Beschreibung der Beschaffung
Die Kliniken der AKH-Gruppe (Standorte AKH Celle und Klinikum Peine) und des Heidekreis-Klinikums (Standorte Soltau und Walsrode) planten die Neu-Konzeption ihrer Labororganisation für die Krankenversorgung an den Standorten in Celle, Peine, Soltau und Walsrode. Dies betraf hier und auch im Folgenden, sofern nicht explizit ausgewiesen, die Bereiche Klinische Chemie, Immonologie, Immunhämatologie, Gerinnung, Virologie, patientenbezogene Hygiene und Mikrobiologie.
Da die beteiligten Gesellschaften allesamt in kommunaler Trägerschaft sind, war die Durchführung eines öffentlichen Vergabeverfahrens notwendig. Im Verhandlungsverfahren wurden das AKH Celle, das Klinikum Peine und das Heidekreis-Klinikum mit seinen beiden Standorten jeweils als eigenständige Lose behandelt.
Die labortechnische Versorgung der AKH-Gruppe wurde durch einen Externen Partner innerhalb der Räumlichkeiten der AKH-Gruppe und angeschlossenen externen Fachlaboren des Partners gewährleistet. Es bestand weiterhin ein gewisses Maß an Versand an Speziallabore. Dieses Modell sollte im Rahmen der Neu-Konzeption zwar grundsätzlich beibehalten werden, allerdings möchten die AKH-Gruppe im Rahmen eines Verhandlungsverfahren mögliche sinnvolle Alternativlösungen im Vergleich zum Status Quo der Labororganisation analysieren und bewerten. Für die Versorgung der Patienten war der Ort der Leistungserbringung nachrangig, sofern sämtliche geforderte Turn-around-Times eingehalten werden.
Die Laborversorgung des Heidekreis-Klinikums in Soltau und Walsrode wurde im Eigenbetrieb gewährleistet. Es bestand am Standort in Walsrode ein Präsenzlabor und der Standort in Soltau wurde über eine umfangreiche POCT-Landschaft labortechnisch versorgt. Im Rahmen des Verfahrens geht das Heidekreis-Klinikum initial davon aus, aufgrund einer Verlagerung von operativen Fachbereichen von Walsrode nach Soltau, auch in Soltau wieder ein Präsenzlabor etablieren zu müssen.
Die Bieter wurden im Verfahren aufgefordert, sich nach den grundlegenden Prämissen der Leistungsbeschreibung und sämtlicher im Vergabeverfahren hinzugefügter Anlagen (Parameterstatistiken, Geräteaufstellung, Personalstatistiken, Logistik, EDV, Probeneingangsprofile, Räumlichkeiten etc.) auszurichten, ohne dabei sinnvolle Alternativlösungen unbeachtet zu lassen.
Der oder die Kooperationspartner sollten die Labororganisation der AKH-Gruppe und des Heidekreis-Klinikums in vollständiger Eigenverantwortung betreiben und somit die alltägliche Versorgung aller für die Krankenversorgung notwendigen Leistungsparameter gewährleisten. In Summe handelte es sich um ein Leistungsspektrum von rd. 200 000 000 GoÄ-Punkten.
Vor dem Hintergrund der Qualitätsvorgaben im medizinischen Bereich, der aktuellen Marktentwicklungen im Bereich der deutschen Labormedizin und der gesamten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung war eine Weiterführung einer externen Kooperation derzeit gewünscht, wobei die Art ergebnisoffen ist.
Die Einzelheiten der Leistung waren der Leistungsbeschreibung zu entnehmen.