169290-2026 - Vorankündigung – Direktvergabe
Deutschland – Markt- und Wirtschaftsforschung; Umfragen und Statistiken – Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation von Modellvorhaben nach § 65d SGB V
OJ S 49/2026 11/03/2026
Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Dienstleistungen
1. Beschaffer
1.1.
Beschaffer
Offizielle BezeichnungGKV-Spitzenverband K.d.ö.R.
E-Mailvergabestelle@gkv-spitzenverband.de
2. Verfahren
2.1.
Verfahren
TitelWissenschaftliche Begleitung und Evaluation von Modellvorhaben nach § 65d SGB V
BeschreibungDer GKV-Spitzenverband fördert seit dem 1. Januar 2017 im Rahmen von Modellvorhaben nach § 65d SGB V Leistungserbringer, die Patienten mit pädophilen Sexualstörungen behandeln. Gleichzeitig lautet der gesetzliche Auftrag, im Rahmen einer begleitenden wissenschaftlichen Evaluation geeignete Therapieformen sowie deren Organisation und Finanzierungsmöglichkeiten zu bewerten. Diese wissenschaftliche Begleitevaluation wurde im Rahmen eines EU-weiten Vergabeverfahrens der Technischen Universität Chemnitz übertragen. Aufgrund einer Gesetzesänderung zur Laufzeit der Modellvorhaben soll vorliegend der Vertrag über die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation an die verlängerte Laufzeit angepasst werden. Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) hat der Bundesgesetzgeber den § 65d in das SGB V aufgenommen. Hiernach ist durch den GKV-Spitzenverband ein Förderprogramm für Maßnahmen zur Prävention und Behandlung pädophiler Sexualstörungen aufzulegen. Nachdem die Laufzeit der Modellvorhaben ursprünglich für einen Zeitraum von fünf Jahren (01.01.2018 – 31.12.2022) festgelegt war, hat der Bundesgesetzgeber mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) über eine Änderung des § 65d SGB V festgelegt, dass die Förderdauer der Modellvorhaben ab dem 01. Januar 2023 bis zum bis zum 31. Dezember 2025 um drei Jahre verlängert wird, um Corona-bedingte Effekte auf den Erkenntnisgewinn insbesondere auch für die Begleitforschung auszugleichen. Mit dem Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP) hat der Bundesgesetzgeber über eine erneute Änderung des § 65d SGB V festgelegt, dass die Förderdauer der Modellvorhaben ab dem 01. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2027 um weitere zwei Jahre verlängert wird, um dem hohen Spezialisierungsgrad der Modellvorhaben gerecht zu werden und den bisherigen Erkenntnisgewinn durch eine umfassendere Datengrundlage zu vertiefen. Die Begleitforschung soll im Rahmen des gesetzlichen Auftrages in einer begleitenden wissenschaftlichen Evaluation geeignete Therapieformen, sowie deren Organisation und Finanzierungsmöglichkeiten bewerten. Nach Durchführung eines EU-weiten Vergabeverfahrens beauftragte der GKV-Spitzenverband hiermit die Technische Universität Chemnitz. Das Ziel der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation durch die Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie der TU Chemnitz bleibt auch im Rahmen der Verlängerung der Modellvorhaben die Erreichung möglichst hochwertiger Evidenz zur Wirksamkeit der Therapieangebote unter Berücksichtigung der Besonderheiten der pädophilen Sexualstörungen. Zur Erreichung dieses Ziels ist daher eine abbruchsfreie wissenschaftliche Begleitung und Evaluation sicherzustellen. Um eine kontinuierliche Evaluation und damit eine möglichst vollständige Datenbasis über die Gesamtlaufzeit der Modellvorhaben zu gewährleisten, soll der Vertrag mit der Technischen Universität Chemnitz verlängert werden.
Kennung des Verfahrensd6763962-19dd-4a4c-bf8b-46961fdab2a3
VerfahrensartVerhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb
2.1.1.
Zweck
Art des AuftragsDienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 79300000 Markt- und Wirtschaftsforschung; Umfragen und Statistiken
2.1.2.
Erfüllungsort
LandDeutschland
Zusätzliche InformationenBerlin
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Rechtsgrundlage
Richtlinie 2014/24/EU
vgv -
5. Los
5.1.
