236795-2023 - ErgebnisDeutschland-Berlin: Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
OJ S 79/2023 21/04/2023
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Deutsche Energie-Agentur GmbH
Postanschrift: Chausseestraße 128a
Ort: Berlin
NUTS-Code: DE3 Berlin
Postleitzahl: 10115
Land: Deutschland
E-Mail: antonia.wegener@dena.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.dena.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Energieagentur
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Energieagentur

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Vergabe eines Vertrags für die Entwicklung und Evaluierung einer Anwendung zur Bereitstellung von netzdienlicher Flexibilität unter Einbezug des Smart Meter Gateways
Referenznummer der Bekanntmachung: FVCYFX
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
73000000 Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Durch das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) ist ein verbindlicher Rechtsrahmen für die schrittweise Modernisierung des Energiesystems
gesetzt worden. Darin festgelegt ist der Einsatz des Smart-Meter-Gateways (SMGW) als sichere und standardisierte Kommunikationseinheit für den Datenaustausch. Das GDEW zielt auf eine breite und sektorenübergreifende Anwendung des SMGW ab. Der Einsatz des SMGW soll sich über die Bereiche Smart Metering, Smart Grid, Smart Mobility, Smart Home und Smart Services erstrecken. Die Bereiche Smart Grid und Smart Mobility rücken durch
eine zunehmende Elektrifizierung der Verbrauchsseite immer mehr in den Fokus. Eine gesteigerte Nachfrage nach Elektroautos und Wärmepumpen kombiniert mit einer stärkeren Dezentralisierung der Erzeugung und Speicherung durch PV-Anlagen und Heimspeicher stellt das Energiesystem vor neue Herausforderungen. Zugleich entsteht ein Flexibilitätspotential, welches sowohl auf Verbraucher- als auch auf Markt- und Netzseite vorteilhaft genutzt werden kann. Flexibilität wird sich zu einem wichtigen Parameter des zukünftigen Energiesystems entwickeln. Das SMGW kann als Schlüsseltechnologie in einemdigitalisierten Energiesystem fungieren, da unter Verwendung der Tarifanwendungsfälle(TAF) grundsätzlich die Möglichkeit besteht auf wechselnde Netz- und Marktsituationen zu reagieren. Zudem können Verbraucher über Anreize zu einem bestimmten Verbrauchsverhalten motiviert werden. Grundlage für Anwendungen die einen netz- oder markdienliche Anwendungsfall abbilden ist die Übertragung der Messdaten vom SMGW an externe Marktteilnehmer (EMT) und in der Regel auch die Steuerung von flexiblen Verbrauchseinheiten über den CLS-Kanal. Die übergeordnete Zielsetzung dieses Pilotierungsvorhabens ist das Aufzeigen von Mehrwerten, die über den Einsatz und die Etablierung einer SMGW-Infrastruktur geschaffen werden können. Dabei sollen SMGW als zentrale Kommunikationseinheiten eines digitalisierten Energiesystems dafür sorgen, das ein sicherer und standardisierter Datenaustausch stattfindet und auch Steuersignale über die SMGW-Infrastruktur empfangen und verarbeitet werden können. Die Pilotierung soll demonstrieren, wie Flexibilität in Form von kleinteiligen steuerbaren Lasten (z.B. E- mobile/Ladeinfrastruktur, stationäre Batterien, Wärmepumpen etc.) unter Einbezug der SMGW-Infrastruktur genutzt werden kann, um netzdienliche Leistungen zu erbringen, die zugleich einen Endkundenmehrwert bieten. Die netzdienlichen Leistungen können Anwendungsfälle für Verteilnetzbetreiber (z.B. Eingriffe im Rahmen des Netzengpassmanagements) oder Übertragungsnetzbetreiber (z.B. Abruf von Regelleistung) darstellen. Des Weiteren kann auch der Anwendungsfall flexible Tarife abgebildet werden, wenn zugleich die Netzperspektive berücksichtigt wird. Allgemein soll die Pilotierung dazu beitragen die Akzeptanz des Einsatzes von SMGW bei Endverbraucher zu erhöhen, indem energiewirtschaftliche Anwendungsfälle umgesetzt werden, die Mehrwerte auf der Verbraucherseite generieren können.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 1,00 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE3 Berlin
