Beschreibung der Beschaffung
Die Stadt Lauenburg/Elbe plant den Umbau und die Erweiterung der Weingartenschule zur Anpassung des Gebäudekomplexes an steigende SchülerInnenzahlen und die Umstrukturierung für ein modernes pädagogisches Unterrichtskonzept.
Das Planungsgebiet umfasst die bestehende Schulanlage Weingarten 10 bis 12 (Flurstück 5/45) zuzüglich des an der Straße liegenden, nordwestlich anschließenden und aktuell mit einem Mehrfamilienhaus bebauten Grundstücks Weingarten 14 bis 16 (Flurstück 5/19) in 21481 Lauenburg/Elbe. Die Grundstücke haben eine Gesamtfläche von ca. 8500 m2. Das Baufeld für den geplanten Anbau wird vom Bebauungsplan Nr.106 näher definiert und befindet sich im Nordwesten des Planungsgebiets, also auf dem Flurstück 5/19 sowie im Bereich des „Bauteils B“. Die Baumaßnahme findet im laufenden Betrieb statt. Für eine begrenzte Anzahl von Klassenräumen wird ein Ausweichstandort geschaffen.
Der mehrfach erweiterte Gebäudekomplex der Grundschule besteht aus 5 Gebäudeteilen / Gebäudeflügeln A bis F (s. Anlage Lageplan sowie Informationsunterlage „Maßnahmenbeschreibung“.) Dabei werden nur die Flügel A und B umgebaut sowie ein Erweiterungsneubau errichtet.
Ein Gespür für die Entwicklung moderner Architekturelemente im Zusammenspiel mit der bestehenden historischen und neuzeitlichen Bausubstanz ist für den Entwurf des neuen, zeitgemäßen Schulgebäudes erforderlich und anhand von Erfahrungswerten nachzuweisen. Ein Wandrelief im Innenraum der Schule steht unter Denkmalschutz. Die denkmalpflegerisch und historisch bedeutende Wohnbebauung der näheren Umgebung ist städtebaulich zu berücksichtigen.
Die Anforderungen an ein modernes Schulgebäude werden in den Leistungsphasen 1-3 in einem Masterplan für den gesamten Gebäudekomplex festgeschrieben. Die Erstellung des Masterplans ist Teil der Planungsaufgabe.
Die Weiterentwicklung des Raumprogramms erfolgt in enger Abstimmung mit Schulträger und Schulleitung im Hinblick auf einen angemessenen Umgang mit den pädagogischen Inhalten und Zielen. Die Themen Neue Medien und Digitalisierung finden bei der Planung der Innenräume besondere Berücksichtigung.
Mit der nachhaltigen Sanierung, dem Umbau und der Erweiterung des Schulgebäudes soll ein Beitrag zu Klimaschutz und CO2 Neutralität geleistet werden. Ein Schwerpunkt liegt auf energetischen Aspekten, wie der Reduzierung des Strom- und Wärmeverbrauchs der schulischen Liegenschaft. Aufgrund der hohen Frequentierung hat die Schule eine repräsentative Funktion und Vorreiterrolle.
Das Bestandsgebäude hat eine BGF von ca. 4 500 m2. Die Gebäudeflügel, die umgebaut werden sollen, umfassen ca. 2 000 m2 BGF, der Erweiterungsbau wird ca. 3 000 m2 groß sein.
Zu diesem Zweck werden Planungsbüros zur Teilnahme am Wettbewerb aufgefordert, die das Leistungsbild Objektplanung Gebäude abdecken und in der Vergangenheit ähnliche Maßnahmen verwirklicht haben.
Es sollen die Leistungsphasen 1-9 in dem Leistungsbild nach § 34 HOAI bearbeitet werden. Die Beauftragung wird stufenweise erfolgen.
Folgendes Verfahren wird durchgeführt:
In Phase 1 werden potentielle Bewerber zur Teilnahme aufgefordert und reichen den Teilnahmeantrag mit den geforderten Nachweisen ein.
In Phase 2 werden die eingegangen Teilnahmeanträge geprüft und die Anzahl der zugelassenen Bewerber wird beschränkt.
Die Bewerber der Phase 2 werden gesondert zu einem Verhandlungsverfahren aufgefordert.
Die Kosten der KG 200 -700 wurden mit einem Volumen von max. 13 300 000 EUR brutto veranschlagt. Dabei betragen die Kosten für die KG 300 laut vorbereitender Kostenschätzung ca. 7 000 000 EUR und für die KG 400 ca. 2 160 000 EUR brutto. Die o. g. Baukostenobergrenze von 13,3 Mio. EUR brutto ist dabei als ein Wert zu verstehen, an dem sich der Entwurf in allen Projektstadien auszurichten hat und der bereits im Vorentwurf auf seine Umsetzbarkeit zu überprüfen ist.