Beschreibung der Beschaffung
LOS 1:
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Das Schloss Büg ist ein barockes Schloss, welches sich im Eigentum des Marktes befindet. Das Schloss soll umfassend saniert werden und einer neuen Nutzungsart zugeführt werden. Die Machbarkeitsstudie befasst sich hier mit den unterschiedlichen Möglichkeiten. Eine Kostenschätzung ist der Machbarkeitsstudie beigefügt. Die Ziffern 1 und 2 aus dieser Kostenübersicht wurden bereits als Bauabschnitt I abgesplittet und gesondert beauftragt. In diesem Bauabschnitt 1, der funktional eigenständig zu betrachten ist, findet allgemein der Rückbau sowie die Instandsetzung statt.
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Gegenstand dieses Vergabeverfahrens sind nunmehr in Los 1 die Planungsleistungen für Gebäude und Innenräume für die Bauabschnitte II bis IV, die faktisch den Ziffern 3, 4 und 5 der Kostenübersicht entsprechen. Zusätzlich kommt die Errichtung eines neuen Mansarddaches hinzu, die in den bisherigen Kosten noch nicht aufgeführt ist und mit etwa 800.000,- EUR brutto geschätzt wird. Das bestehende Dach ist komplett zu erneuern.
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In der Machbarkeitsstudie sind die ferner notwendigen Maßnahmen aufgeführt.
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Der Marktgemeinderat hat folgende Nutzungen für das Schloss beschlossen:
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- Nutzung DG: Kultur / Repräsentation / Begegnung / Ausstellung
- Nutzung 2. OG "Belegtage": Standesamt, multifunktionale Nutzung mit flexibler Einrichtung, Möglichkeit der Raumnutzung auch für Bürger / Vereine
- Nutzung EG: Externe Nutzer unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit (Sanierungs- und Umbaukosten - Mieteinnahmen), nach Möglichkeit Nutzungen mit geringem Eingriff in die vorhandene Bausubstanz z. B. Co-Working / Gründerzentrum / Begegnungsstätte für Demenzkranke, Menschen mit Depressionen o. ä.
- Nutzung UG / Souterrain: Catering / Gastro
Diese Nutzungen sind in der Planung zu berücksichtigen. Unter dem Dach sollen 100 Leute Platz finden, eine Versammlungsstätte ist jedoch bewusst nicht vorgesehen. Ein zweiter Rettungsweg ist im Rahmen des Brandschutzkonzeptes vorzusehen, wobei dies möglicherweise über eine separate Treppenanlage abzubilden ist. Ggf. sind auch Exponatsflächen vorzusehen. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Eine enge Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde ist daher notwendig. Auch die Umgebung ist in das Konzept einzubeziehen (siehe Los 2), eine Städtebauförderung wird beantragt werden. Hieraus ergibt sich ein notwendiger schonender Umgang mit der Bausubstanz. Dennoch soll die Umsetzung so wirtschaftlich und ökologisch wie möglich erfolgen. Es soll auf geringe Betriebskosten geachtet werden. "Neue Wege", wie z.B. Solar, Geothermie, Abwasserwärmepumpen usw. sollen geprüft werden und, sofern die denkmalschutzrechtlichen Belange dies erlauben, auch berücksichtigt werden.
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Möglicherweise kann das Gebäude auch von Hochwasser betroffen sein. Dies ist in der Planung und Abstimmung besonders zu berücksichtigen.
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Auch der Außenbereich ist neu zu gestalten. Die konkrete Gestaltung der Außenanlagen wird in Los 2 gesondert vergeben. Die Erschließung des Gebäudes selbst (KG 200) sowie die Themen wie Entwässerung des anfallenden Oberflächenwassers, Drainagen, Dachrinnenwasser, Sanierung der Außentreppenanlagen, Breitbandanbindung, ggf. Gasanschluss und die Entsorgungsschiene wie z.B. Kanalanschluss, Hebeanlage und Fettabscheider (wenn eine Gastro kommt) sind vom Architekten zu planen und baulich umzusetzen. Die entsprechenden anrechenbaren Kosten werden hinzuaddiert. Die Vergütung erfolgt einmal über alle Bauabschnitte hinweg für alle betreuten Leistungen (wobei der Aufzug nicht in den anrechenbaren Kosten berücksichtigt wird, da diese Leistung als Besondere Leistung gesondert pauschal vergütet wird).
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Erneuerbare Energien sollen geprüft und soweit möglich und wirtschaftlich auch eingesetzt werden, ggf. auch in den Außenanlagen. Das vorhandene Nebengebäude wird durch den Markt selbst abgerissen werden.
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Der Bauabschnitt I, der den fachgerechten Rückbau bzw. die Entfernung von Stör- und Fremdstoffen innerhalb des Gebäudes, als auch statisch konstruktive Zwischensicherungsmaßnahmen betrifft, wurde bereits vollständig beauftragt und befindet sich aktuell in der Planung.Dieser soll ab Anfang 2023 bis 3. bzw. 4. Quartal 2023 umgesetzt werden. Erst wenn der BA I baulich abgeschlossen ist, soll mit den Bauausführungen für den BA II und folgende begonnen werden. Die Planung soll jedoch bereits im Vorfeld durchgeführt werden. Mit der Bauausführung für die gegenständlichen Leistungen ist somit ab etwa Mitte 2024 zu rechnen. Die Umsetzung wird auf grob 3 bis 4 Jahre geschätzt.
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Die Gesamtkosten für die BA II bis IV liegen bei etwa 4,5 Mio. EUR brutto (aktueller Kostenstand inkl. Dachsanierung). Es wird jedoch explizit darauf hingewiesen, dass sich diese Kostenansätze im Rahmen der Planung nochmals deutlich verändern können. Die Abrechnung erfolgt auf Basis der noch zu erstellenden Kostenberechnung.
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Gegenstand dieses Verfahrens in Los 1 sind für die noch ausstehenden Bauabschnitte II bis IV inkl. Errichtung eines neuen Mansarddaches die Grundleistungen der Leistungsphasen 1-9 des Leistungsbildes Objektplanung Gebäude u. Innenräume gem. Teil 3 Abschnitt 1, § 34 Abs. 3 HOAI i.V.m. Anl. 10 Nr. 10.1. Ferner werden die Besonderen Leistungen der Mitwirkung bei der Beantragung und Abrechnung der Fördermittel inkl. Erstellung des Verwendungsnachweises sowie die Überwachung der Mängelbeseitigung innerhalb der Verjährungsfrist beauftragt. Ferner wird auch die Planung, Beschaffung sowie Überwachung des Einbaus des Aufzugs als Besondere Leistung beauftragt.