Zur Gewährleistung der revisionssicheren Langzeitaufbewahrung klinischer Bilder und Dokumente ist im vorhandenen Clinical Repository ein Objektspeicher über die propietäre CAS-Schnittstelle als Content-Addressed Storage integriert. Dabei werden die Inhaltsadressen der Objekte im Clinical Repository selbst gespeichert. Die Nutzung der DELL ECS EX500 zur erforderlichen Kapazitätserweiterung macht eine komplette Neukonzipierung der eingesetzten Clinical Repository-Lösung hinsichtlich der Gewährleistung der revisionssicheren Langzeitaufbewahrung entbehrlich. Darüber hinaus ist keine Neuprogrammierung oder Neubeschaffung der Schnittstelle zum Speichersystem erforderlich, da die vorhandene CAS-Schnittstelle ohne Anpassung genutzt werden kann.
Der Einsatz der ECS EX500 erfolgt aus technologischen Gründen, da diese sowohl zur vorhandenen CAS-Schnittstelle des eingesetzten Clinical Repository als auch zum vorhandenen Objektspeicher kompatibel ist. Allein das System „Dell ECS EX500“ ist in der Lage, den vor dem Hintergrund der Patientensicherheit und Ausfallsicherheit nahtlosen Übergang der Daten sicher zu stellen und den Beschaffungsbedarf des LKS kurzfristig zu befriedigen.
Die Beschaffung war dringlich und konnte daher im Wege eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb wegen besonderer Dringlichkeit nach § 14 Abs. 4 Nr. 3 VgV nach Einholung von drei Vergleichsangeboten beschafft werden. Der Bedarf war unvorhersehbar, aus dringenden und zwingenden Gründen geboten und nicht vom Leopoldina-Krankenhaus verschuldet.
Im Juni 2022 bestanden beim Leopoldina-Krankenhaus Planungen, den bestehenden Objektspeicher zum März 2023 neu auszuschreiben und zu erweitern. Aufgrund mangelnder Testkapazitäten im Rahmen der Corona-Pandemie mussten ersatzweise überproportional viele Thorax-CT-Untersuchungen als Testverfahren auf eine Corona-Infektion durchgeführt werden. Diese Datenerhebungen haben viel Speicherplatz in Anspruch genommen. Eine kurzfristige und notwendige Erweiterung des bestehenden Speichersystems war aufgrund von Lieferengpässen nicht möglich. Hinzu trat, dass für das beim Leopoldina-Krankenhaus installierte System unerwartet keine neuen Erweiterungen mehr hergestellt wurden. Es war für den Klinikbetrieb unabdingbar, das vorhandene Speichersystem zu ersetzen.
Das Leopoldina-Krankenhaus hat den Sachverhalt geprüft und in einem umfassenden rechtsanwaltlichen Vermerk festgehalten.