(Begründung in max. 500 Wörtern)
Im Rahmen der Bekämpfung der Corona-Pandemie wurde seitens des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) eine enorme Ausweitung der Corona-Tests für die Krankenhäuser angewiesen. Das bedeutet, dass nicht mehr nur stationär aufgenommene Patienten sich einem C19 Schnelltest unterziehen müssen, sondern auch Patienten der Notaufnahme, Tagesklinik und bei fachärztlichen Untersuchungen. Der Fokus liegt gemäß dem BMG hierbei eindeutig auf dem Schutz von Personal und Patienten vor einer lebensbedrohlichen Infektion mit dem Erreger C19. Der bestmögliche Schutz von Bw-Personal geht hierbei mit der Aufrechterhaltung des Betriebes der Bundeswehrkrankenhäuser und der Versorgung von Patienten aus der gesamten Bevölkerung einher.
Trotz Aufnahme der Impfung gegen Covid-19 in das duldungspflichtige Basisimpfschema der Bundeswehr ist der Bedarf an SARS CoV-2 Testungen ungebrochen hoch und wird noch Monate andauern (3G und 2G plus Regelungen). Ein nicht-kompensierbarer Ausfall der Geräte gefährdet aktuell den kompletten Krankenhausbetrieb (Isolierung/Entisolierung, Aufnahme von Patienten aus stark betroffenen Gebieten, Eigentestung des Personal zur Vermeidung der krankenhausinternen Verbreitung, Routinediagnostik).
Die beschafften Cepheid-Plattformen (GeneXpert) zur molekularbiologischen Diagnostik von u.a. SARS-CoV2 stellen bereits die 1. Barriere in den Hygienekonzepten der Bundeswehrkrankenhäuser dar. Die beschafften Geräte werden als Backup-Lösung für unvorhergesehene Ausfallzeiten oder geplante (auch größere) Wartungszeiten der Bestandsgeräte benötigt. Deshalb sind gerade hier keine Ausfallzeiten in der Diagnostik hinnehmbar, d.h. die Abteilungen benötigen ein systemgleiches Backup Gerät, das verzugslos - mit gleichen Reagenzien und gleichen Verarbeitungsalgorithmen im Laborinformationssystem - mögliche Ausfälle der Hauptgeräte kompensiert. Für die Bw Krankenhäuser werden speziell die GenExpert XVI Geräte benötigt, da die vorhandenen Verbrauchsartikel und somit die bereits bestehende logistische Versorgung genutzt werden kann und im Wartungsfall oder bei Geräteausfall ein Austausch der Geräte reibungslos funktioniert.
Die technischen Anforderungen an die Geräte sind durch die Aufgabenstellung wie folgt definiert:
- volle Prozess-Automatisation
- hohe Anwendersicherheit ohne spezialisierte Ausbildung des Personals
- minimierter Arbeitsaufwand bei Probenvorbereitung und Analysedurchführung
- Vermeidung möglicher Kontaminationen und damit Gefährdung des Personals
- Analyse mit minimal möglichen Zeiteinsatz, um einen möglichst hohen Durchsatz zu gewährleisten und die Auswertezeiten zu reduzieren
- möglichst hohe Anzahl von gleichzeitig laufenden Paralleltests, (ein Nachweis von anderen viralen Erregern bei negativem Corona-Test)
- ein reduzierter Wartungsaufwand.
- Redundanz der Analyseblocks
Die Geräte der Fa. Cepheid (GeneXpert) sind aktuell die einzigen Modelle auf dem Markt, welche alle der oben aufgelisteten Leistungsanforderungen erfüllen.
Die modellgebundene Vergabe gewährleistet zudem einen sicheren Methoden-Transfer und Durchführbarkeit von Ringversuchen, reduziert Schulungsaufwand des Personals und bringt einen immensen Vorteil bei Reduzierung von Falschtests, welche für unnötige Quarantäne-Maßnahmen und dadurch zu einem einsatzrelevanten Personalausfall führen können.