Beschreibung der Beschaffung
Los 1 – Mischlos:
Grundhafte Sanierung einschl. Entwässerung, Herstellung VZB/VBA, Beschilderung, BSWF, sowie Verkehrsführung für Los 1 bis 3:
— ca. 290 000 m2 Asphaltbefestigung erneuern,
— ca. 3 600 m Entwässerungsleitungen DN 150 bis DN 800 ern., mit Schächten, Straßenabläufen,
— ca. 8 600 m Sanierung Entwässerungsleitungen (Schlauchlining),
— ca. 2 2300 m Betonschutzwandfertigteile herstellen,
— ca. 20 000 m Transportable Schutzwand aufstellen,
— ca. 190 000 m Gelbmarkierung herstellen,
— 15 St. Vekehrszeichenbrücken herstellen,
— 7 St. Vekehrszeichen-Kragarmen herstellen,
— 31 St. VZ (großflächigen Wegweiser) herstellen,
— 204 St. VZ (StVO-klein)herstellen.
Um die Bauzeit zu minimieren und den Bauablauf in dem stark befahrenen und hoch belasteten Streckenabschnitt zu optimieren, kommen Beschleunigungsinstrumente zum Einsatz. (Zulassung von Nebenangeboten zur Verkürzung der Einzelfristen für Verkehrsbeschränkungen und Bonus-/Malusregelungen). Damit soll sowohl die Beeinträchtigung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs, als auch das Risiko einer Bauzeitverzögerung möglichst geringgehalten werden. Gemäß gerichtlicher Entscheidung stellt die Vergabe unter dem maßgeblichen Gesichtspunkt der optimalen Ausnutzung der Bauzeit und einer entsprechenden Bauzeitminimierung einen Ausnahmefall zur Fachlosvergabe da. Die Arbeiten welche in der vorgegeben knappen und im öffentlichen Interesse einzuhaltenden Bauzeit erfolgen soll, sind eng miteinander verzahnt und erfordern somit zwingend eine kurze und flexible Koordinierung mit sehr geringen Reaktionszeiten. Ausschließlich unter dem Aspekt der gesamtheitlichen Leitung der Baumaßnahme durch nur einen Auftragnehmer und somit dem Wegfall einer Koordinierungsebene, können die zeitlichen und organisatorischen Anforderungen der vorliegenden Baumaßnahme qualitäts- und zeitgerecht erfüllt werden.
Aus diesem Grund ist eine Zusammenfassung der Bauleistungen unterschiedlicher Gewerke im Los 1 (Grundhafte Sanierung) erforderlich.
Eine Vergabe an mehrere Auftragnehmer hatte bei den vorliegenden, platztechnisch minimierenden Vorgaben (Bauen ohne Einschränkung der Fahrstreifenanzahl, Befahrung der Autobahn im Bauabschnitt mit möglichst hohen zulässigen Geschwindigkeiten) einen starken zusätzlichen Koordinierungsaufwand zur Folge, wodurch das Risiko einer Bauzeitverlängerung stark erhöht werden würde.
In technischer Hinsicht werden erhebliche Vorteile im Zusammenspiel zwischen Straßenbau, konstr. Ingenieurbau und Verkehrsführungen erwartet. Die unterschiedlichen Arbeiten müssen räumlich und zeitlich überschneidend ausgeführt werden, so dass die Ausweisung von Zeitfenstern für zusätzliche Fachlose nicht, bzw. nur mit deutlich längerer Gesamtbauzeit und aller Wahrscheinlichkeit nach mit erheblichen technischen Schwierigkeiten bezogen auf die Ziele der Vergabestelle möglich ist.