LosLOT-0000
TitelWissenschaftliche Begleitung und Evaluation von Modellvorhaben nach § 65d SGB V
BeschreibungDer GKV-Spitzenverband fördert seit dem 1. Januar 2017 im Rahmen von Modellvorhaben nach § 65d SGB V Leistungserbringer, die Patienten mit pädophilen Sexualstörungen behandeln. Gleichzeitig lautet der gesetzliche Auftrag, im Rahmen einer begleitenden wissenschaftlichen Evaluation geeignete Therapieformen sowie deren Organisation und Finanzierungsmöglichkeiten zu bewerten. Diese wissenschaftliche Begleitevaluation wurde im Rahmen eines EU-weiten Vergabeverfahrens der Technischen Universität Chemnitz übertragen. Aufgrund einer Gesetzesänderung zur Laufzeit der Modellvorhaben soll vorliegend der Vertrag über die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation an die verlängerte Laufzeit angepasst werden. Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) hat der Bundesgesetzgeber den § 65d in das SGB V aufgenommen. Hiernach ist durch den GKV-Spitzenverband ein Förderprogramm für Maßnahmen zur Prävention und Behandlung pädophiler Sexualstörungen aufzulegen. Nachdem die Laufzeit der Modellvorhaben ursprünglich für einen Zeitraum von fünf Jahren (01.01.2018 – 31.12.2022) festgelegt war, hat der Bundesgesetzgeber mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) über eine Änderung des § 65d SGB V festgelegt, dass die Förderdauer der Modellvorhaben ab dem 01. Januar 2023 bis zum bis zum 31. Dezember 2025 um drei Jahre verlängert wird, um Corona-bedingte Effekte auf den Erkenntnisgewinn insbesondere auch für die Begleitforschung auszugleichen. Mit dem Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP) hat der Bundesgesetzgeber über eine erneute Änderung des § 65d SGB V festgelegt, dass die Förderdauer der Modellvorhaben ab dem 01. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2027 um weitere zwei Jahre verlängert wird, um dem hohen Spezialisierungsgrad der Modellvorhaben gerecht zu werden und den bisherigen Erkenntnisgewinn durch eine umfassendere Datengrundlage zu vertiefen. Die Begleitforschung soll im Rahmen des gesetzlichen Auftrages in einer begleitenden wissenschaftlichen Evaluation geeignete Therapieformen, sowie deren Organisation und Finanzierungsmöglichkeiten bewerten. Nach Durchführung eines EU-weiten Vergabeverfahrens beauftragte der GKV-Spitzenverband hiermit die Technische Universität Chemnitz. Das Ziel der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation durch die Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie der TU Chemnitz bleibt auch im Rahmen der Verlängerung der Modellvorhaben die Erreichung möglichst hochwertiger Evidenz zur Wirksamkeit der Therapieangebote unter Berücksichtigung der Besonderheiten der pädophilen Sexualstörungen. Zur Erreichung dieses Ziels ist daher eine abbruchsfreie wissenschaftliche Begleitung und Evaluation sicherzustellen. Um eine kontinuierliche Evaluation und damit eine möglichst vollständige Datenbasis über die Gesamtlaufzeit der Modellvorhaben zu gewährleisten, soll der Vertrag mit der Technischen Universität Chemnitz verlängert werden.
Interne KennungL01
5.1.1.
Zweck
Art des AuftragsDienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 79300000 Markt- und Wirtschaftsforschung; Umfragen und Statistiken
5.1.2.
Erfüllungsort
LandDeutschland
Zusätzliche InformationenBerlin
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesenja
5.1.7.
Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen AuftragsvergabeKeine strategische Beschaffung
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
ÜberprüfungsstelleVergabekammern des Bundes beim Bundeskartellamt
6. Ergebnisse
Wert aller in dieser Bekanntmachung vergebenen Verträge520 732,00 EUR
Direktvergabe
Begründung der DirektvergabeDer Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist
Sonstige BegründungVorliegend soll die Vergabe des Auftrages ohne eine vorherige Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union im Wege eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb erfolgen, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist und der Auftrag somit nur von einem bestimmten Unternehmen durchgeführt werden kann, vgl. § 14 Abs. 4 Nr. 2b VgV. Die Weiterführung der Evaluation für den Verlängerungszeitraum um weitere zwei Jahre dient dazu, die gesetzlichen Aufgaben in ausreichendem Umfang und mit bestmöglicher Evidenz zu erreichen. Das Erreichen des Ziels der höchstmöglichen Evidenz kann nur durch die Weiterführung durch das etablierte Studienzentrum sichergestellt werden. Im bisherigen Verlauf des Projektes wurde durch das Studienzentrum eine komplexe Forschungsinfrastruktur aufgebaut. Diese umfasst die Einbeziehung und Koordination von 13 Modellstandorten. Diese Modellstandorte wurden organisatorisch und personell in die Evaluationsstruktur eingebunden und hinsichtlich der Grundlagen ihrer Datengewinnung vereinheitlicht. Alle