Beschreibung der Beschaffung
Im Labor für Fahrzeugantriebe der Fakultät für Maschinenbau werden auf neuen, modernen Prüfständen für Fahrzeuge, Motoren und Brennstoffzellen und während des realen Fahrbetriebs auf der Teststrecke neue Antriebskonzepte zur Nutzung alternativer Kraftstoffe (Methanol, Ethanol, Wasserstoff) erforscht und den Studierenden in der Lehre nahegebracht. Dabei ist die hochgenaue und reproduzierbare Messung der CO2- und Schadstoffemissionen in äußerst geringen Konzentrationen für post-Euro-6-Anwendungen ein Schlüssel für innovative Konzepte. Neben den heute gesetzlich limitierten Schadstoffen wie HC, CO, NO, NO2, Partikelmasse- und anzahl müssen für die Zukunft auch N2O, NH3, H2, CH2O, Alkohol- und Etherverbindungen sowie Partikel aus Bremsen- und Reifenabrieb nahe der Nachweisgrenze erfasst werden. Für die dafür notwendigen hochempfindlichen Messgeräte wird eine Versorgung mit Betriebs- und Reinstgasen sowie Druckluft benötigt. Diese muss in der Lage sein, die vorhandenen Horiba-Messgeräte und neu anzuschaffenden Abgasmessgeräte mit 25 Reinstgasen (Genauigkeitsanforderungen +/- 1 ppm), 4 Betriebsgasen sowie Druckluft zu versorgen und dabei eine hochgenaue Regelung über die vorhandenen KS Motoren- und Rollenprüfstände zu ermöglichen. Zudem muss die Anlage einerseits mobil (Einsatz in verschiedenen Prüfständen) sein, andererseits in den Sicherheitskreis der Motoren- und Rollenprüfstände eingebunden werden.
Da das Ziel der Forschung innerhalb der DTEC-Projekte MORE und ELAPSED auch die Entwicklung einer vernetzten Forschungsinfrastruktur (Vernetzung der Prüfstände und deren Regelung über verschiedene Standorte auf dem Campus der UniBw M) ist, wird eine Offenlegung der Architektur, der Software sowie der Algorithmen der Gasversorgung insbesondere im sicherheitskritischen Bereich benötigt.
Hieraus ergeben sich die folgenden besonderen technischen Anforderungen, die nebeneinander vorliegen müssen, um die Anforderungen der UniBw M zu erfüllen:
1. Mobile Reinstgasanlage zur Einbindung in verschiedene Prüfstände;
2. Versorgung von Messgeräten mit 25 Reinstgasen mit einer Genauigkeit von +/- 1 ppm, zusätzlich Versorgung mit 4 Betriebsgasen und Druckluft;
3. Einbindung der Regelung in die Sicherheitsarchitektur des Gebäudes und der Prüfstände;
4. Einbindung der Regelung in vernetzte, dezentrale Prüfstandarchitektur mit Echtzeitkommunikation;
5. Offenlegung der Architektur, der Software sowie der Algorithmen.