Hauptort der Ausführung: Berlin, DE
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Im ersten Schritt soll die genaue Umsetzung des netzdienlichen Anwendungsfalls ausgearbeitet werden und die dafür benötigten Tarifanwendungsfälle (TAF) konkretisiert und auf technische Machbarkeit geprüft werden. Zudem soll der Prozess der Datenübermittlung an externe Marktteilnehmer (EMT)auf Basis entsprechender TAF sowie die Möglichkeit der Steuerung unter Einbezug des SMGW entwickelt und umgesetzt werden. Hierbei sollen auch die Zertifizierungsprozesse der EMT betrachtet werden. Im zweiten Schritt soll ein Konzept des Feldtestes erstellt werdenund die Gesamtsystemarchitektur definiert und entwickelt werden. Es wird eine Test- und Entwicklungsumgebung entwickelt, in der die Voraussetzungen für die Umsetzung des netzdienlichen Anwendungsfalls geschaffen werden und die Kommunikation über SMGW und die Steuerung einer flexiblen Last über den CLS-Kanal ermöglicht wird. Eine zentrale Anforderung der Pilotierung ist ein praxisnahes Konzept zu entwerfen, welches im Rahmen des Projektes im Feldtest erprobt wird und den Anspruch hat in ein reales Produkt zumünden. Im dritten Schritt sollen regulatorische und energiewirtschaftliche Anforderungenund Fragestellungen geklärt werden, die im Rahmen der realen Umsetzung eines netzdienlichen Anwendungsfalls entstehen. Nach Klärung der offenen Themen wird der Umsetzungsprozess in die Wege geleitet und idealerweise vor Beginn des Feldtests abgeschlossen. Im letzten Schritt wird der netzdienliche Anwendungsfall im Rahmen eines Feldtestes unter Einbezug von Testkundinnen und Testkunden über einen Zeitraum erprobt. Die daraus entstehenden Daten werden im Nachgang analysiert und im Anschluss in einem Bericht festgehalten.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Aufgabenverständnis und Qualität des Umsetzungskonzeptes / Gewichtung: 35
Qualitätskriterium - Name: Konkretisierungsgrad der Leistungspakete / Gewichtung: 25
Qualitätskriterium - Name: Konsistenz, Nachvollziehbakeit und Detaillierungsgrad der Zeit-, Ablauf- und Ressourcenplanung / Gewichtung: 20
Preis - Gewichtung: 20
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Offenes Verfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2022/S 246-712979
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:
Vergabe eines Vertrags für die Entwicklung und Evaluierung einer Anwendung zur Bereitstellung von netzdienlicher Flexibilität unter Einbezug des Smart Meter Gateways
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
13/04/2023
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 11
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: InnoCharge GmbH
Ort: Karlsruhe
NUTS-Code: DE12 Karlsruhe
Land: Deutschland
E-Mail: manuel.loesch@innocharge.de
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 1,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammern des Bundes beim Bundeskartellamt
Postanschrift: Villemombler Str. 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
E-Mail: info@bundeskartellamt.bund.de
Telefon: +49 22894990
Fax: +49 2289499163
Internet-Adresse: https://www.bundeskartellamt.de
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Verstöße gegen Vergabevorschriften sind gegenüber dem Auftraggeber binnen 10 Tagen nach Kenntnis zu rügen. Verstöße, die aufgrund der Bekanntmachung oder der Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zu der in der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen genannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden. Teilt der Auftraggeber mit, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung ein Antrag auf Nachprüfung bei der Vergabekammer gestellt werden (§ 160 GWB).
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
17/04/2023