Im gesamten Klinikum besteht das Patienten-Monitoring-System aus Komponenten der Fa. PHILIPS. Dies wurde bereits beim Neubau von ZIM und ZOM festgelegt.
Die Monitore, Zentralen und Server sind im Netzwerk miteinander verbunden. Hierdurch wird der Datenaustausch mit PDMS und eine kontinuierliche Patienten-Überwachung gewährleistet. Das hierfür verwendete Netzwerk ist physikalisch getrennt und als PHILIPS-Support-Network installiert und entsprechend zugelassen.
Die Datenspeicherung erfolgt auf speziellen PHILIPS-Servern, auf denen spezielle Anwendungen und Datenbanken betrieben werden. Das Einbinden von Patienten-Monitoren oder Informationszentralen anderer Hersteller zur Übernahme von
Patienten-Vitalparametern und Daten zur Verlaufsüberwachung ist technisch nicht möglich. Grund hierfür ist die Tatsache, dass die verschiedenen Hersteller über herstellerspezifische Schnittstellen und Übertragungsprotokolle verfügen.
Eine offene Schnittstelle zum Austausch von Daten zwischen verschiedenen Systemen unterschiedlicher Hersteller ist auf dem Markt nicht verfügbar.
Ferner ist aus medizinischer Sicht eine identische Handhabung bzw. Bedienphilosophie, wie auch die einheitliche Darstellung und Interpretation der Messwerte von großer Bedeutung, da hierdurch die Patientensicherheit essentiell verbessert wird.
Das gesamte vernetzte Patienten-Monitoring-System hat aktuell einen Anschaffungswert von ca. 10,96 Mio. Euro. Hinzugerechnet werden muss noch die entsprechende Netzwerkstruktur inkl. Switche, Firewalls, Konverter usw. welche sich in Summe auf über 2 Mio. Euro beläuft.
Bei der Anschaffung handelt es sich über um einen Software-Pflegevertrag für das bestehende System mit Erneuerung von Einzelkomponenten (Zentralen/ IT-Hardware).
Der Hardwaretausch fällt nur an, falls dies durch die im Vertrag vereinbarten Updates erforderlich ist.
Die Überwachungsplätze am Bett sind vom Hardwareaustausch nicht betroffen und bleiben über die Laufzeit des Vertrages kompatibel mit dem Bestandssystem.
Aus wirtschaftlicher Sicht ergibt es keinen Sinn, das komplette System auszuschreiben.
Der Software-Pflegevertrag kann, nach ausführlicher Marktrecherche, nur durch den Hersteller PHILIPS selbst geleistet werden, da es sich um herstellerspezifische Software-/Updates handelt.