126683-2022 - ErgebnisDeutschland-Oettingen i. Bayern: Spezialbauarbeiten, außer Dachbauten
OJ S 50/2022 11/03/2022
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Bauleistung
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Stadt Oettingen i. Bayern
Postanschrift: Schloßstr. 36
Ort: Oettingen i. Bayern
NUTS-Code: DE27D Donau-Ries
Postleitzahl: 86732
Land: Deutschland
E-Mail: krone@oettingen.de
Telefon: +49 1715432054
Fax: +49 908270988
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: https://www.oettingen.de/homepage
Adresse des Beschafferprofils: https://www.staatsanzeiger-eservices.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Spezialmaurerarbeiten Krone, Kronensaal, Stadtmauer
Referenznummer der Bekanntmachung: 304
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
45262000 Spezialbauarbeiten, außer Dachbauten
II.1.3.
Art des Auftrags
Bauauftrag
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Kurzbeschreibung Spezialmaurerarbeiten:
Im Rahmen des Projektes Reaktivierung Hotel Krone werden folgende Spezialmaurerarbeiten benötigt:
Bohr- und Verpressarbeiten: ca. 80m
Rissebearbeitung: ca. 100m
Kleinbohrpfahlarbeiten: ca. 350m
Gründungssanierung Stadtmauer: ca. 70m
Gründungen aus Stahlbeton: ca. 36cbm
Weitere Leistungen:
Rückbau, Abfangungen, Sanierung und Ergänzung von Naturstein- und Ziegelmauerwerk, Fugensanierung, etc.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 513 833,00 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
45262000 Spezialbauarbeiten, außer Dachbauten, 45262620 Stützmauern, 45262690 Modernisierung von Altbauten
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE27D Donau-Ries
Hauptort der Ausführung: Stadt Oettingen i.Bay.
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
1. Krone
Am Mauerwerk der Nordostecke gibt es deutliche Rißschäden, welche auf Setzungen am Fundament hindeuten. Die überputzten Risse sind erneut aufgegangen, Auch entlang der Traufwand sind im 1. und 2. Obergeschoss vertikale Risse vorhanden. Die statischen Risse im Ostgiebel werden kraftschlüssig verpresst und durch einen Bohranker oberhalb der Fenster im Erdgeschoss gesichert.
2. Kronensaal
Das Dachtragwerk des Kronensaals ist eine über 15,00 m freitragende Zollingerkonstruktion. Die Dachkonstruktion weist in Längsrichtung eine Durchbiegung von 14,0 cm auf. Ebenso ist am Gesims auf der Südseite eine analoge Einsenkung von12,0 cm zu erkennen. Die Außenwand ist dort diagonal durchgerissen und weist auf eine Setzung hin. Analog sind auch die Risseschäden und Verformungen auf der Nordseite. Die Ursache der Verformungen und Risseschäden liegt am Baugrund, da der Kronensaal direkt in den historischen Graben außerhalb der Stadtmauer gegründet worden ist. Der tragfähige Baugrund wurde erst in ca. 4,00 m erkundet. Es wird eine Nachgründung der Außenwände und des Erdgeschossbodens durchgeführt. Dazu werden ab der Traufe die Längswände und die Stahlbetonfundamente durchbohrt und diese mittels Kleinbohrpfählen tiefer gegründet. Der derzeitige Bodenaufbau auf Lagerhölzern wird bauseits vollständig ausgebaut. Es wird ein Fundamentbalken in Saalmitte hergestellt. Dieser wird ebenfalls mit Kleinbohrpfählen tiefer auf den tragenden Boden gegründet. Darauf wird später bauseits eine freitragende Stahlbetonplatte hergestellt. Die Mauerwerksrisse werden nach der Gründungsverbesserung kraftschlüssig verpresst.
