159585-2021 - ErgebnisDeutschland-München: Halbleiter
OJ S 63/2021 31/03/2021
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Lieferungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Fraunhofer-Gesellschaft, Einkauf und Gerätewirtschaft C2
Postanschrift: Hansastraße 27 c
Ort: München
NUTS-Code: DE212 München, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 80686
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Einkauf IT, FM, Leasing, Beraterverträge
E-Mail: einkauf@zv.fraunhofer.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: https://vergabe.fraunhofer.de/
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Forschung und Entwicklung
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Forschung und Entwicklung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
FF-Automatisierung
Referenznummer der Bekanntmachung: E_035_352818
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
31712330 Halbleiter
II.1.3.
Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4.
Kurze Beschreibung
E_035_352818 wit-KauAnj FF-Automatisierung.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
31712330 Halbleiter
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE131 Freiburg im Breisgau, Stadtkreis
NUTS-Code: DE131 Freiburg im Breisgau, Stadtkreis
Hauptort der Ausführung: ISE Solar-Info Center Emmy-Noether-Straße 2 79110 Freiburg
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
1 Stück.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:
Farbe: Anzubieten ist die Anlage im Farbton RAL 7038 (grau) Backup-System: herstellerseitiges Backup-Verfahren: Angebot eines herstellerseitigen Backup-Verfahrens: Der Hersteller kann ein Backup-Verfahren aller PC-Systeme in der Anlage anbieten, sofern bereits herstellerseitig ein solches Verfahren existiert und etabliert ist. Damit kann Pos 12 ersetzt werden. MES-Schnittstelle: eingesetzter Standard:
— Es muss eine dem SEMI-Standard „PV02“ entsprechende SECS/GEM basierte Kommunikationsschnittstelle umgesetzt werden, die synchron und überwacht ist;
— diese Schnittstelle ist dahingehend zu erweitern, dass die hier definierten spezifischen Anforderungen des Anlagenkonzepts für Anlagen mit automatisiertem Carrier Be- und Entladesystem bezüglich des virtuellen Materialtrackings erfüllt werden (vgl. Pos 49). Die Details hierzu sind mit dem Auftraggeber in einer gesonderten Spezifikation auszuarbeiten;
— der Betrieb der Anlagen ohne MES/PV02-Schnittstelle muss weiterhin möglich sein (Standalone-Fall).
MES-Schnittstelle:
erforderliche Ergänzungen: Der Anlagenlieferant ergänzt die allgemeine PV02-Spezifikation seiner Anlage um die Details seiner Maschine.
Virtuelles Wafertracking:
— die Materialverfolgung über die gesamte Fertigung erfolgt wafergenau ohne explizite Waferidentifikation;
— die Automatisierung muss dem Steuerungssystem der Anlage die Informationen zur Verfügung stellen, die benötigt werden, um nach der Prozessierung die Position der Wafer in den Beladeplätzen der Carrier errechnen zu können. Dies gilt auch für Carrier, die bei Beladung bereits Wafer enthielten.
Diese Daten werden mit Hilfe eines Carriermap-Konzepts transferiert, welches wie folgt definiert ist:
(A) Carrier werden an den Automatisierungen automatisch durch das Transpondersystem identifiziert. Dabei ist jeder Carrier auf Ober- und Unterseite mit einem Hex-Code identifiziert. Eine Hex-Code zu Klartextcode Übersetzungstabelle ist an der Anlage zu betreiben, um den Hex-Code vor der Anzeige an der Anlage in den Klartextcode zu überführen. (vergleiche Pos 45);
(B) Carrierbelegungslisten werden daraufhin mit Informationen zur Waferbelegung des Carriers an die Anlage übermittelt. Sie stellen mittels SlotID und WaferID dar, in welchem Slot des Carriers sich welcher Wafer befindet. Ebenso können bei Bedarf waferspezifische Eigenschaften von Wafern übermittelt werden, falls diese von der Automatisierung, der Anlage oder deren Peripheriegeräten benötigt werden. Die benötigten Eigenschaften sind dem Auftraggeber vom Auftragnehmer im Angebot mitzuteilen,
(C) Die Inhalte der Carrierbelegungsliste werden durch die Anlage ausgewertet und intern umgesetzt. D. h. aus den Angaben zu WaferIDs und Carrierpositionen der Carrierbelegungsliste muss die Anlage die interne Waferverfolgung realisieren, um schlussendlich nach Prozessende eine valide Carrierbelegungsliste für den/die beladenen Zielcarrier erstellen zu können. Die Anlage muss ebenfalls die übermittelten WaferIDs an interne Komponenten wie Messgeräte oder Prozesskammern weitergeben und somit die in der Anlage erfassten Daten den Wafern zuordnen.
(D) Die Anlage erzeugt eine neue Carrierbelegungsliste nach Beendigung des Prozesses und Beladung des/der Zielcarrier. Die Erzeugung einer Carrierbelegungsliste nach Beendigung des Prozesses erfolgt konzeptgleich zur Carrierbelegungsliste zu Beginn des Prozesses. Die im Zielcarrier vorhandenen Wafer werden zusätzlich nach erfolgreich prozessierten und verloren gegangenen Wafern unterschieden und gekennzeichnet (GOOD, LOSS).
Aktives Wafertracking:
— Ergänzend zu dem unter Pos 49 beschriebenen Konzept des virtuellen Wafertrackings, soll für alle Anlagen, an denen die Einzelwafer für die Prozessierung aus den Carriern entnommen werden, eine aktive Waferidentifikation als Option angeboten werden;
— die aktive Waferidentifikation erfolgt dabei über einen auf die Waferoberfläche gelaserten Data Matrix Code (DMC), der gemäß den Vorgaben im SEMI-Standard „SEMI PV29-0212“ aufgebracht wird. Abweichend vom Standard kann sich der DMC an beliebiger Position auf der Waferoberfläche befinden. Das Lesesystem muss daher flexibel über dem Wafer positionierbar sein. Die WaferID kann bis zu 20 Stellen haben;
— um den DMC auslesen zu können, muss in der Anlage an der Eingabeseite (idealerweise unmittelbar nach dem Beladesystem) eine DMC-Lesegerät integriert werden (siehe Pos 51),
— die ausgelesenen WaferIDs müssen ins maschineninterne Materialtracking integriert werden und ggf. an Peripheriegeräte weitergegeben werden;
— vor Prozessstart kann an der Anlage durch den Bediener zwischen dem virtuellen Wafertracking (Pos 49) und dem aktiven Wafertracking gewählt werden;
— kann ein Code nicht gelesen werden, stoppt die Anlage, wenn dies prozesstechnisch möglich ist und der Bediener erhält folgende Auswahlmöglichkeiten:
—— Wiederholung der Lesung o Manuelle Eingabe der WaferID,
—— Automatische Erzeugung einer WaferID durch die Anlage.
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2021/S 021-049136
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Ein Auftrag/Los wurde vergeben: nein
V.1.
Information über die Nichtvergabe
Der Auftrag/Das Los wird nicht vergeben
Sonstige Gründe (Einstellung des Verfahrens)

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer
Postanschrift: Villemombler Straße 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
VI.4.4.
Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Offizielle Bezeichnung: Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V.
Postanschrift: Hansastraße 27c
Ort: München
Postleitzahl: 80686
Land: Deutschland
E-Mail: einkauf@zv.fraunhofer.de
Internet-Adresse: https://www.fraunhofer.de
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
26/03/2021