235996-2022 - ErgebnisDeutschland-Bayreuth: Diffraktionsgeräte
OJ S 87/2022 04/05/2022
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Lieferungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Universität Bayreuth
Postanschrift: Universitätsstraße 30
Ort: Bayreuth
NUTS-Code: DE242 Bayreuth, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 95447
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): De Zanet, Stefan
E-Mail: vergabestelle@uni-bayreuth.de
Telefon: +49 921550
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: https://www.auftraege.bayern.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: staatliche Behörde
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Bildung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Mehrzweck-Röntgenpulverdiffraktometer
Referenznummer der Bekanntmachung: 2022ZV000007
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
38530000 Diffraktionsgeräte
II.1.3.
Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Die Universität Bayreuth benötigt ein neues Röntgenpulverdiffraktometer, das neben konventioneller Strukturanalyse die Untersuchung struktureller Änderungen bei zyklischen Be- und Entladeprozessen von Batteriematerialien in Knopfzellen, sowie in-situ Analysen dieser Batteriematerialien aber auch anderer, z.T. katalytisch aktiver Pulverproben bei der Reaktion mit Gasen ermöglicht.
Dazu muss das Gerät über Aufbauten verfügen, mit denen Knopfzellenbatterien in Transmission während der Ladung und Entladung untersucht werden können und auch Reaktionen kleinster Mengen von Pulverproben in Kapillargeometrie bei Temperaturen von bis zu 1500°C unter Schutzgasatmosphäre und unter Einfluss reaktiver Gase mit geringsten Gasströmen untersucht werden können.
Die Anlage soll darüber hinaus in der Lage sein, sowohl hochaufgelöste Daten mit hoher Geschwindigkeit aufzunehmen als auch ein hohes Probenaufkommen zu bewältigen.
Ferner muss das Diffraktometer zur Vermeidung zusätzlicher Beugungsreflexe an beiden Messplätzen mit je einem Monochromator für reine K(alpha)1-Strahlung ausgestattet sein.
Aus Gründen der Kosteneffizienz muss das System als Doppelaufbau mit zwei Messplätzen an einer Röntgenquelle konfiguriert sein, und wegen der zu erwartenden Absorption der Proben in ihrer nicht-ambienten Umgebung ist eine Röntgenquelle mit Molybdän-Strahlung erforderlich. Aus Messzeitgründen muss das System über zwei hochauflösende Detektoren, die einen großen Winkelbereich der von den Kapillarproben gebeugten Strahlung abdecken und über einen automatischen Probenwechsler für Kapillaren für einen der Messplätze verfügen. Das schnelle Umbauen von verschiedenen Probenbühnen muss gewährleistet sein.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 378 071,50 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
38432000 Analysegeräte
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE242 Bayreuth, Kreisfreie Stadt
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Die Universität Bayreuth benötigt ein neues Röntgenpulverdiffraktometer, das neben konventioneller Strukturanalyse die Untersuchung struktureller Änderungen bei zyklischen Be- und Entladeprozessen von Batteriematerialien in Knopfzellen, sowie in-situ Analysen dieser Batteriematerialien aber auch anderer, z.T. katalytisch aktiver Pulverproben bei der Reaktion mit Gasen ermöglicht.
Dazu muss das Gerät über Aufbauten verfügen, mit denen Knopfzellenbatterien in Transmission während der Ladung und Entladung untersucht werden können und auch Reaktionen kleinster Mengen von Pulverproben in Kapillargeometrie bei Temperaturen von bis zu 1500°C unter Schutzgasatmosphäre und unter Einfluss reaktiver Gase mit geringsten Gasströmen untersucht werden können.
Die Anlage soll darüber hinaus in der Lage sein, sowohl hochaufgelöste Daten mit hoher Geschwindigkeit aufzunehmen als auch ein hohes Probenaufkommen zu bewältigen.
Ferner muss das Diffraktometer zur Vermeidung zusätzlicher Beugungsreflexe an beiden Messplätzen mit je einem Monochromator für reine K(alpha)1-Strahlung ausgestattet sein.
