Dienstleistungen - 182496-2018

26/04/2018    S81    - - Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren 

Deutschland-Hannover: Straßenbahnpersonenwagen

2018/S 081-182496

Auftragsbekanntmachung – Sektoren

Dienstleistungen

Legal Basis:

Richtlinie 2014/25/EU

Abschnitt I: Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft
Am Hohen Ufer 6
Hannover
30159
Deutschland
Kontaktstelle(n): HLP. Dr. Alexandra Losch
E-Mail: alexandra.losch@hlp-rae.de
NUTS-Code: DE92

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: www.uestra.de

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.dtvp.de/Center/notice/CXP4YHSY9V2
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen an die oben genannten Kontaktstellen
I.6)Haupttätigkeit(en)
Städtische Eisenbahn-, Straßenbahn-, Oberleitungsbus- oder Busdienste

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

ÜSTRA_Aufarbeitung_TW 6000

Referenznummer der Bekanntmachung: 2018_04_TW 6000
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
34622100
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Ziel des Ausschreibungsverfahrens ist es, einen Rahmenvertrag über die Aufarbeitung von Stadtbahnwagen des Typs TW 6000 abzuschließen. Auf Basis des Rahmenvertrags sind durch den künftigen Auftragnehmer 18 Stadtbahnwagen [=Basisauftrag] (inklusive Optionen der Aufarbeitung weiterer, bis zu 22 Stadtbahnwagen [=Option/en]) vom Typ TW 6000 aufzuarbeiten.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
50224000
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE92
Hauptort der Ausführung:

ÜSTRA

Am Hohen Ufer 5

30159 Hannover

Betriebshof Glocksee, Ira-Wolkowa-Weg 1

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Die Fahrzeugelektrotechnik soll beibehalten werden. Vereinzelte Kabelbäume aus dem Gelenkbereich müssen ersetzt werden. Zu den geplanten Arbeiten werden gehören: Faltenbälge, Neubeplankung Außenhülle unterhalb des Fensterbandes auf Fahrzeuggerippe, Neulackierung, Erneuerung Sekundärrollenbalgfeder, Erneuerung Fußboden im gesamten Fahrzeug, Tausch Hydraulikverrohrung und Gelenkleitungen, Aufarbeitung Drehkranz, Fenster- und Gummiaustausch, Erneuerung Seitenverkleidungen im Innenraum, Erneuerung Bordrechner und Funk, Einbau einer Fahrerraumklimaanlage, Umbau des Fahrerstandes nach ergonomischen Gesichtspunkten, Errichtung eines Mehrzweckabteils, Einbau Fahrgastfernsehen und Fahrgastsprechstellen, Umbau auf LED Fahrgastraumbeleuchtung nebst Gestaltungsidee für optische Gestaltung.

Die Drehgestelle werden durch ÜSTRA selbst aufgearbeitet.

Eine grobe Übersicht des Aufarbeitungsbedarfs ergibt sich aus einem Gutachten vom 29.4.2015 der TÜV Rheinland InterTraffic GmbH. Der konkrete Aufarbeitungsbedarf ist jeweils individuell fahrzeugweise zu ermitteln. Der Rahmenvertrag bezieht sich auf die Aufarbeitung des Basisauftrags über 18 (nebst Option bis zu weiteren 22) Stadtbahnwagen. Der Rahmenvertrag wird Gegenstand der Verhandlungen sein.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Laufzeit in Monaten: 24
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
Beschreibung der Verlängerungen:

Im Fall der Ziehung der ausgeschriebenen Optionen wird der abzuschließende Vertrag angemessen verlängert. ÜSTRA erwartet, dass monatlich mindestens 2 Stadtbahnwagen instand gesetzt werden.

II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 3
Höchstzahl: 4
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

Die Auswahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, erfolgt anhand folgender Kriterien und den nachfolgend benannten Gewichtungen:

a) Referenzen („Kompetenz und Erfahrung“) der Bewerbers/der Bewerbergemeinschaft, 50 %

Für die Auswahl entscheidend ist zu 50 % die nachgewiesene Kompetenz und Erfahrung anhand des Grades der Vergleichbarkeit und der Anzahl der eingereichten Referenzen über die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar erbrachten Leistungen gemäß Formblatt F6 (Bestandteil des Anlagenkonvolutes 2 – Formblätter zum Teilnahmewettbewerb).

