Beschreibung der Beschaffung
Durch die Zunahme des weltweiten Luftverkehrs und die daraus resultierende ökologische Verantwortung stellt die Luftfahrt vor große Herausforderungen. Schließlich gehen Prognosen in den nächsten 20 Jahren von einer Verdopplung der weltweiten Flugzeugflotte aus. Für die Zukunftsfähigkeit des Luftverkehrssystems ist es daher unumgänglich, belastende Auswirkungen deutlich zu verringern, folglich spielt die Forschung an alternativen Antriebssystemen in der Luft-fahrt eine Schlüsselrolle. Daher verspricht das elektrische Fliegen große Potenziale. Elektrisches Fliegen eröffnet völlig neue Möglichkeiten den Schadstoffausstoß am Flugzeug gegebenenfalls drastisch zu senken und auch die Lärmbelastung signifikant zu reduzieren. Außerdem ermöglichen elektrische Antriebe komplett neue Flugzeugkonfigurationen, die den Treibstoffverbrauch und damit die Emissionen weiter reduzieren dürften. In der Summe haben elektrische Flugzeuge das Potenzial die Mobilität grundlegend zu verändern. Zu diesem Zweck forscht die DLR-Einrichtung Flugexperimente (DLR FX) am hybrid-elektrischen Flug- zeug, welches einen wichtigen Bau-stein im Luftverkehr der Zukunft darstellen kann.
Seit 2018 arbeiten DLR Einrichtung für Flugexperimente (FX) zusammen mit dem Industriepartner der Fa. MTU Aero Engines AG in Oberpfaffenhofen an einer Konzeptstudie zur Entwicklung und Demonstration von Technologien für einen hybrid-elektrischen Antrieb an einem Flugzeug als Erprobungsträger der CS-23-Commuter-Klasse. Als Erprobungsträger wurde das Flugzeug Dornier DO228-202k des Hersteller Dornier (derzeitiges Nachfolgeunternehmen General Atomics AeroTec Systems GmbH) aus- gewählt. Ziel des Gesamtprojektes ist den Erprobungsträger mit einem Brennstoffzellengetriebenen Antriebsstrang auszurüsten und in die Flugerprobung auf Basis eines „Permit to Fly“ zu bringen sowie die Grundvoraussetzung für die Nutzung des Trägers als Forschungsplattform zu legen.
Im Rahmen des Projektes DO228HEP soll im Erprobungsflugzeug Do228 eine Flugversuchsinstrumentierung samt Sensorik eingerüstet werden um das Basisflugzeug für die weiteren Systementwicklungs- schritte zu charakterisieren. Dieses luftafhrttechnische Zulassungsverfahren wird durch den DLR Entwicklungsbetrieb durchgeführt, da dieser die Verantwortung für den Erprobungsträger übernommen hat. Es wird ein erfahrener, qualifizierter federführender Entwicklungsingenieur benötigt welcher mit den Handbüchern und Verfahren im DLR Entwicklungsbetrieb vertraut ist. Die Funktion des federführenden Entwicklungsingenieurs ist im Entwicklungsbetriebshandbuch des DLR Entwicklungsbetriebes beschrieben und wird für jedes luftfahrttechnisches Zulassungsprojekt benötigt. DLR schließt hierfür einen Rahmenvertrag über die Gesamtlaufzeit des Projektes und im Rahmen dieses Rahmenvertrages werden die jeweilig benötigten Arbeitspakete/Dienstleistungen je einzeln in Form einer Bestellung zu den geltenden Bedingungen des Rahmenvertrages bei Bedarf abgerufen.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) schließt einen Rahmenvertrag - federführender Entwicklungsingenieur (fEI) für ein brennstoffzellenbetriebenes Luftfahrzeug der CS-23 Klasse zur qualifizierten Unterstützung in der Entwicklung des Flugzeug Gesamtsystems im Projekt DO228HEP. Im Projekt DO228HEP wird ein zweimotoriges CS-23 Commuter Flugzeug (DO228-202k) einseitig mit einem Elektromotor ausgerüstet, welcher die Energie von einer Brennstoffzelle beziehen soll.