138585-2021 - ErgebnisDeutschland-Schramberg: Dienstleistungen von Ingenieurbüros
OJ S 55/2021 19/03/2021
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Stadt Schramberg
Postanschrift: Hauptstr. 25
Ort: Schramberg
NUTS-Code: DE135 Rottweil
Postleitzahl: 78713
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Herr Birkel, Stadt Schramberg und kohler grohe architekten, Verfahrensbetreuer, Kontakt: Sabine Heinrichs
E-Mail: sabine.heinrichs@kohlergrohe.de
Telefon: +49 711 / 7696393-7
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.schramberg.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Neubau Kindergarten Don Bosco, Schulcampus Schramberg – VgV Fachplanung TGA gem. §§ 53, 55 HOAI ALG 1-3, optional 8 (HLS), LPH 1-9
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
71300000 Dienstleistungen von Ingenieurbüros
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Die Stadt Schramberg beabsichtigt im Rahmen einer städtebaulichen Neuordnung in der Talstadt den Neubau eines Schulcampus und einer Kindertagesstätte zu realisieren. Gegenstand des hier bekannt gemachten Vergabeverfahrens ist die Planung der neuen Kindertagesstätte mit ca. 1 000 m2 NUF.
Für die Leistungen der Fachplanung TGA gem. §§ 53, 55 HOAI ALG 1-3, optional 8 (HLS), LPH 1-9 wird ein geeignetes Ingenieurbüro gesucht. Die Beauftragung soll stufenweise erfolgen.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 1,00 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE135 Rottweil
Hauptort der Ausführung: Schramberg
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Die Stadt Schramberg beabsichtigt im Rahmen einer städtebaulichen Neuordnung in der Talstadt den Neubau eines Schulcampus und einer Kindertagesstätte zu realisieren. Auf dem ca. 25 534 m2 großen Wettbewerbsgrundstück soll eine 5-gruppige Kindertagesstätte, eine 4,5-zügige Verbundschule (Realschule, 2-zügig + Gemeinschaftsschule, 2-zügig) mit Mensa und ein 7-gruppiges Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) entwickelt werden. Die zur Zeit auf dem Grundstück bestehenden Schulgebäude und der Kindergarten befinden sich in einem schlechten baulichen Zustand und werden rückgebaut. Aufgrund der Lage des Wettbewerbsgrundstücks wird sowohl der städtebaulichen Qualität der Neustrukturierung als auch der freiräumlichen Einbindung eine besondere Bedeutung beigemessen, dabei ist die zum Teil ausgeprägte Topografie zu berücksichtigen. Für das Grundstück wurde im Zuge des Schulbaus 1967 ein Baugrundgutachten erstellt. In diesem wurde auf ggf. schwierige Gründungsverhältnisse hingewiesen.
Zur Zeit läuft das an den Architektenwettbewerb anschließende Vergabeverfahren mit den Preisträgern des Wettbewerbs. Das Projekt wird voraussichtlich von Kamm Architekten BDA, Stuttgart, realisiert.
Gegenstand des hier bekannt gemachten Vergabeverfahrens ist die Planung der neuen Kindertagesstätte mit ca. 1 000 m2 NUF. Diese soll als 5-gruppige Kindertagesstätte mit insgesamt 1 Krippengruppe (U3) und 4 Kita-Gruppen (Ü3) entwickelt werden. Der kompakte 2-geschossige, teilunterkellerte Pavillon formuliert den Endpunkt des Campus. Geplant ist eine Realisierung in Holzbauweise aus Brettstapeldecken und Dickholzwänden. Die Energiebedarfsdeckung erfolgt über ein Blockheizkraftwerk mit Wärmerückgewinnung und Stromerzeugung.
Die Neubebauung soll in Bezug auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz eine Vorbildfunktion einnehmen.
Energiebedarfsdeckung Derzeit existiert ein Nahwärmeverbund zwischen EJS (Zentrale), Peter-Meyer-Schule, Karl-Diehl-Halle und Schloss. Die derzeit installierte Leistung liegt bei ca. 1 200 kW. Im Rahmen der Neuplanung soll für den Gebäudekomplex eine neue Heizzentrale eingeplant werden, die alle Schulgebäude versorgt und zukünftig auch für die Berneckschule und das Lichtspielhaus erweitert werden kann. Auch die Sporthalle und das Schloss sollten weiterhin im Nahwärmekonzept berücksichtigt werden. Die Wärmeleitungen sind bereits sehr alt und sollten im Zuge der Gesamtmaßnahmen erneuert werden. Da die zukünftige Heizzentrale in der neuen Verbundschule lokalisiert sein wird und deren Fertigstellungszeitpunkt noch unklar ist, ist es Teil der Aufgabenstellung, eine wirtschaftliche Lösung für die Beheizung der Kita zu erarbeiten.
Akustik:
Auf sehr gute akustische Bedingungen wird besonderer Wert gelegt. Durch die Inklusion hörgeschädigter Kinder sind zudem der Schallschutz im Hochbau nach DIN 4109 und DIN 18041 „Hörsamkeit in kleinen und mittelgroßen Räumen“ zu beachten.
