190164-2022 - ErgebnisDeutschland-Hamburg: Dienstleistungen im Bereich Forschung und experimentelle Entwicklung
OJ S 71/2022 11/04/2022
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU)
Postanschrift: Holstenhofweg 85
Ort: Hamburg
NUTS-Code: DE600 Hamburg
Postleitzahl: 22043
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Dez. II 3.3 / Technischer Einkauf
E-Mail: evergabe21537@hsu-hh.de
Telefon: +49 4065412294
Fax: +49 4065413348
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: https://www.hsu-hh.de/
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Lehre und Forschung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Entwicklung neuartiger Erprobungs- und Testverfahren zur Sicherstellung der Elektromagnetischen Störfestigkeit von (teil-)autonomen Fahrzeugen
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
73100000 Dienstleistungen im Bereich Forschung und experimentelle Entwicklung
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Die Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU) hat am 11. August 2020 gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr München das neue "Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr" (kurz DTEC.Bw) gegründet.
Im Rahmen des Forschungsprojektes „Elektromagnetische Störfestigkeit autonomer Systeme“ (ESAS) will die HSU Maßnahmen und Vorgehensweisen zur Sicherstellung der Elektromagnetischen Störfestigkeit von (teil-)autonomen Fahrzeugen, insbesondere in Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb, erarbeiten. Ziel des ESASProjekts ist die Entwicklung neuartiger Erprobungs- und Testverfahren und deren Etablierung. Die HSU benötigt dabei die Unterstützung des Auftragnehmers (Kooperationspartner).
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 2 000 000,00 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
73110000 Forschungsdienste, 73120000 Experimentelle Entwicklung, 73300000 Planung und Ausführung von Forschung und Entwicklung, 73430000 Test und Bewertung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE600 Hamburg
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Im ESAS-Projekt arbeiten der Kooperationspartner und die HSU in der angewandten Forschung im Bereich
der Ingenieurwissenschaften zusammen. Der Kooperationspartner wird den Auftraggeber (HSU) bei der
Entwicklung neuartiger Erprobungs- und Testverfahren und deren Etablierung unterstützen. Explizit untersucht
der Auftragnehmer mit der HSU gemeinsam das Störpotential des Bordnetzes elektrisch angetriebener
Fahrzeuge, insbesondere seiner leistungselektronischen Komponenten, sowie das Störpotential von IEMI
(Intentional Electromagnetic Interference) auf autonome Fahrzeuge. Die Kooperationspartner wollen mögliche
Lücken und Schwächen autonomer Fahrzeuge systematisch identifizieren. Daneben wollen sie neue
Testverfahren entwickeln und bewerten.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung eines Aufrufs zum Wettbewerb im Amtsblatt der Europäischen Union (für die unten aufgeführten Fälle)
  • Der Auftrag fällt nicht in den Anwendungsbereich der Richtlinie
Erläuterung:
Die Zusammenarbeit der HSU mit der Robert Bosch GmbH (RB) unterfällt gemäß § 116 Abs. 1 Nr.
2 GWB nicht dem Anwendungsbereich des Vergaberechts. RB erbringt im Projekt Forschungs- und
Entwicklungsdienstleistungen im Sinne von § 116 Abs. 1 Nr. 2 GWB. Im ESAS-Projekt arbeitet die RB mit
der HSU in der angewandten Forschung zusammen. Die Ergebnisse des ESAS-Projektes sollen zu neuen
Testverfahren führen, die die Störanfälligkeit insbesondere sicherheitskritischer Funktionen eines Fahrzeugs
zum Gegenstand haben. Die systematische Untersuchung des Störpotentials eines Bordnetzes elektrisch
angetriebener Fahrzeuge insbesondere seiner leistungselektronischen Komponenten sowie die Untersuchung
des Störpotentials von IEMI auf autonome Fahrzeuge, soll bestehende Wissenslücken schließen. Auf Basis
der gewonnenen Erkenntnisse sollen neue Modellierungs- und Simulationsmethoden für die Einkopplung
elektromagnetischer Störungen, insbesondere an der Schnittstelle zwischen analogen Sensoren und digitaler
Weiterverarbeitung, erarbeitet werden und letztlich zu einer neuen Mess- und Erprobungsstrategie unter den geänderten Bedingungen des autonomen Fahrens, elektrischer Antriebe und unter Berücksichtigung von IEMI
führen. Die Forschungsergebnisse werden vollständig veröffentlicht und sollen im Erfolgsfall einen neuen
Standard in der Industrie setzen.
Zwar enthält § 116 Abs. 1 Nr. 2 GWB a.E. eine Rückausnahme für bestimmte Forschungsleistungen. Diese ist
jedoch nicht einschlägig. Die HSU vergütet die von RB erbrachten Leistungen nicht vollständig. Vielmehr hat die
Zusammenarbeit den Charakter einer gleichberechtigten Kooperation, im Rahmen derer sowohl die HSU als
auch die RB Beiträge in erheblichem Umfang erbringen. RB bringt wesentliche Projektbeiträge, wie das eigene
Personal sowie die Nutzung ihrer Gebäude, insbesondere die Labore der EMV Mess- und Prüfeinrichtungen
als auch der Simulationssoftware unentgeltlich in das Forschungsvorhaben ein. RB trägt zudem die Kosten
für das Verbrauchsmaterial der Demonstratoren. Die HSU erhält kein ausschließliches Nutzungsrecht an den
Projektergebnissen. Ziel des ESAS-Projekts ist es, ein neues Testverfahren zu erforschen und zu etablieren.
Andere Unternehmen sollen daher in die Lage versetzt werden, die Forschungsergebnisse zu reproduzieren.
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2021/S 212-560028
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:
Entwicklung neuartiger Erprobungs- und Testverfahren zur Sicherstellung der Elektromagnetischen Störfestigkeit von (teil-)autonomen Fahrzeugen
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
22/02/2022
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 1
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Robert Bosch GmbH
Ort: Gerlingen
NUTS-Code: DE115 Ludwigsburg
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: nein
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 2 000 000,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Bundeskartellamt - Vergabekammer des Bundes
Postanschrift: Villemombler Straße 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
E-Mail: vk@bundeskartellamt.bund.de
Telefon: +49 2289499-0
Fax: +49 2289499-163
Internet-Adresse: https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Kontaktdaten/DE/Vergabekammern.html?nn=3590536
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Die Frist zur Einreichung eines Nachprüfungsantrages bei der unter Ziffer VI.4.1) genannten Stelle, um den Abschluss des Vertrages zu verhindern, beträgt zehn Kalendertage, gerechnet ab dem Tag nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung. Auf § 135 Abs. 3 GWB wird hingewiesen.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
06/04/2022