Für die Isotopen-Massenspektrometer (IRMS)- Anlage mit 2 Gaschromatographie (GC)- Strängen war beabsichtigt, eine Ersatzbeschaffung für einen Teil der bestehenden Anlage zu erwerben.
Dabei soll der Teil der Gesamtanlage ersetzt werden:
Jeweils von Thermo Fisher Scientific GmbH:
— 253 plus Isotopen-Massenspektrometer (IRMS),
— ConFlo IV Referenzgas- und Probengas Einspeisung,
— GC Isolink II Combustion-Einheit,
— Trace GC 1310 Gaschromatograph (GC) mit TriPlus RSH Probengeber,
— ISQ 7000 Quadrupole Massenspektrometer (MS).
Andere Teile der derzeitigen Anlage von 2014 der Firma Thermo Scientific sollen weiter verwendet werden und müssen in die neu zu beschaffende Anlage voll funktionsfähig integriert werden.
Die Einzelkomponenten – Isotopenmassenspektrometer (253 plus), Referenzgas- und Probengas- Einspeisung (ConFlo IV), Combustion-Einheit (GC IsoLink II), Gaschromatograph (Trace GC 1310), und Quadrupole Massenspektrometer (ISQ 7000) – sind separat nicht nutzbar für die Aufgabenstellung der stabilen Stickstoffisotopen-Messung (15N) von einzelnen Aminosäuren in marinen Proben.
Für die Neubeschaffung sind zum Erhalt und in Teilen zur Verbesserung der Messqualität folgende Kriterien zwingend erforderlich:
1. Die Beschleunigungsspannung von 10 kV ist Bedingung, da sie für ausgezeichnete Langzeitstabilität der Detekor-Signale sorgt, denn die Ionen gelangen stärker beschleunigt als bei 3 KV oder 5 KV durch den Massenseparator (Sektorfeld) und werden dadurch weniger durch Störeinflüsse abgelenkt. Hieraus ergeben sich stabilere und auch höhere Signale der zu untersuchenden Verbindungen.
2. „High-Sensitivity“-Modus für 15N-Messungen:
Die Verwendung eines 10^13 Ohm Verstärkersystems (patentrechtlich Geschützt, siehe Anhang) für höhere Signal/Rausch Empfindlichkeiten bei der Messung kleinster Signale auf der Masse 29 (sowie ein 10^11 Ohm Verstärker für die Masse 28), so dass wesentlich genauere Messungen als bisher möglich sind, insbesondere im geringen Konzentrationsbereich.
Daraus ergibt sich die Möglichkeit geringste Konzentrationen zu messen. Dies ist derzeit die größte Hürde bei Umweltproben, da zusätzliche Aufkonzentrationen ständig die Gefahr von Isotopen-Fraktionierungen beinhalten. Außerdem ergibt sich ein geringeres Probensammel- volumen mit entsprechender Zeitersparnis auf den Forschungsschiffen.
3. Die gesamte Anlage (alt + neu) soll von einem Rechner aus gesteuert werden können, d. h. beide GCs und beide Referenzgas- und Probengas-Einspeisungen (alt + neu) sollen über die gleiche IRMS-Software elektronisch angesprochen werden.
Der Start der Messung erfolgt für alle jeweils verwendeten Komponenten per Autosampler oder manuell am Startknopf des Gaschromatographen.
Die Markterkundung im November/Dezember 2020 hat ergeben, dass es neben der Firma Thermo Fisher Scientific GmbH keinen weiteren Anbieter gibt, der die gestellten Forderungen/Erfordernisse (Beschleunigungsspannung von 10 kV und 10^13 Ohm Verstärkersystem) erfüllt. Die Firmen Elementar Analysensysteme GmbH und NU Instruments Limeted konnten die Anforderungen nicht erfüllen. Andere Anbieter sind nicht gefunden worden.