Raumklima:
Darüber hinaus wird besonderer Wert auf die zu erwartende Innenraumqualität gelegt. Dazu zählt insbesondere eine gute Raumluftqualität, die über eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage sichergestellt werden soll. Dabei soll auch zusätzlich die Fensterlüftung im Lüftungskonzept berücksichtigt werden.
Wasser:
Bauliche Voraussetzungen für die Regen- und Grauwassernutzung in dem Gebäude und insbesondere zur Bewässerung der Freiflächen sind zu berücksichtigen.
— Gesamtprojektkosten KG 200-700 ca. 4,8 Mio. EUR brutto,
— geplanter Baubeginn 11/2021, Fertigstellung 07/2023.
Für die Leistungen der Fachplanung TGA gem. §§ 53, 55 HOAI ALG 1-3, optional 8 (HLS), LPH 1-9 wird ein geeignetes Ingenieurbüro gesucht. Die Beauftragung soll stufenweise erfolgen.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Projektorganisation / Gewichtung: 20
Qualitätskriterium - Name: Projekteinschätzung und Vorgehensweise durch den Projektleiter / Gewichtung: 30
Qualitätskriterium - Name: Projektmanagement / Gewichtung: 30
Kostenkriterium - Name: Honorarangebot / Gewichtung: 20
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben
Die Bewerbungsfrist wird aufgrund hinreichend begründeter Dringlichkeit gemäß § 17 Abs. 2 VgV auf 24 Tage verkürzt.
Die Beauftragung der Architekten und damit der Planungsbeginn ist für Anfang September 2020 geplant, da die Kita Plätze dringend benötigt werden und die Kita zum Kita Jahr 2023/24 eröffnet werden soll.Da das Planerteam frühzeitig vollständig sein soll und bedingt durch die Einschränkungen in Folge der Corona Pandemie die Vergabeverfahren für die Fachingenieure verspätet gestartet wurden, wird die Fristverkürzung erforderlich.
Für die Abgabe des Teilnahmeantrags sollten die vorgegebenen Bewerbungsbögen verwendet und elektronisch in Textform auf der Vergabeplattform eingereicht werden. Nicht fristgerecht eingereichte Teilnahmeanträge werden im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt. Rügen sind ausschließlich an die unter Ziffer I.1) genannten Stellen zu senden.
Voraussichtliche weitere Termine:
— Verhandlungsgespräche 20.10.2020.

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2020/S 154-377162
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:
Neubau Kindergarten Don Bosco, Schulcampus Schramberg – Fachplanung TGA gem. §§ 53, 55 HOAI ALG 1-3, optional 8 (HLS), LPH 1-9
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
12/01/2021
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 2
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 2
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 2
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Ingenieurbüro Andre E. Schwarz
Ort: Furtwangen
NUTS-Code: DE136 Schwarzwald-Baar-Kreis
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 1,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Die für die Abgabe eines Teilnahmeantrags erforderlichen Unterlagen können mit und ohne Registrierung unter dem unter I.3) angegebenen Link kostenlos angesehen und heruntergeladen werden.
Teilnahmeanträge sind ausschließlich elektronisch über die unter I.3) angegebene Vergabeplattform in Textform i. S. v. § 53 Abs 1 VgV einzureichen. Es ist unzulässig, Teilnahmeanträge unmittelbar an die unter I.1 angegebene Kontaktstelle zu senden. Rückfragen müssen ebenfalls über die unter I.3) angegebene Vergabeplattform gestellt werden. Die – anonymisierten – Rückfragen und Antworten und etwaige Änderungen und Ergänzungen der Unterlagen für das Vergabeverfahren werden nur auf der Vergabeplattform unter dem unter I.3) angegebenen Link zur Verfügung gestellt. Alle Interessenten müssen sich daher regelmäßig selbst unter dem angegebenen Link informieren, ob Rückfragen und Antworten, Änderungen oder Ergänzungen zur Verfügung eingestellt wurden, die dann bei der Erstellung der Teilnahmeanträge zu beachten sind.
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden- Württemberg
Postanschrift: Durlacher Allee 100
Ort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76137
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@rpk.bwl.de
Telefon: +49 7219268730
Fax: +49 7219263985
Internet-Adresse: http://www.rp-karlsruhe.de/
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Um eine Korrektur des Vergabeverfahrens zu erreichen, kann ein Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer Baden-Württemberg gestellt werden, solange die Vergabestelle noch keinen wirksamen Zuschlag erteilt hat. Ein wirksamer Zuschlag kann erst erteilt werden, nachdem die Vergabestelle die unterlegenen Bieter über die beabsichtigte Zuschlagserteilung mit den nach 3 134 GWB erforderlichen Angaben informiert hat und 15 Kalendertage bzw. bei Versendung der Informationen per Fax oder auf elektronischem Weg 10 Kalendertage vergangen sind (§§134,135 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, wenn der Antragsteller die geltend gemachten Verstöße gegen Vergabevorschriften bereits vor Einreichend des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber der Vergabestelle nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat bzw. wenn der Antragsteller Vergabeverstöße, die bereits aufgrund der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gerügt hat. Ferner ist ein Nachprüfungsantrag unzulässig, wenn mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§160 Abs. 3 GWB)
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
15/03/2021