Beschreibung der Beschaffung
Die Stadt Weinstadt beabsichtigt die Weiterentwicklung der bestehenden Silcherschule mit den notwendigen Schulraumflächen nach aktueller Schulbauförderrichtlinie. Für die Unterbringung der notwendigen Schulraumflächen steht das bestehende Schulgebäude der Silcherschule zur Verfügung. Da die erforderlichen Schulraumflächen nicht vollständig im Gebäudebestand untergebracht werden können, wird eine bauliche Erweiterung der Grundschule auf dem ca. 7 823 m2 großen Grundstück notwendig. Der Gebäudebestand besteht aus dem Grundschulgebäude der Silcherschule, Baujahr 1977, welche in mehreren Abschnitten saniert und erweitert wurde, zuletzt im Jahr 2012/2013. Zudem befinden sich auf dem Grundstück eine Turnhalle aus den 1980er Jahren und ein Kindergarten aus den 1990er Jahren, die beide erhalten bleiben. Das Containergebäude sowie ein Pavillon sollen rückgebaut werden. In einem Wettbewerbsverfahren wurde die Neustrukturierung der Schulraumflächen im Zusammenhang mit der Erweiterung des Gebäudebestandes und unter Berücksichtigung der pädagogischen und organisatorischen Anforderungen untersucht. Zur Zeit läuft das an den Wettbewerb anschließende Vergabeverfahren mit den Preisträgern des Wettbewerbs (Architekten und Landschaftsarchitekten).
Die Bautätigkeiten sind in mehreren Bauabschnitten unter Volllastbetrieb der bestehenden Schule auszuführen (ca. 320 Schüler derzeit, davon 165 Schüler bis 15.00 Uhr). Evtl. sind zeitweise Auslagerungen und Containerstellungen erforderlich.
In Bezug auf die technischen Einrichtungen wird auf die Energierichtlinien verwiesen. Eine mechanische Lüftung wird von der Ausloberin nicht präferiert, außer der/die Planer können ein stichhaltiges, wirtschaftliches Konzept nachweisen/vorlegen. Es gilt der Grundsatz Low Tech vor High Tech in Bezug auf die Bedienbarkeit und der Unterhaltungskosten. Die Anlagentechnik ist so einfach wie möglich zu halten. Die Ausloberin kann sich ein durchdachtes Lüftungskonzept basierend auf einer natürlichen Belüftung vorstellen (z. B. CO2- gesteuert in Kombination mit Oberlichtsteuerung, Nachtkühlung, Bauteilaktivierung). In dieser Gesamtkonzeption sollten auch die möglichen Speichermassen der Bauteile zur Verbesserung des Raumklimas mit angedacht werden und dementsprechend auch beim geplanten Ausbau eine Aktivierung möglich sein (kein Abschotten). Besonderer Augenmerk gilt dem sommerlichen Wärmeschutz.
Die Stadtwerke Weinstadt haben in 2019 ein BHKW im Untergeschoss der Schule installiert. Dieses dient der Unterstützung und dem weiteren Ausbau des geplanten städtischen Fernwärmenetzes. Zudem wurde in diesem Bereich bereits eine Übergabestation zur schulischen Heizungsanlage montiert, welche größere Leistungsausfälle kompensieren kann. Im Zuge der Erweiterung der Silcherschule ist eine Umstellung auf das Fernwärmenetz geplant. Für einen evtl. geplanten Erweiterungsbau sind ausreichend Technikraumflächen für die zusätzliche Anbindung an das Fernwärmenetz sowie einer Übergabestation vorzusehen. Für den Fernwärmeanschluss kann ein Primärenergiefaktor von f = 0,57 angesetzt werden. Mindestanforderungen an eine möglichst CO2-neutrale Energieversorgung stellt das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) dar.
Die Gesamtkonzeption sollte einen nachhaltigen Umgang mit den verwendeten Energien und Ressourcen aufzeigen (Energiebedarf, Wassernutzung, Flächenversiegelung, Baustoffverwendung).
Es kann von folgenden Nutzflächen (Erweiterung und Umbau) ausgegangen werden:
Ca. 3 170 m2 HNF, davon ca. 260 m2 Speiseraum und 180 m2 Gymnastikraum.
Angenommene Kosten:
— Umbau Gebäudebestand KG 300 + 400 brutto geschätzt 2 730 000 EUR,
— Erweiterung KG 300+400 brutto geschätzt 2 550 000 EUR.
Geplanter Baubeginn 4. Quartal 2021.
Für die Leistungen der Fachplanung TGA gem. §§ 53, 55 HOAI ALG 1-3,optional 8 (HLS), LPH 1-9 wird ein geeignetes Ingenieurbüro gesucht. Die Beauftragung soll stufenweise erfolgen.
Termine:
Die Verhandlungsgespräche finden voraussichtlich am 22.4.2020 statt.