Die Vergabestelle wird anhand der eingereichten Referenzen die Kompetenz und Erfahrung des Bewerbers/ der Bewerbergemeinschaft durch Vergabe von Punkten 1-10 bewerten. Positiv berücksichtigt werden Erfahrungen und Kompetenzen anhand der nachgewiesenen Referenzprojekte mit einer hohen Vergleichbarkeit der Aufgabenstellung. Positiv bewertet werden Referenzleistungen über parallel aufgearbeitete Fahrzeuge, die zeitlich aktuell abgearbeitet wurden. Konkret wird somit eine Referenz, die aus jüngerer Zeit stammt und sich über parallel aufgearbeitete Fahrzeuge verhält, besser bewertet als Referenzen aus älterer Zeit, die jeweils nur Aufarbeitungen einzelner Fahrzeuge belegen. Die am höchsten vergleichbare Referenz wird mit 10 Punkten bewertet, die übrigen erhalten eine entsprechend der Vergleichbarkeit hohe Punktzahl. Der entsprechende Punktwert wird mit dem Faktor 50 multipliziert.

b) Technische Ausstattung, 20 %

Bewertet wird die technische Ausstattung und Möglichkeit zur Aufarbeitung mehrerer Fahrzeuge aufgrund der Angaben des Bewerbers/der Bewerbergemeinschaft. Positiv bewertet wird eine technische Infrastruktur, die die parallele Aufarbeitung von mehr als 3 Fahrzeugen ermöglicht. Ferner wird eine technische Ausstattung positiv bewertet, die qualifizierte technische Abnahmevorrichtungen umfasst, etwa eine Gleisanlage mit Stromabnahme, die die Abnahmevoraussetzungen belastbar sicherstellt.

Die qualitativ beste technische Ausstattung wird mit 10 Punkten bewertet, die übrigen erhalten eine entsprechend der Vergleichbarkeit hohe Punktzahl. Der entsprechende Punktwert wird mit dem Faktor 20 multipliziert.

c) Grad der Kundenzufriedenheit, 30 %

Bestandteil der Vergabeunterlagen ist das Formblatt F9, das als Mustervorlage verwandt werden kann. Gewertet wird jeweils nur der Grad der nachgewiesenen Zufriedenheit einer vergleichbaren Referenz. Ein Bewerber erhält für jeden sehr zufriedenen Referenzkunden pro ausgefülltem Formblatt 5 Punkte, für jeden zufriedenen Kunden 2 Punkte. Für alle sonstigen Referenzbestätigungen erhält der Bewerber 0,5 Punkte. Der Bewerber mit der höchsten Punktzahl erhält 10 Wertungspunkte. Die übrigen Bewerber erhalten anteilig weniger Wertungspunkte.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Bestellmöglichkeit der Aufarbeitung weiterer, bis zu 22 Stadtbahnwagen.

II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Die Aufarbeitung des Basisauftrags soll binnen 24 Monaten erfolgen. Die Ziehung weiterer Optionen führt zu einer Vertragsverlängerung. Die Vergabestelle erwartet, dass mindestens 2 Stadtbahnwagen pro Monat gem. Lastenhefte aufgearbeitet werden.

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

a) Eigenerklärung zum Unternehmen, zum Firmenprofil sowie zum Personalbestand gemäß Formblatt F3.

b) Eigenerklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 123 f. GWB (Formblatt F4).

c) Einzureichen ist ein Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung für Personen- sowie für Sach- und Vermögensschäden je Schadensfall, welche bei einem in der EU zugelassenen Versicherer abgeschlossen ist. Die Mindestdeckungssumme für Personenschäden sowie für Sach- und Vermögensschäden hat jeweils mindestens drei (3) Mio. Euro zu betragen. Es genügt eine verbindliche Erklärung, dass eine entsprechende Versicherung für den Bewerber/die Bewerbergemeinschaft im Auftragsfall abgeschlossen wird und ein in der EU zugelassenes Versicherungsunternehmen die Bereitschaft zum Abschluss des Versicherungsvertrages schriftlich bestätigt (Erklärung auf Formblatt F3).

d) Aktueller Handelsregisterauszug, nicht älter als 6 Monate zum Stichtag der Bewerbungsfrist oder soweit dieser nicht existiert, eine Gewerbeanmeldung. Sollte der Bewerber in einem EU-Mitgliedsland ansässig sein, sind die vergleichbaren Bescheinigungen des EU-Mitgliedslandes vorzulegen.

e) Nachweis einer Zertifizierung gem. DIN 15085 sowie gem. DIN EN 6701-2.