Standorte wurden initial vom Evaluationsteam einzeln besucht, wobei die lokalen Gegebenheiten in Augenschein genommen und dokumentiert wurden, sodass im Studienzentrum umfangreiche Kenntnis über die bei der Bewertung der Angebote zu berücksichtigenden individuellen Eigenschaften der Standorte besteht. Hierauf aufbauend erfolgen regelmäßige Review-Termine. Die psychometrische Datenbasis umfasst darüber hinaus insgesamt 37 Erhebungsinstrumente, die in allen Standorten homogen eingesetzt werden. Dafür wurden für sämtliche Diagnostika die jeweiligen Verlagslizenzen ausverhandelt und vermittelt. Für deren elektronische Datenerhebung wurde eine eigens für den Projektzweck adaptierte Software an allen Standorten implementiert, über welche die Fragebogenbatterien konfiguriert und den Standorten zur Verfügung gestellt wird. Für eine sichere und geschützte Übermittlung der Daten von den dezentralen Einrichtungen an das Studienzentrum in Chemnitz wurden die technischen, rechtlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen, wobei aufgrund der besonderen Zielgruppe der Angebote umfangreiche datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen gewährleistet werden müssen. Der Transfer und Wideraufbau eines für den Untersuchungsgegenstand notwendigen sicherheitstechnisch und datenschutzrechtlich optimierten Datenmanagementsystems wäre mit erheblichem Aufwand und Zeitverlusten verbunden, die mit einem Risiko für die zu gewährleistende kontinuierliche Datenerhebung einhergehen würden. Zudem ist nur durch eine Weiterführung der Evaluation durch das bisher begleitende Studienzentrum der gesetzliche Zweck des Mehrwertes durch Ausbau der Datengrundlage für möglichst robuste Erkenntnisse über das hochspezialisierte Therapieangebot mit seinen spezifischen Anforderungen gewährleistet. Der Auftraggeber hat Alternativen zur vorgesehenen Beauftragung geprüft. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen zu den Aufwänden der Evaluation für die Harmonisierung der heterogenen Standortbedingungen, für die Etablierung der eingesetzten Evaluationsinstrumente und verlässlicher Kommunikationsstrukturen sowie für sämtliche Prozeduren der Datenerhebung, des Datenmanagements und des Datentransfers, wird eine Fortführung durch das etablierte Studienzentrum als sachgerecht gesehen. Die Etablierung eines Studienzentrums einer anderen Institution würde bisherige Investitionen aus Versichertengeldern wertlos werden lassen. Zudem stünden die Kosten und Aufwände einer erneuten Umsetzung einer gleichartigen Evaluation sowie die Einarbeitung und Betreuungsübernahme durch einen Wettbewerber in keinem Verhältnis zu den hier veranschlagten Kosten. Die Einschränkung auf den bisherigen Auftragnehmer folgt zudem den Notwendigkeiten der Gesetzesänderung, die bei der ursprünglichen Auftragsvergabe nicht absehbar waren.
8. Organisationen
8.1.
ORG-0000
Offizielle BezeichnungGKV-Spitzenverband K.d.ö.R.
Registrierungsnummer993-80122-96
StadtBerlin
Postleitzahl10117
Land, Gliederung (NUTS)Berlin (DE300)
LandDeutschland
E-Mailvergabestelle@gkv-spitzenverband.de
Telefon000
Rollen dieser Organisation
Beschaffer
8.1.
ORG-0001
Offizielle BezeichnungTechnische Universität Chemnitz Klinische Psychologie und Psychotherapie
Größe des WirtschaftsteilnehmersMittleres Unternehmen
RegistrierungsnummerUSt.-IdNr. DE140857609
StadtChemnitz
Postleitzahl09111
Land, Gliederung (NUTS)Chemnitz, Kreisfreie Stadt (DED41)
LandDeutschland
Telefon000
Rollen dieser Organisation
Bieter
Wirtschaftlicher Eigentümer
Staatsangehörigkeit des EigentümersDeutschland
8.1.
ORG-0002
Offizielle BezeichnungVergabekammern des Bundes beim Bundeskartellamt
RegistrierungsnummerVK Bund
StadtBonn
Postleitzahl53123
Land, Gliederung (NUTS)Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
LandDeutschland
E-Mailvk@bundeskartellamt.bund.de
Telefon000
Rollen dieser Organisation
Überprüfungsstelle
8.1.
ORG-0003
Offizielle BezeichnungDatenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Registrierungsnummer0204:994-DOEVD-83
StadtBonn
Postleitzahl53119
Land, Gliederung (NUTS)Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
LandDeutschland
E-Mailnoreply.esender_hub@bescha.bund.de
Telefon+49228996100
Rollen dieser Organisation
TED eSender
Informationen zur Bekanntmachung
Kennung/Fassung der Bekanntmachunga12083eb-481f-47bd-b0f0-376cd9f75991  -  01
FormulartypVorankündigung – Direktvergabe
Art der BekanntmachungFreiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Unterart der Bekanntmachung25
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung10/03/2026 14:31:25 (UTC+01:00) Mitteleuropäische Zeit, Westeuropäische Sommerzeit
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar istDeutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung169290-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe49/2026
Datum der Veröffentlichung11/03/2026