Beschreibung der Beschaffung
Das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer ist 2004 aus dem Krankenhaus der Evangelischen Diakonissenanstalt Speyer und Stiftungskrankenhaus der Stadt Speyer hervorgegangen.
Das Krankenhaus beschäftigt über 1.500 Mitarbeiter und nahezu 300 Auszubildende und versorgt jährlich ca. 25.000 stationäre und 25.000 ambulante Patienten.
Die bestehende OP-Abteilung verfügt über derzeit 6 OP-Säle. In den vergangenen Jahren sind die OP-Zahlen am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus stetig gestiegen. Eine vom Sozialministerium bestätigte Bedarfsberechnung hat einen Bedarf von 8 OP-Sälen für stationäre Patienten ermittelt. Das Krankenhaus plant daher eine Erweiterung der Abteilung um zwei weitere OP-Säle.
Aus organisatorischen und hygienischen Gründen kann eine Erweiterung der bestehenden OP-Abteilung nur angrenzend an den bestehenden Standort erfolgen. Direkte Anbindungen der neuen Säle an die bestehende Erschließungs- und Organisationsstruktur sind für einen reibungslosen OP-Betrieb unverzichtbar. Dieser muss auch während der Bauzeit gewährleistet sein.
Zusätzlich zu der geplanten OP-Erweiterung ist derzeit vorgesehen, die bestehenden Umkleideräume zu erneuern und im angrenzenden denkmalgeschützen Altbau zu erweitern, um diese an den zusätzlichen Personalbedarf anzupassen.
Im Untergeschoss wird eine neue Lüftungszentrale aufgebaut. Darüber hinaus werden neue Räume für die Medizintechnik, sowie weitere Lager- und Technikräume benötigt.
Die geplante Erweiterung der OP-Abteilung ist dringend notwendig und wird durch die damit einhergehende Kapazitätserhöhung und die vorgesehenen Verbesserungen in baulicher und organisatorischer Sicht dazu beigetragen, dem Versorgungsauftrag des Krankenhauses gerecht zu werden und die Zukunftsfähigkeit des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses Speyer zu sichern.
Da es bereits jetzt zu langen Wartezeiten auf einen OP-Termin am Diakonissen-Stiftungs- Krankenhaus kommt, ist es notwendig die Baumaßnahe möglichst zeitnah zu verwirklichen.
Die Kosten für die zuvor beschriebene OP-Erweiterung inkl. Vorbereitungszonen und Nebenräumen sowie für die Anpassungen und Umbauten im Bestand (Umkleiden / Aufenthalt usw.) werden mit rund 6 MIO € brutto (Kostengruppe 200 bis 700) geschätzt.
Der Auftraggeber beabsichtigt, die Leistungen der Objektplanung Gebäude entsprechend HOAI § 34 ff in Verbindung mit Anlage 10 Nr. 10.1 stufenweise zu beauftragen:
Stufe 1: Leistungsphasen 2 und 3;
Stufe 2: Leistungsphasen 4 bis 7;
Stufe 3: Leistungsphasen 8 und 9.
Der Auftraggeber behält sich vor, den Auftrag ggf. zu erweitern oder Teilbereiche gesondert zu vergeben.
Die Leistungsphase 1 Grundlagenermittlung und Teile der Leistungsphase 2 wurden bereits von einem externen Büro erbracht.
Das bereits erarbeitete Raumprogramm befindet sich in Abstimmung mit dem Ministerium.
Eine Bauvoranfrage ist in Vorbereitung.