f) Bewerbergemeinschaftserklärung nebst Angabe der Haftung, sofern eine Bewerbergemeinschaft gebildet wird.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

a) Eigenerklärung über die Gesamtumsätze der letzten 3 Geschäftsjahre und der Umsätze der letzten 3 Geschäftsjahre, die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind (Formblatt F5);

b) Vorlage von Jahresabschlüssen oder Bilanzen des Unternehmens für die letzten 3 Geschäftsjahre.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Vom Bewerber und, sofern sich Bewerbergemeinschaften bewerben, von den Mitgliedern der Bewerbergemeinschaften sind neben dem Teilnahmeantrag von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft nachfolgende Erklärungen und nachfolgende Nachweise zu erbringen und mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.

a) Eigenerklärung über das jährliche Mittel der vom Bewerber/von der Bewerbergemeinschaft in den letzten 3 Jahren Beschäftigen, gegliedert nach Projektleitung, technische und kaufmännische Abteilung inklusive der Darstellung der beruflichen Qualifizierung der Projektleitung;

b) Angabe der technischen Ausstattung der Betriebsstätte;

c) Referenzen über abgeschlossene vergleichbare Projekte der letzten 10 Jahre der Bewerber bzw. den Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft. Vergleichbar sind Leistungen, die die Aufarbeitung von Stadtbahnwagen oder von Schienenfahrzeugen des Nahverkehrs zum Gegenstand haben. Nachzuweisen sind mindestens 2 vergleichbare Referenzprojekte aus den letzten 10 Jahren über abgeschlossene Aufarbeitungsleistungen an mindestens fünf (5) innerhalb von 12 Monaten parallel aufgearbeiteten Fahrzeugen, die der BOStrab unterliegen, oder der gleichen Anzahl von Schienenfahrzeuge des Nahverkehrs.Anzugeben ist neben der Beschreibung des jeweiligen Referenzprojektes

— die Art und die Auftragssumme der jeweils erbrachten Leistungen,

— der Auftraggeber,

— Ort und Zeit der Ausführung,

— Ansprechpartner mit Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse,

— Art der Aufarbeitung und der erbrachten Leistungen.

d) Angabe des Bewerbers/der Bewerbergemeinschaft zu Maßnahmen zur Gewährleistung der Qualität. Der Nachweis kann durch eine Zertifizierung für Qualitätsmanagement, z. B. DIN ISO 9001, erfolgen.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Nachzuweisen sind mindestens 2 vergleichbare Referenzprojekte aus den letzten 10 Jahren über abgeschlossene Aufarbeitungsleistungen an mindestens 5 innerhalb von 12 Monaten parallel aufgearbeiteten Fahrzeugen, die der BOStrab unterliegen, oder Schienenfahrzeuge des Nahverkehrs. Details wie oben.

III.1.4)Objektive Teilnahmeregeln und -kriterien
III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.1.6)Geforderte Kautionen oder Sicherheiten:

Siehe Vergabeunterlagen

III.1.7)Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen und/oder Hinweise auf Vorschriften, in denen sie enthalten sind:

Siehe Vergabeunterlagen

III.1.8)Rechtsform, die die Unternehmensgruppe, der der Auftrag erteilt wird, haben muss:

Gesamtschuldnerisch haftend mit einem bevollmächtigten Vertreter

III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:
III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit vorherigem Aufruf zum Wettbewerb
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
Die Bekanntmachung betrifft den Abschluss einer Rahmenvereinbarung
Rahmenvereinbarung mit einem einzigen Wirtschaftsteilnehmer
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2017/S 117-235446
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 29/05/2018
Ortszeit: 11:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Bekanntmachungs-ID: CXP4YHSY9V2

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer Niedersachsen beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Digitalisierung und Verkehr
Auf der Hude 2
Lüneburg
21339
Deutschland
E-Mail: vergabekammer@mw-niedersachsen.de
Fax: +49 41311529-43
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Wettbewerbsteilnehmern steht der vergaberechtliche Rechtsschutz gemäß den §§ 160 ff. GWB zur Verfügung. Ein Nachprüfungsverfahren ist nur auf Antrag zulässig. Antragsbefugt ist gemäß § 160 Abs. 2 GWB jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Abs. 6 GWB durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oderzu entstehen droht. Der Antrag ist gemäß § 160 Abs. 2 GWB unzulässig, soweit.

1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Abs. 2 bleibt unberührt,

2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügtwerden,

3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zuwollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach

§ 135 Satz 1 Nr. 2. § 134 Abs. 1 Satz 2 GWB bleibt unberührt.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Vergabekammer Niedersachsen beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Digitalisierung und Verkehr
Auf der Hude 2
Lüneburg
21339
Deutschland
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
25/04/2018