25641-2021 - ErgebnisDeutschland-Oranienburg: Planungsleistungen im Bauwesen
OJ S 12/2021 19/01/2021
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Stadt Oranienburg
Postanschrift: Schloßplatz 1
Ort: Oranienburg
NUTS-Code: DE40A Oberhavel
Postleitzahl: 16515
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Zentrale Vergabestelle, Haus 1
E-Mail: thiele@oranienburg.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.oranienburg.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Generalplanerleistungen für die Wiederherstellung der Schleuse Friedenthal
Referenznummer der Bekanntmachung: VGV-0182/2020-66
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
71320000 Planungsleistungen im Bauwesen
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Die Beschaffungsmaßnahme umfasst Planungsleistungen ab der Leistungsphase 5 für den Neubau der Schleuse Friedenthal und die Wiederschiffbarmachung der Oranienburger Havel. Die ausgeschriebene Generalplanerleistung beinhaltet erforderliche Planungsleistungen der Leistungsbilder der HOAI 2013, insbesondere § 43 Ingenieurbauwerke, § 51 Fachplanung Tragwerksplanung und § 55 Fachplanung Technische Ausrüstung, ferner § 34 Gebäude, § 39 Freianlagen und § 47 Verkehrsanlagen. Ausgeschrieben werden Planungsleistungen für die Leistungsphasen (LP) 5 bis 9 bzw. 5 bis 6 sowie Besondere Leistungen (siehe Abschnitt II.2.4). Es ist eine stufenweise Beauftragung gem. Abschnitt II.2.11) vorgesehen.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 632 730,68 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
71322000 Technische Planungsleistungen im Tief- und Hochbau, 71327000 Dienstleistungen in der Tragwerksplanung, 71334000 Dienstleistungen im Bereich Maschinenbau und Elektrotechnik, 71322500 Technische Planungsleistungen für Verkehrsanlagen, 71221000 Dienstleistungen von Architekturbüros bei Gebäuden, 71222000 Dienstleistungen von Architekturbüros bei Freianlagen
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE40A Oberhavel
Hauptort der Ausführung: Friedenthaler Schleuse, 16515 Oranienburg, Am Ende des Kanals Oranienburger Havel bei km 3,8 befindet sich die Bauruine der ursprünglichen Schleuse Friedenthal.
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Generalplanung für den Neubau der Schleuse Friedenthal
A) Angaben zur Baumaßnahme
Die Stadt Oranienburg plant die Wiederherstellung (Neubau) der Schleuse Friedenthal. Im Zuge eines Planfeststellungsverfahrens wurde eine Entwurfsplanung zur Wiederherstellung der Schleuse Friedenthal erstellt. Die Planung bis LP 4 HOAI endete mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 5.12.2019.
Am Ende des Kanals Oranienburger Havel bei km 3,8 befindet sich die Bauruine der ursprünglichen, 1879 errichteten Schleuse Friedenthal. Sie hatte eine Gesamtlänge von ca. 60 m. Die Kammerlänge zwischen den Häuptern betrug ca. 40 m. Sie wurde mit einer hydraulisch offenen Sohle hergestellt. Die untere Kammerbegrenzung bildeten Holzspundbohlen. Die Schleuse wurde 1959 stillgelegt und zugeschüttet. Die Häupter und die Schleusenkammer aus Ziegelmauerwerk wurden nicht rückgebaut und sind noch im Baugrund erhalten. Um die wasserseitige Verbindung zwischen dem Oranienburger Kanal und der Oranienburger Havel wieder herzustellen, ist die Wiederherstellung der Schleuse Friedenthal vorgesehen. Das neu zu errichtende Bauwerk soll als Einkammerschleuse in den gleichen Abmaßen (Kammerlänge = 41,50 m, Kammerbreite = 6,00 m) erbaut werden. Hiermit sind weitere Folgemaßnahmen verbunden:
— Schleusenanlage,
— Vorhäfen,
— Wartestellen,
— Bootsschleppe,
— Betriebswege zu beiden Seiten der Schleuse mit Verbindungsbrücke.
