Beschreibung der Beschaffung
Die zu beräumenden Hintergründe sind Teile sogenannter Dioramen. Darunter
versteht man szenische Miniaturdarstellungen von Produktionsstätten,
historischen Begebenheiten oder historischen Ereignissen, also künstlerisch
gestaltete Wirklichkeiten in einer „Art Schaukasten mit einem plastischen
Vordergrund, der möglichst unsichtbar in einen gemalten Hintergrund übergeht.
“ Die Entstehungszeit der Dioramen ist von 1950 bis 1970.
Die, plastisch gestalteten, meist dreidimensionalen Vordergründe bestehen aus
Modell-platten und sind in die Nischen hineingesetzt, die das perspektivisch
angelegte Hintergrund-gemälde tragen. Im Grundriss beschreiben die Nischen
Bögen, gerundete Rechtecke oder Trapeze, die in der Höhe kuppelartig
zusammengeführt werden. Diese auch Kalotte genannten Konstruktionen sind
massiv aus Mauersteinen, Gips, Drahtputz (Rabitz) und Mörtel hergestellt. Ihre
Bemalung erstreckt sich häufig auch über angrenzende Gebäudewände und
kann in verschiedensten Malmaterialien wie Aquarell, Acryl oder Öl ausgeführt
sein. In der vorliegenden Ausschreibung geht es um den Ausbau eben dieser
gemalten Hintergründe. Die zugehörigen Modellplatten sind bei Beginn der
Arbeiten dieser Ausschreibung sämtlich bereits ausgebaut, ausgenommen das
Diorama „Grand Canyon“.
Es müssen fünf der acht Hintergründe geschnitten werden, um sie ausbringen zu
können. Bei drei ist die Ausbringung in einem Stück vorgesehen.
Die drei auszubauenden Gipsreliefs sind plastisch gearbeitete Darstellungen und
befinden sich in zwei verschiedenen Ausstellungen. Ein Gipsrelief ist in der
Garderobe oberhalb eines Dioramas, die anderen zwei sind im Ehrensaal
oberhalb der Türen.