198422-2023 - Vorankündigung – DirektvergabeDeutschland-Kulmbach: Softwarepaket und Informationssysteme
OJ S 66/2023 03/04/2023
Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Lieferungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Klinikum Kulmbach
Postanschrift: Albert-Schweitzer-Str. 10
Ort: Kulmbach
NUTS-Code: DE24B Kulmbach
Postleitzahl: 95326
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Klinikum Kulmbach
E-Mail: geschaeftsfuehrung@klinikum-kulmbach.de
Telefon: +49 9221980
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.klinikum-kulmbach.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Einrichtung des öffentlichen Rechts
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Gesundheit

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Anbindung der neu entstehenden Normalstationen ans Patientenmonitoring und digitalen Patientendokumentation
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
48000000 Softwarepaket und Informationssysteme
II.1.3.
Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Das Klinikum Kulmbach plant im Zuge des KHZG die neu entstehenden Normalstationen an das Patientenö-Monitoring und die digitale Dokumentation anzuschließen
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 300 000,00 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE24B Kulmbach
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Die Dienstleistungen können aus folgenden Gründen nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden:
● Nicht vorhandener Wettbewerb aus technischen Gründen
● Es sollen zusätzliche Lieferleistungen des ursprünglichen Auftragnehmers beschafft werden, die zur teilweisen Erweiterung bereits erbrachter Leistungen bestimmt sind und ein Wechsel des Unternehmens würde dazu führen, dass der öffentliche Auftraggeber eine Leistung mit unterschiedlichen technischen Merkmalen kaufen müsste und dies eine technische Unvereinbarkeit oder unverhältnismäßige technische Schwierigkeiten bei Gebrauch und Wartung mit sich bringen würde.
● Bei der Beschaffung handelt es sich um eine Erweiterung einer bestehenden Monitoring-Anlage. Die neuen Geräte müssen problemlos in die bestehende Infrastruktur (Netzwerk, Datentransfer, Alarmmeldungen-Weitergabe, Schnittstellen) eingebunden werden. Geräte anderer Hersteller können nicht entsprechend eingebunden oder entsprechend aktualisiert werden.
Erläuterung:
Das Klinikum Kulmbach verfügt derzeit bereits in Teilbereichen der Normal-Pflegestationen über einen modernen Bestand an Patienten-Monitoring einschließlich eines aktuellen Patientendatenmanagementsystem (PDMS) im Intensivbereich.
Um die Patientenversorgung auf einem hohen Niveau sicherzustellen und die Digitalisierung im Zuge der elektronischen Dokumentation umzusetzen, bedarf es der Erweiterung des bisherigen Anlagenbestandes bzw. dem Austausch veralteter Anlagekomponenten.
Darstellung und Fernsteuerung der Patientenmonitore Dräger IACS an 5 Zentralen und Übertragung der HL7-ORU Vitalwerte vom Dräger Monitoring an die zentrale Fieberkurve an das Krankenhausinformationssystem (KIS) medico.
Die Vitalmonitore IACS M540 / C500 können die Messwerte und Alarme nur an die Dräger Zentrale Infinity Central Station übermitteln und weiterverarbeiten. Eine Weiterleitung der gemessenen Daten wird nur via Dräger Gateway an die medico Fieberkurve realisiert.
Die angebotenen Geräte dürfen keine Informationsinsellösung ergeben. Eine Datenintegration mit den übrigen medizinischen Geräten des Klinikums und den administrativen und medizinischen Daten der zentralen Patientendatenbank medico (KIS-Anbindung zur Vervollständigung einer elektronischen Patientenakte EPA ist erforderlich.
Hierbei ist besonderes Augenmerk auf die Aktualität der verwendeten Software/Betriebssysteme zu legen. Als verwendetes Betriebssystem wird Windows 10 mit aktuellen Patches eingesetzt. Laut Auskunft Microsoft ist ein bis 2025 fortlaufendes Update gesichert.
Der automatisierte Datenaustausch der Patientendaten mit dem KIS, welcher ebenfalls hier abgebildet ist, setzt analog zu der zentralen Überwachung ein aktuelles Software-Gateway voraus. Hierbei steht im Sinne der IT-Sicherheit (Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit) besonders die zukunftsorientierte automatisierte Weiterleitung der gesicherten Patientendaten im Vordergrund.
Der konzeptionelle Ansatz der Beschaffung ist es, moderne und zukunftssichere, vernetzbare Medizintechnik zu beschaffen, die auch langfristig die Wettbewerbsfähigkeit sowie den Auftrag zur Ausbildung und klinischen Zusammenarbeit der Einrichtung sicherstellt. Ein weiterer konzeptioneller Ansatz ist die Konnektivität, die Kompatibilität, IT-Sicherheit, die einheitliche Bedienphilosophie und die Standardisierung mit der vorhandenen Technik. Die neuen Geräte/Anlage sollen in die bestehende Infrastruktur (Netzwerk) eingebunden werden. Das Netzwerk soll weiter betrieben werden.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben
Benötigt werden:
- DAKSmed200 Alarmserver samt entspr. Lizenzen für max. 5 Stationen.
- 30x Communicator für das Stationspersonal
-Infinity Gateway samt Schnittstellen für die Alarmweiterleitung zum Alarmmanagementsystem
- 5x Infinity Central Station (Zentrale)
- KVM-Spiegelungskomponente
- 10xM540SA-Monitoring und 10x IACS-Monitoring (auf Rollständer)
- jeweils samt Zubehör (EKG, SPO2 und NIBP)

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung eines Aufrufs zum Wettbewerb im Amtsblatt der Europäischen Union (für die unten aufgeführten Fälle)
  • Der Auftrag fällt nicht in den Anwendungsbereich der Richtlinie
Erläuterung:
Nach Prüfung der Sachlage konnte festgestellt werden, dass ausschließlich die Fa. Dräger diese Anforderungen mit ihren Geräten erfüllt. Um den Beschaffungsfall technisch sinnvoll und wirtschaftlich abwickeln zu können, kommt daher nur die Lösung der Fa. Dräger in Betracht. Nach weiterer Prüfung konnte festgestellt werden, dass ausschließlich die Fa. Dräger Medical Deutschland GmbH als zuständige und autorisierte Vertriebsgesellschaft für Deutschland des Herstellers Dräger die zu beschaffende Lösung vertreibt. Die Nachweise des Herstellers und der Vertriebsgesellschaft liegen vor.
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2.
Verwaltungsangaben

Abschnitt V: Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:
Anbindung der neu entstehenden Normalstationen ans Patientenmonitoring und digitalen Patientendokumentation
V.2.
Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
V.2.1.
Tag der Zuschlagsentscheidung
28/03/2023
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Offizielle Bezeichnung: Dräger Medical Deutschland GmbH
Postanschrift: Moslinger Allee 53/55
Ort: Lübeck
NUTS-Code: DEF03 Lübeck, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 23558
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer/Konzessionär wird ein KMU sein: nein
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession
Gesamtwert des Auftrags/des Loses/der Konzession: 300 000,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Regierung von Oberfranken
Postanschrift: Ludwigstr. 20
Ort: Bayreuth
Postleitzahl: 95444
Land: Deutschland
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
29/03/2023