B) Geschätzte Baukosten ohne Kampfmittelräumung netto: 4,6 Mio. EUR
C) Leistungsbereiche
1. Grundleistungen:
a) Objektplanung Gebäude, Leistungsphasen (LP) 5-9 gem. § 34 HOAI,
b) Objektplanung Freianlagen, LP 5-9 gem. § 39 HOAI,
c) Objektplanung Ingenieurbauwerke, LP 5-9 gem. § 43 HOAI,
d) Objektplanung Verkehrsanlagen, LP 5-9 gem. § 47 HOAI,
e) Fachplanung Tragwerksplanung, LP 5-6 gem. § 51 HOAI,
f) Fachplanung Technische Ausrüstung, LP 5-9 gem. § 55 HOAI.
2. Besondere Leistungen:
a) Örtliche Bauüberwachung als Teil der Leistungsphase 8 der Objektplanung,
b) Ingenieurtechnische Kontrolle der Ausführung des Tragwerks,
c) Prüfen und Werten von Nebenangeboten,
d) Prüfen der Werkstattplanung,
e) Prüfung von Nachträgen,
f) Koordinationsleistungen nach § 3 BaustellV (SiGeKo),
g) Weitere besondere Leistungen: siehe Dokument „2.-L-Aufgabenbeschreibung“.
D) Stufenbeauftragung
Beabsichtigt ist der Abschluss eines Generalplanervertrags als Stufenvertrag (siehe Abschnitt II.2.11).
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Qualität des Projektleitungsteams/ Projektorganisation / Gewichtung: 50
Qualitätskriterium - Name: Leistungskonzept / Gewichtung: 40
Preis - Gewichtung: 10
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:
Der Generalplanervertrag ist ein Stufenvertrag mit der Option der Leistungserweiterung. Zunächst erfolgt die verbindliche Beauftragung der Leistungsphasen 5 bis 7 der Leistungsbereiche nach HOAI. Ein Anspruch auf Übertragung weiterer Stufen besteht nicht.
Die zweite Stufe beinhaltet die Leistungsphase 8 und wird durchgeführt, sofern die Finanzierung weiterhin gesichert ist.
Die letzte Stufe ist die Leistungsphase 9 nach HOAI.
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2020/S 134-329888
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Auftrags-Nr.: 0182-20-66
Bezeichnung des Auftrags:
Generalplanerleistungen für die Wiederherstellung der Schleuse Friedenthal
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
17/12/2020
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 2
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Fichtner Water & Transportation GmbH
Postanschrift: Löbauer Straße 68
Ort: Leipzig
NUTS-Code: DED51 Leipzig, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 04347
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Ursprünglich veranschlagter Gesamtwert des Auftrags/des Loses: 590 000,00 EUR
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 632 730,68 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Bekanntmachungs-ID: CXP9YR1R5AC
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Landes Brandenburg beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie
Postanschrift: Heinrich-Mann-Allee 107
Ort: Potsdam
Postleitzahl: 14473
Land: Deutschland
Telefon: +49 3318661610
Fax: +49 3318661652
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Die Auftraggeberin weist darauf hin, dass der Nachprüfungsantrag eines Bieters bei der Vergabekammer unzulässig sein kann, sofern ein erkannter Verstoß gegen Vergabevorschriften gegenüber der Auftraggeberin nicht innerhalb bestimmter Fristen gerügt oder der Antrag nach Nichtabhilfe der Rüge durch die Auftraggeberin nicht innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung gestellt wird.
Die insoweit maßgebliche Vorschrift des § 160 Abs. 3 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) lautet: Der Antrag ist unzulässig, soweit:
1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 GWB bleibt unberührt,
2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
14/01/2021