Aus Gründen der Kosteneffizienz muss das System als Doppelaufbau mit zwei Messplätzen an einer Röntgenquelle konfiguriert sein, und wegen der zu erwartenden Absorption der Proben in ihrer nicht-ambienten Umgebung ist eine Röntgenquelle mit Molybdän-Strahlung erforderlich. Aus Messzeitgründen muss das System über zwei hochauflösende Detektoren, die einen großen Winkelbereich der von den Kapillarproben gebeugten Strahlung abdecken und über einen automatischen Probenwechsler für Kapillaren für einen der Messplätze verfügen. Das schnelle Umbauen von verschiedenen Probenbühnen muss gewährleistet sein.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: ja
Projektnummer oder -referenz: 101039399 - 4SBATT
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung eines Aufrufs zum Wettbewerb im Amtsblatt der Europäischen Union (für die unten aufgeführten Fälle)
  • Die Bauleistungen/Lieferungen/Dienstleistungen können aus folgenden Gründen nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden:
    • aufgrund des Schutzes von ausschließlichen Rechten einschließlich Rechten des geistigen Eigentums
Erläuterung:
Es erfolgte ein Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb. Der Auftrag kann nur von einem bestimmten Unternehmen erbracht werden, wegen des Schutzes von ausschließlichen Rechten, insbesondere von gewerblichen Schutzrechten.
Das Angebot des beabsichtigten Auftragnehmers bietet einen Aufsatz zur Messung der Beugung von Batteriezellen (Knopfzellen) in Transmissionsgeometrie an, während die Knopfzelle geschaukelt wird. Dieser Artikel ist ein Unikat des Auftragnehmers und patentrechtlich geschützt.
Dieser Aufbau wird zwingend aus folgenden Gründen benötigt:
- Die Verwendung von Knopfzellen im Labor und in der elektrochemischen Forschung gehören im Allgemeinen zu den Standardaufbauten. Knopfzellen bieten dabei mehrere Vorteile: Sie optimieren die elektrochemische Leistung, sind einfach zu montieren und sind billige Verbrauchsmaterialien. Sie erfordern nicht die Handhabung von Batteriezellen, wie sie für Diffraktometer typisch sind, die zwar wiederverwendet werden können, aber auf Grund der Einwirkung von Elektrolyten und stark oxidativen/reduktiven Umgebungen im Laufe der Zeit unweigerlich abbauen. Diese Zellen sind wesentlich teuer (mehrere Tausend Euro im Vergleich zu wenigen Euro für eine Knopfzelle). Zudem muss bei Knopfzellen nicht mit Berylliumfenstern gearbeitet werden, die ein Gesundheitsrisiko darstellen.
- Die Knopfzellen werden in Transmissionsgeometrie gemessen. Bei vielen anderen Materialien, die für die Batterieforschung von Interesse sind, handelt es sich um geschichtete Verbindungen, die bei der Messung im Reflexionsmodus (Bragg-Brentano) eine starke Vorzugsorientierung aufweisen können. Die Messung in Transmission ermöglicht es, die Vorzugsorientierung zu reduzieren und zuverlässige Intensitäten zu erhalten.
- Der Küvettenhalter kann während der Messungen wackeln, um die Mittelwertbildung des Pulvers und die
Signalqualität zu verbessern, was strukturelle Verfeinerungen von hoher Qualität ermöglicht.
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:
Mehrzweck-Röntgenpulverdiffraktometer
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
21/04/2022
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 1
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 1
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 1
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: STOE & Cie GmbH
Postanschrift: Hilpertstraße 10
Ort: Darmstadt
NUTS-Code: DE711 Darmstadt, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 64295
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Ursprünglich veranschlagter Gesamtwert des Auftrags/des Loses: 378 071,50 EUR
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 378 071,50 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Regierung von Mittelfranken - Vergabekammer Nordbayern
Postanschrift: Promenade 27
Ort: Ansbach
Postleitzahl: 91522
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer.nordbayern@reg-mfr.bayern.de
Telefon: +49 981531277
Fax: +49 981531837
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Form und Frist zur Einlegung von Rechtsbehelfen ergeben sich aus §§134, 135, 160 GWB.
§ 160 GWB Einleitung, Antrag:
(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit:
1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
29/04/2022