197235-2021 - Vorankündigung – DirektvergabeDeutschland-Karlsruhe: Medizinsoftwarepaket
OJ S 77/2021 21/04/2021
Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Lieferungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH
Postanschrift: Moltkestraße 90
Ort: Karlsruhe
NUTS-Code: DE122 Karlsruhe, Stadtkreis
Postleitzahl: 76133
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Kirchberg, Leska
E-Mail: vergabe.zek@klinikum-karlsruhe.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.klinikum-karlsruhe.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Krankenhaus
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Gesundheit

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Erweiterung Klinischer Arbeitsplatz: Medikation
Referenznummer der Bekanntmachung: 2021000081
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
48180000 Medizinsoftwarepaket
II.1.3.
Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Gegenstand der Beschaffung ist eine Management-Software für die Medikation zur Erweiterung des Klinischen Arbeitsplatzes.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 1 000 000,00 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE122 Karlsruhe, Stadtkreis
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Gegenstand der Beschaffung ist die Lieferung, Installation und Wartung einer Management-Software für die Medikation zur Erweiterung des Klinischen Arbeitsplatzes.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung
Erläuterung:
Im Städtischen Klinikum Karlsruhe ist das KAS Orbis (Klinisches Arbeitsplatzsystem) der Firma Dedalus implementiert, in welches die zu beschaffende Medikationssoftware zu integrieren ist. Zum aktuellen Zeitpunkt hat Dedalus auf Basis des aktuellen Schnittstellenstandards HL7 V2 nur ein ausgewähltes Medikationssystem in alle für den Auftraggeber notwendigen Teilmodule des KAS (Leistungsanforderung, -dokumentation, EPA, ICU-Manager, MAWI) integriert und bietet keine spezifizierten Schnittstellen an, um eine vergleichbare Integration mit einem Drittsystem zu etablieren. Die angestrebte Integrationstiefe ist jedoch im Bereich der Medikation, die in alle Prozesseschritte der Behandlung (von Aufnahme bis Entlassung) und alle Fachbereiche eingreift, besonders wichtig und eine notwendige Voraussetzung für den sicheren und wirtschaftlichen Betrieb einer IT-Unterstützung im Sinne der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) sowie zur Sicherstellung des Zugriffs auf korrekte, arzneimittelbezogene Daten eines Patienten über den Gesamtprozess.
Grundlegend sieht der Auftraggeber in der Interoperabilität zwischen dem KAS und Drittsystemen folgende Risiken:
— Die Bedienkompetenz der Anwender verteilt sich auf 2 Systeme mit unterschiedlichen Bedien- und Systemphilosophien. Bedienfehler nehmen damit zu,
— Bei fehlender tiefer Integration müssen Daten doppelt eingegeben werden, wobei sich die Datenqualität durch Eingabefehler reduziert,
— Der korrekte KAS-Import und -Export von Medikationsdaten und den Ergebnissen des Medikationsprozesses ist aktuell nicht standardisiert und muss auf ein Fremdprodukt angepasst und über die Betriebszeit gepflegt werden. Die Übertragung von kritischen Nachrichten (med. Alarme) muss separat implementiert und zusätzlich überwacht werden,
— Die doppelte Datenhaltung erfordert eine synchrone und kompatible Anpassung von 2 Systemen, die eine zusätzliche Fehlerquelle aufgrund von Inkonsistenzen einführt,
— Bei der Implementierung der notwendigen abteilungsübergreifenden Workflows in 2 Systemen mit Schnittstellen ergeben sich aufgrund der beiden unabhängigen Datenbasen zusätzliche Fehler,
— Ein System ist ein Medizinprodukt der Klasse 1. Die regulativen Anforderungen aus dem MPG und MPBetreibV sind hier so anspruchsvoll, dass dies aus Sicht des AGs nicht wirtschaftlich und haftungstechnisch zu leisten ist.
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben

Abschnitt V: Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe

V.2.
Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
V.2.1.
Tag der Zuschlagsentscheidung
16/04/2021
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Offizielle Bezeichnung: Dedalus HealthCare GmbH
Ort: Bonn
NUTS-Code: DEA22 Bonn, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 53227
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer/Konzessionär wird ein KMU sein: nein
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession
Gesamtwert des Auftrags/des Loses/der Konzession: 1 000 000,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe
Postanschrift: Durlacher Allee 100
Ort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76137
Land: Deutschland
E-Mail: poststelle@rpk.bwl.de
Telefon: +49 7219268730
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
16/04/2021