Beschreibung der Beschaffung
Diese Ausschreibung betrifft den Bauteil E des Gesamtprojekts für die Sekundarstufe II.
Ausführung der Blitzschutzarbeiten nach DIN 18384 Ausgabe September 2019. Blitzschutzklasse III Die in diesem Titel gegenständlichen Leistungen umfassen die Erdung und den äußeren Blitzschutz des Gebäudes E. Das Gebäude erhält einen Fundamenterder (Maschenweite 15x15 m) aus feuerverzinktem Stahl in der Bodenplatte und einen Ringerder (Maschenweite 10x10 m mit Tiefenerder an den Ableitungen des Gebäudes) aus nichtrostendem Stahl, welche über Anschluss- und Verbindungsleitungen aus nicht rostendem Stahl miteinander verbunden sind. Des Weiteren werden in jeder Geschossdecke Äquipotentialflächen (Maschenweite 5x5 m) gebildet. Außerdem werden an dem überdachten Eingang zum Gebäude Maßnahmen zur Potentialsteuerung (Gittermatten unter den Pflasterbelägen) umgesetzt. Über Erdungssammelleitungen ist das Gebäude E mit dem Erdpotential der anderen auf der Liegenschaft befindlichen Gebäude zu verbinden. Im Erdreich liegende Verbindungspunkte sind mit einem Korrosionsschutz zu versehen. Verbindungspunkte im Erdreich sind über Schweißverbindungen herzustellen. Über die Anschlussfahnen aus nichtrostendem Stahl beziehungsweise über Leitungsverbindungen werden die Geländer in den Treppenhäusern / an der Lauftreppe im Luftraum, über Schraub- oder Schweißverbindungen angeschlossen. Erdungsfestpunkte sind im Aufzugsschacht und in den Technikräumen zu installieren. Diese sind zum Anschluss von Potentialausgleichsschienen, die hier nicht gegenständlich sind, vorgesehen. Ableitungen werden in Stahlbetonwänden, -säulen und -stützen geführt. Trennstellen mit Trennstück und Nummernschild werden auf dem Dach errichtet. Das Dach ist mit Fangstangen auszustatten (Windzone 2). Die Fangstangen sind zum Schutz der Dachaufbauten wie RWA, Lichtband, öffenbare Oberlichter und Dachausstieg vorgesehen. Die Attikableche sind mit entsprechenden blitzstromtragfähigen Überbrückungsbauteilen untereinander und über Falzklemmen mit der auf dem Dach befindlichen Auffangsammelleitung zu verbinden. Verbindungen sind mit Parallel-, Längs-, Kreuz- und T-Verbindungen auszuführen, wenn nicht ausdrücklich Schweißverbindungen gefordert sind. Auf Grundlage der vom Auftraggeber übergebenen Ausführungspläne mit eingetragenen Komponenten der Blitzschutz- und Erdungsanlagen, hat der Auftragnehmer die Montage- und Werkstattplanung nach DIN EN 61082 (VDE 0040-1) und der Richtlinie VDI 6026 Blatt 1, vor Ausführung zur Abstimmung zu übergeben (Nebenleistung).
- Montageplanung auf Basis der abgeschlossenen Ausführungsplanung mit Angaben zur Montage (z. B. Befestigungspunkten) im geeigneten Maßstab (1:50)
- Liste der Komponenten mit Fabrikats- und Typangaben
- detaillierte Angaben zu den Komponenten mit Fabrikats- und Typangaben (Datenblätter und
Einbauanleitungen)
Die Prüfung und Dokumentation der Blitzschutz- und Erdungsanlage ist ergänzend Teil der
Revisionsunterlagen (Nebenleistung).
Weitere geforderte Teile der Revisionsunterlagen (Nebenleistungen):
- Ausführungspläne mit eingetragenen Komponenten der tatsächlich ausgeführten Blitzschutzund Erdungsanlagen
- Fotodokumentation mit eindeutig zuordnungsbaren Detailaufnahmen von Verbindungsstellen
- Anlagen- / Funktionsbeschreibungen
- Prüfbücher für den Betrieb der Anlage
- Protokolle über die Einweisung in die Anlage
- Werk- und Prüfbescheinigungen
- Errichtererklärung
Die Revisionsunterlagen, in deutscher Sprache, sind in Papierform (3-fach) sortiert und in
beschrifteten Ordnern abgeheftet und in digitaler Form (PDF und DWG) auf einem
Speichermedium (USB-Stick) zu übergeben (Nebenleistung).
Teilnahme an Baubesprechungen (Nebenleistung).