3. Stadtmauer
Die Stadtmauer ist eine romanische Mauerkonstruktion, die außen und teilweise innen aus bossierten Natursteinquadern aus Suevit hergestellt ist. Die Wandhöhe bis zum Fundament beträgt ca. 3,30 m – 3,70 m, die Mauerstärke ca. 1,05 m – 1,25 m. Die historische Stadtmauer wurde im Zuge des Parkplatzneubaus am Saugraben abgegraben und das Fundamentmauerwerk freigelegt. Dadurch wurde die Vermörtelung des Fundamentes durch die Witterung ausgewaschen und es entstanden entsprechend große Hohlräume, welche bis zu 40 cm in die Tiefe reichen. Aufgrund der späteren Überbauung durch den Müllerstadel wurde zwar einerseits die Mauerkrone vor der Witterung geschützt, jedoch wurde der Dachstuhl und die Decken außermittig auf die äußere Sichtschale abgelastet. Der nicht kompensierte Dachschub aus den Dachtragwerken und die Auswaschung der Fundamente hat die äußere Schale um ca. 10,0 – 15,0 cm nach außen verformt.
Im nördlichen Abschnitt der Mauer ist die innere Schale schon sehr früh weggebrochen, sodass hier nur noch die äußere Schale mit einer Mauerstärke von ca. 40 cm vorhanden ist. Dort hat es in der Sichtschale vermehrt abgetreppte Risseschäden durch die Vermörtelung gegeben. Aufgrund der Witterung wurden auch die Lagerfugen, insbesondere im unteren Drittel, ausgewaschen. Die historische Stadtmauer wird nur statisch gesichert und nicht belastet. Da auf der Rückseite der Hotelneubau unterkellert wird, muss die Mauer vorher abgefangen und tiefer gegründet werden. Dazu werden unter dem Fundamentmauerwerk Quertraversen eingebaut und innen und außen mit Kleinbohrpfählen abgetragen. Vorher wird das Fundamentmauerwerk durch Verfugungen, Verpressung der Hohlräume einschließlich Vernadelung mit der rückwärtigen Bruchsteinschale stabilisiert. Vor dem Rückbau des Müllerstadels muss die Mauer in Richtung Parkplatz bauseits mit einer Holzkonstruktion statisch gesichert werden. Nach dem Rückbau werden nicht mehr benötigte Fenster- und Türöffnungen vermauert. Die zukünftig geplanten 5 Fenster in Form sich nach innen öffnender Scharten mit Segmentbogenüberdeckung werden in traditioneller Mauerwerkstechnik eingebaut. Die Risse entlang der Lager- und Setzfugen werden kraftschlüssig verpresst, die Fugen erhalten eine einheitliche Neuverfugung. Die ausgebrochene, innere Mauerschale im nördlichen Abschnitt wird auf der Innenseite durch Herstellen einer neuen inneren Ziegelschale wieder stabilisiert. Partielles Abtragen der Mauerkrone auf waagrechte Ebene.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Kostenkriterium - Name: Angebotspreis / Gewichtung: 100
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Offenes Verfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2021/S 243-639533
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
08/03/2022
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 5
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 5
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 5
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Pressbau Erfurt GmbH
Postanschrift: Steigerstr. 9
Ort: Erfurt
NUTS-Code: DEG01 Erfurt, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 99096
Land: Deutschland
E-Mail: kontakt@pressbau-erfurt.de
Telefon: +49 361220310
Internet-Adresse: https://pressbau-erfurt.de/
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 513 833,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Regierung von Oberbayern, Vergabekammer Südbayern
Postanschrift: 80534 München
Ort: München
Postleitzahl: 80534
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer.suedbayern@reg-ob.bayern.de
Telefon: +49 8921762411
Fax: +49 8921762847
Internet-Adresse: www.regierung.oberbayern.bayern.de
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
1) Etwaige Vergabeverstöße muss der Bewerber/Bieter gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB innerhalb von 10 Tagen
nach Kenntnisnahme rügen.
2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, sind nach § 160
Abs. 3 Nr. 2 GWB spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Abgabe der
Bewerbung oder der Angebote gegenüber dem Auftraggeber zu rügen.
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind nach § 160
Abs. 3 Nr. 3 GWB spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbungs- oder Angebotsabgabe gegenüber dem
Auftraggeber zu rügen.
4) Ein Vergabenachprüfungsantrag ist nach § 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB innerhalb von 15 Kalendertagen nach der
Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, bei der Vergabekammer einzureichen.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
08/03/2022