Beschreibung der Beschaffung
Ausgangssituation:
Die Grundschule Früchteburg ist eine 2-zügige Grundschule mit einer Turnhalle und einem provisorischem Mensabetrieb in dem ehemaligen Hausmeister-Häuschen. Die Schule umfasst nur 2 einzelne Baukörper und liegt im Stadtteil Früchteburg. Die Stadt Emden ist Schulträger.
Die rund 200 Schülerinnen und Schüler verteilen sich zurzeit auf 10 allgemeine Klassenräume und 2 Gruppenräume. Außerdem hat die Schule noch diverse Fachräume. Es handelt sich dabei um einen Kunst-/Werkraum, einen Musikraum/Aula/Versammlungsraum, eine Bücherei, Lehrerzimmer und Verwaltungsräume, sowie eine Turnhalle mit Duschen und Umkleiden.
Die Stadt Emden hat in Zusammenarbeit mit der Schulleitung den Raumbedarf geprüft und einen Mangel von 23 Räumen mit einer Hauptnutzfläche von rund 822 qm festgestellt, um nach modernen pädagogischen Standards zu beschulen und den Erfordernissen an einen Ganztagsbetrieb und der Inklusion gerecht zu werden. Berücksichtigt wurde dabei die steigenden Schülerzahlen für eine 3-Zügigkeit durch ein neues Wohngebiet, im nahegelegen Stadtteil Conrebbersweg.
Die Planung der Schulentwicklung wurde in einer gemeinsamen Sitzung des Schulausschusses und im Betriebsausschuss des Gebäudemanagementbetriebs am 21.8.2019 vorgestellt und beschlossen, dass verschiedene Schulen in Emden baulich erweitert werden.
Für diese Schul-Erweiterungen stehen entsprechende Haushaltsmittel in diesem und den nächsten Jahren zur Verfügung.
Nähere Angaben zum Bestand können den Vergabeunterlagen entnommen werden.
Planung:
Zielsetzung der Planung ist es den ermittelten Raumbedarf zu erfüllen.
Zur Umsetzung ist ein Planungskonzept zu erstellen, welche Räume unter wirtschaftlichen und funktionalen Gesichtspunkten in dem anzubauenden Gebäude(n) und welche im Bestand untergebracht werden oder verbleiben sollten.
Am einfachsten erscheint es in einem Anbau die Mensa, die Verwaltung mit Lehrerzimmer und vielleicht auch Fachunterrichts- und Ganztagsräume zu schaffen. Und in den freiwerdenden Räumen im Altbau wieder Unterrichtsräume etc. zu schaffen.
Wünschenswert wäre es auch einen mehrgeschossigen Anbau mit einem Aufzug baulich mit dem Altbau zu verbinden und somit die barrierefreie Erschließung des Bestandes sicherzustellen.
Die größtmögliche Barrierefreiheit im Innenbereich und den dazugehörigen Außenflächen ist die Voraussetzung für eine uneingeschränkte und selbständige Teilhabe aller Menschen am schulischen, beruflichen und öffentlichen Leben.
Grundsätzlich ist die mehrfache Nutzung von Räumen vorzusehen. In den Fachräumen können nachmittags Arbeitsgemeinschaften stattfinden und die Gruppen- oder Differenzierungsräume könnten für kleinere Angebote am Nachmittag genutzt werden oder die Schulbibliothek für Leseangebote um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Die Umsetzung der Inklusion nach DIN 18040 soll bei der Planung berücksichtigt werden. Aus Kostengründen kann der Umfang in Teilbereichen reduziert werden.
Es werden regelmäßige Planungsgespräche beim AG stattfinden mit Vertretern der Stadt Emden und teilweise auch der Grundschule. In diesen Gesprächen soll der jeweilige Planungsstand der Leistungsphasen 1 bis 5 kurz vorgestellt, besprochen und abgestimmt werden oder auch Ausführungsqualitäten festgelegt werden.
Sollte die Corona-Situation diese gemeinsamen Treffen nicht zulassen, erfolgt diese Abstimmung und Klärung per Mailaustausch oder Videokonferenzen.
Finanzrahmen und Fördermittel:
Für die Baumaßnahme wurde ein Kostenrahmen von insgesamt 4 150 000 EUR Haushaltsmittel (Planung und Bauleistungen, ohne Ausstattung) beschlossen. Im Wirtschaftsplan des Gebäudemanagementbetriebes Emden stehen in diesem Jahr bereits 350 000 EUR für die Planung und 2021 bereits weitere 3 122 000 EUR zur Verfügung. Die Stadt Emden hofft und strebt an Fördermittel für die Grundschule Früchteburg beantragen zu können. Ein konkretes Förderprogramm ist zurzeit aber nicht bekannt.
Zeitplan für die Planung und Realisierung:
Neben der Aufgabe, ein Planungskonzept für die Umsetzung des Raumbedarfs und der baulichen Erweiterung der Grundschule Früchteburg zu entwickeln, soll ein realistischer Terminplan erarbeitet werden, der sowohl den erforderlichen Zeitbedarf für die Abstimmung der Planung mit der Stadt, der Schule und den politischen Gremien enthält, als auch die Ausschreibungs- und Vergabeverfahren berücksichtigt. Zielsetzung ist aber eine möglichst schnelle bauliche Umsetzung.