Beschreibung der Beschaffung
— Auftraggeber
Das Landshuter Kommunalunternehmen für Medizinische Versorgung (LAKUMED Kliniken) ist der größte medizinische Dienstleister in der Region Landshut und betreibt neben anderen Klinikstandorten das Krankenhaus Landshut-Achdorf.
— Ausgangssituation
Die Personen- und Bettenaufzüge des Herstellers Burger GmbH wurden im Krankenhaus Landshut-Achdorf 1976 in Betrieb genommen. Eine Modernisierung durch die Aufzugswerke Schmitt + Sohn GmbH & Co. KG erfolgte 2008/2009. Inspektionen und Wartungen werden durch Schmitt + Sohn turnusgemäß durchgeführt. Die Personenaufzüge haben eine Fahrleistung von ca. 350.000 Fahrten/Jahr, die Bettenaufzüge von ca. ca. 300.000 Fahrten/Jahr. Aus dem hohen Auslastungsgrad resultieren ein zunehmender Wartungsaufwand, Materialverschleiß insbesondere bei der Türtechnik und spürbare Ausfallzeiten. Eine Gefährdungsbeurteilung nach Abschnitt 2 der BetrSichV wurde 2019 durch den TÜV SÜD erstellt. Diese kommt zum Ergebnis, dass der größte Anteil der Gefährdungen im Bereich „mittel“ liegt (bis zu fünf Jahre bis zur Behebung der Abweichung).
– Aufgabenstellung
Die LAKUMED Kliniken ließen im August 2021 zur Beurteilung der Fördertechnik eine Bestandsanalyse und Entscheidungsvorlage erstellen, die nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe zur Verfügung gestellt wird. Auf dieser Grundlage wurde die Entscheidung für die Erneuerung der Aufzugsanlagen (Variante 2) getroffen. Dies betrifft den zentralen Aufzugskern aus der Erstinstallation 1975, mit dem sowohl das Versorgungsgeschoss als auch die Pflegetürme erschlossen werden.
Aufbauend auf der vorliegenden Grundlagenermittlung soll im nächsten Schritt eine genauere Planung zu einem Förderantrag in Form eines Kontingentantrags an die Regierung von Niederbayern führen. Daraufhin ist die Sanierung der Aufzugsanlagen zügig weiter zu beplanen und anschließend auszuführen.
Der Austausch der insgesamt vier Aufzüge muss im laufenden Klinikbetrieb geschehen.
Im Rahmen der Aufzugerneuerung sind auch die damit einhergehenden Hochbauleistungen (bspw. Demontage und Aufzugsportale) sowie eventuell versorgungstechnische Leistungen zu erbringen. Beim Rückbau der bestehenden Anlage ist aller Voraussicht nach mit asbestbelasteten Materialien zu rechnen, mit denen fachgerecht umzugehen ist.
— Kosten
Die bislang ermittelten Kosten für die Erneuerung der Aufzugsanlagen (Variante 2) werden für die Kgr. 440, 450 und 460 unter Berücksichtigung der Kgr. 300 grob auf 1,22 Mio. EUR brutto geschätzt (Stand: August 2021).
— Terminziele
LPH 0 + 1 (Zielplanung): ist bereits erfolgt
LPH 2 + 3 (Förderantrag Kontingentmaßnahme): bis Ende Juni 2023
LPH 4: ab Juni 2023
LPH 5-7: ab August 2023
LPH 8+9: ab November 2023
Probebetrieb + Fertigstellung: 4. Quartal 2024
— angestrebte Auftragsvergabe
Es ist beabsichtigt, mit dieser Ausschreibung folgende Leistungen stufenweise zu beauftragen:
Technische Ausrüstung / Anlagengruppen 4 (= Starkstromanlagen), 5 (= Fernmelde- und informationstechnische Anlagen), 6 (= Förderanlagen) und 8 (= Gebäudeautomation), Lph. 2–9 gemäß §§ 53 ff. HOAI
sowie
Leistungen der Objektplanung Gebäude und Innenräume, Lph. 2–9 gemäß §§ 33 ff. HOAI
Die Leistungen werden stufenweise beauftragt. Zunächst wird in Beauftragungsstufe 1 die Leistungsphase 2 (Vorplanung bis zur Abgabe eines Kontingentantrags bei der zuständigen Förderbehörde) gemäß § 55 HOAI bzw. § 34 HOAI beauftragt. Die Beauftragung weiterer Leistungsphasen ist optional möglich (vgl. Ziffer II.2.11). Ein Rechtsanspruch auf Beauftragung weiterer Leistungsphasen bzw. Beauftragungsstufen besteht nicht.