzuweisen, dass dem Bewerber diese Kapazitäten zur Verfügung stehen werden.
Hinweis zu Nachweisen/Referenzen:
Die genannten Nachweise sind wie im Qualifizierungsformblatt beschrieben, zu gliedern und müssen mindestens die angegebenen Inhalte aufweisen. Falls die Referenzen nicht die Inhalte und Gliederung der geforderten Punkte aufweisen, werden sie bei der Wertung nicht berücksichtigt.
Hinweis zu ausländischen Bewerbern:
Ausländische Bewerber haben die im Qualifizierungsformblatt geforderten Nachweise nach Maßgabe des Staates, in dem das Unternehmen ansässig ist, in deutscher Übersetzung vorzulegen und deren Gleichwertigkeit nachzuweisen.
Vertragssprache ist deutsch.
Hinweis zum Leistungsort:
Leistungsort ist Hamburg und dessen Randbereiche
Hinweis zur Nachforderung von Unterlagen:
Die Vergabestelle behält sich vor, Unterlagen nachzufordern, ist dazu jedoch nicht verpflichtet.
Hinweis zum Verfahrensablauf:
Beabsichtigt die Hamburg Port Authority ein konkretes Wettbewerbsverfahren im Rahmen dieses Prüfungssystems, so werden – sofern vorhanden – jeweils mindestens drei Anbieter zur Teilnahme am Angebotsverfahren aufgefordert. Die Auswahl der Bieter erfolgt auf Basis der vom Bewerber geleisteten Angaben, bezogen auf die jeweilig Anforderung und insbesondere in Hinsicht auf die konkrete Aufgabenstellung der auszuführenden Maßnahme.
Im Rahmen des Prüfungssystemes und den daraus hervorgehenden Vergabeverfahren achtet der Auftraggeber, sofern möglich, auf eine angemessene Streuung.
Die Vergabe der zu erbringenden Leistung erfolgt nach den im Rahmen -des jeweiligen Angebotsverfahren benannten Zuschlagskriterien.
Sollten sich aus Sicht des Bewerbers Nachfragen ergeben, sind diese ausschließlich schriftlich (unter Angabe der genannten Vergabenummer) per Fax oder E-Mail, an folgende Adresse zu richten:

Hamburg Port Authority AöR, Brooktorkai 1, Zentraler Einkauf, 20457 Hamburg, Fax: +49 40428472612, E-Mail:zentralereinkauf@hpa.hamburg.de

Fragen, die während des laufenden Verfahrens gestellt und beantwortet werden, sind ausschließlich unter http://www.hamburg-port-authority.de veröffentlicht. Der Bewerber hat eigenverantwortlich und regelmäßig die Informationen abzurufen.

VI.3)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.3.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammer der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg
Deutschland

VI.3.2)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Hinsichtlich der Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen gilt § 107 Abs. 3 Nr. 4 GWB. Insbesondere ist ein Antrag auf ein Nachprüfungsverfahren gemäß § 107 Abs. 3 Nr. 4 GWB nur zulässig, soweit nicht mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
VI.3.3)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.4)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
16.10.2015