Beschreibung der Beschaffung
Es ist bundesweit mit einem vermehrten Bedarf nach alternativen Fahrradabstellmöglichkeiten von automatischen Fahrradparksystemen über Fahrradparkhäuser bis hin zur Umnutzung vorhandener Pkw-Parkhäuser zu rechnen. Die Attraktivität und Akzeptanz von Anlagen des ruhenden Verkehrs werden stark durch ihre jeweilige Leistungsfähigkeit beeinflusst. Die damit einhergehende Bewertung der Verkehrsqualität wird im deutschen Regelwerk durch das Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS) ausgedrückt. Für die Anlagen des ruhenden Radverkehrs existiert derzeit kein HBS-Verfahren, weshalb im Zuge des Projektes diese Regelwerkslücke nun geschlossen werden soll. Für ein anwendbares HBS-Verfahren für die Anlagen des ruhenden Radverkehrs sind neben den jeweiligen Abfertigungsanlagen auch mögliche Einflüsse von Entwurfselementen (z. B. Fahrgassen) und ihrer Merkmale (z. B. Breite) sowie weiterer verkehrstechnischer Einrichtungen (z. B. Anzeigen zur Belegung und Routing) auf die Verkehrsabläufe zu berücksichtigen.
Im Rahmen des Forschungsprojektes ist die Übertragbarkeit des HBS-Verfahrens zur Bewertung der Verkehrsqualität von Anlagen des ruhenden Pkw-Verkehrs auf den Radverkehr zu prüfen. Nach Abgleich und ggf. Modifikation steht somit schlussendlich ein Verfahren zur Verfügung, das, analog zum Pkw-Verfahren, eine Einteilung von Fahrradparksystemen/-bauten in die unterschiedlichen Qualitätsstufen des Verkehrsablaufs (QSV) A bis E ermöglicht.
Als Ergebnis wird ebenso erwartet, dass im Zuge der Untersuchung eine kritische Prüfung und soweit erforderlich eine Aktualisierung oder Weiterentwicklung, sowohl im Hinblick auf die Methodik als auch die genutzten Kennziffern, des existierenden Verfahrens zur Bemessung von Anlagen des ruhenden (Pkw-)Verkehrs (Kapitel S 10) durchgeführt wird.