Beschreibung der Beschaffung
Der Waldschule in Flensburg, eine Grundschule mit Ganztagsangebot, fehlen für die Bereitstellung der Mittagsversorgung entsprechende Räume und es muss der Bedarf für 4 Klassenräume gedeckt werden, aktuell sind 4 Klassen in angemieteten Containern untergebracht. Weiter müssen die bestehenden, abgängigen Turnhallenanbauten für den Gymnastikunterricht erneuert werden.
Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus:
- Leistungsphasen 3-9 Gebäudeplanung gem. HOAI Teil 3 Abschnitt 1 §§ 33-37.
Der AG beabsichtigt die Erbringung der Leistungen einzeln oder im Ganzen abzurufen (Stufenvertrag).
Die Leistungsphasen 1 und 2 wurden bereits abgeschlossen und dienen als Grundlage für die weiteren Planungsphasen.
Die beiden Bauvorhaben sollen zusammen in einem Baugenehmigungsverfahren erfolgen, die bauliche Umsetzung erfolgt aus genannten Gründen unmittelbar nacheinander.
>>>Objekt 1: Neubau Mensa/Klassencluster<<<
Der 2-geschossige Solitärneubau für die Waldschule beherbergt im Erdgeschoss die Mensa und Verwaltungsräume und im Obergeschoss 4 Klassenräume in einem Lerncluster.
Die Mensa soll als multifunktionaler Raum genutzt werden und folgt mit einer Sitzstufenanlage der Topographie des Grundstückes, ein ehemaliges Kleingartengelände. Der Bereich im EG dient den Kindern als Ankommensraum für das Ganztagsangebot. Die 4 Klassenräume im OG bilden zusammen mit 2 Differenzierungsräumen und einem großen offenen Lernraum ein Cluster und sind als eine Brandschutzeinheit vorgesehen.
>>>Objekt 2: Ersatzneubau Gymnastikraum<<<
Der erdgeschossige Ersatzneubau für den Gymnastikraum mit Nebenräumen ist aus funktionalen Gründen als Anbau an die bestehende Sporthalle des Hauptgebäudes/Denkmal vorgesehen.
Es ist geplant sämtliche Anbauten südlich des Giebels der Turnhalle/des Denkmals zu entfernen und die Raumflächen zu ersetzen. Das sind, neben dem 120 m² großen Gymnastikraum, Umkleiden, Neben- und Technikräume, diese sowohl für die Turnhalle, als auch für den Gymnastikraum. Um den Giebel/das Denkmal so weit wie möglich frei zu stellen, sind die Räume erdgeschossig geplant, nur der höhere Gymnastikraumbaukörper soll sich in der Höhe und mit Abstand respektabel vom Bestand absetzen.
Die Fassaden der neuen Anbauten sind aus einem filigranen Mauerwerk-Relief geplant, lediglich der Eingang soll zwecks Aufmerksamkeit eine andere Materialität erhalten.
Im Zuge dieser Maßnahme soll die Fassade des Anbaus östlich der Turnhalle (Geräteräume) mit überplant werden.
Bei dieser Baumaßnahme steht die Vorgehensweise mit dem Anbau an den denkmalgeschützten Bestand im Vordergrund.