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1. Beschaffer
1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Gesundheitsfonds Steiermark
Rechtsform des Erwerbers: Einrichtung des öffentlichen Rechts
Tätigkeit des öffentlichen Auftraggebers: Gesundheit
2. Verfahren
2.1.
Verfahren
Titel: Orthopädisch-traumatologische Versorgung in der Steiermark (Versorgungsregion 61)
Beschreibung: Der Vertragsgegenstand umfasst die akut-stationäre Versorgung von 1.200 bis 1.400 Patientinnen und Patienten im Ausmaß von rund 6.500 Belagstagen unter Berücksichtigung einer Abweichung von 10 % durch bodengebundene Rettungstransporte (Primär- als auch Sekundärtransporte, insbesondere mit zeitlicher Dringlichkeit). Die Leistung ist wochentags von Montag bis Freitag einschließlich Feiertagen zu erbringen (d.h. im Durchschnitt 28 Rettungen pro Tag im Durchrechnungszeitraum eines Kalenderquartals) sowie an Samstagen und Sonntagen einschließlich Feiertagen (d.h. im Durchschnitt 23 Rettungen pro Tag im Durchrechnungszeitraum eines Kalenderquartals). Dies umfasst die Mitwirkung bei der Sicherstellung der orthopädisch-traumatologischen Versorgung in der Steiermark in der Versorgungsregion 61 (Graz Stadt und Graz-Umgebung), die Behandlung von Schwerverletzten entsprechend der Vorhaltung der Fachbereiche in der jeweiligen Krankenanstalt oder in Kooperation mit anderen Krankenanstalten sowie die Erstversorgung von lebensbedrohlichen Verletzungen und zielgerichtetes Weiterleiten, wenn Primärtransport in ein Trauma-Zentrum bzw. eine Versorgung am Standort nicht möglich sind. Vorausgesetzt werden entsprechende, aufrechte sanitäts-behördliche Bewilligungen, insbesondere in Bezug auf Versorgungsstrukturen für die akut-stationäre Versorgung im Sonderfach Unfallchirurgie bzw. Orthopädie und Traumatologie und damit verbundener ambulanter, operativer und intensivmedizinischer Strukturen sowie die Einhaltung der Planungsrichtwerte für Normalpflege- und Intensivbereiche und tagesklinische/tagesambulante Versorgung in Akutkrankenanstalten lt. ÖSG 2023 idgF (Mindestbettenanzahl Orthopädie und Traumatologie: 30, Mindestfallzahlen der jeweiligen Leistungen laut Leistungsmatrix) (formelle Voraussetzungen). Weiters sind Personal und Ausstattung (Akutversorgung von Frischverletzten) lt. abgestufter Traumaversorgung gemäß ÖSG 2023 idgF durch den Auftragnehmer zu gewährleisten, darunter insbesondere eine 7/24-Personalverfügbarkeit in der Krankenanstalt von folgendem Personal: Fachärztin/Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Fachärztin/Facharzt für Unfallchirurgie oder Orthopädie und Traumatologie mit Schwerpunkt Traumatologie, Fachärztin/Facharzt für Radiologie, Turnusärztin/Turnusarzt für Unfallchirurgie/Orthopädie und Traumatologie oder Fachärztin/Facharzt für Unfallchirurgie oder Chirurgie, Diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal mit Spezialisierung Anästhesie, Diplomiertes Gesundheits- und Krankenpersonal zur Erbringung der definierten Leistungen lt. Leistungsmatrix, Radiologietechnologin bzw. Radiologietechnologe. Weiters ist eine Fachärztin/Facharzt für Chirurgie auf Rufbereitschaft erforderlich. Eine Zertifizierung des Schlüsselpersonals als European Trauma Course Provider durch den Verein zur Förderung des Europäischen Trauma Kurses in Österreich ist notwendig (personelle Voraussetzungen). Gefordert ist zudem Expertise und Erfahrung in der Behandlung von Schwerverletzten entsprechend der Vorhaltung der Fachbereiche in der jeweiligen Krankenanstalt oder in Kooperation mit anderen Krankenanstalten sowie in der Erstversorgung von lebensbedrohlich Verletzung und zielgerichtetes Weiterleiten, wenn Primärtransport in ein Trauma-Zentrum nicht möglich war bzw. eine Versorgung am Standort nicht möglich ist. Wünschenswert ist eine Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (fachliche Voraussetzungen). Schließlich hat die Krankenanstalt infrastrukturelle Voraussetzungen zu erfüllen, gefordert sind: Schockraum gemäß ICU 1 Grundausstattung mit zumindest einem Behandlungsplatz, 7/24-Verfügbarkeit einer Notaufnahme zur Erbringung der Leistungen gemäß Leistungsmatrix, Intensivversorgung durch ICU, Verfügbarkeit eines Notfall-OP binnen 20 Minuten, CT- und MR-Gerät in der Krankenanstalt sowie ein Helikopterlandeplatz.
Kennung des Verfahrens: 5749e1c1-1ec4-42f2-81b6-bb64f8305a8d
Interne Kennung: 150426
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb
2.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 85000000 Dienstleistungen des Gesundheits- und Sozialwesens
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU
5. Los
5.1.
Los: LOT-0526
Titel: Orthopädischtraumatologische Versorgung in der Steiermark (Versorgungsregion 61)
Beschreibung: Akutstationäre Versorgung von 1.200 bis 1.400 Patientinnen und Patienten im Ausmaß von rund 6.500 Belagstagen
Interne Kennung: 1
5.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 85000000 Dienstleistungen des Gesundheits- und Sozialwesens
5.1.2.
Erfüllungsort
Land, Gliederung (NUTS): Graz (AT221)
Land: Österreich
Zusätzliche Informationen: Graz und Graz-Umgebung (Versorgungsregion 61)
5.1.3.
Geschätzte Dauer
Datum des Beginns: 01/07/2026
Enddatum der Laufzeit: 31/12/2030
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: nein
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Landesverwaltungsgericht Steiermark
6. Ergebnisse
Wert aller in dieser Bekanntmachung vergebenen Verträge: 4 544 656,77 EUR
Direktvergabe:
Begründung der Direktvergabe: Der Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist
Sonstige Begründung: Der Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, weil aus technischen Gründen kein Wettbewerb möglich ist. Der Vertragsgegenstand bezieht sich auf Patientinnen und Patienten in der Versorgungsregion 61 (Graz) des Regionalen Strukturplan Gesundheit Steiermark 2030 (RSG-St 2030), wobei aufgrund von Pendlerbewegungen im Ballungsraum Graz auch eine Mitversorgung umliegender Versorgungsregionen zu berücksichtigen ist. Im Großraum Graz/Graz-Umgebung lebt bereits heute mehr als ein Drittel der steirischen Gesamtbevölkerung. Es handelt sich somit um eine regional einzugrenzende orthopädisch-traumatologische Versorgungsleistung. Darüber hinaus ist festzuhalten, dass der Österreichische Strukturplan Gesundheit idgF (ÖSG) eine Erreichbarkeit für das Sonderfach Orthopädie und Traumatologie im Normalpflege- und Intensivbereich sowie tagesklinische/tagesambulante Versorgung in Akutkrankenanstalten von 45 Minuten für 90 % der Wohnbevölkerung des Bundeslandes vorsieht. Der regionale medizinische Bedarf und die Versorgung am Best-Point-of-Service wurden durch den RSG-St 2030 dargelegt. Somit ist abschließend zur geographischen Abgrenzung des Vertragsgegenstandes, unter besonderer Berücksichtigung der vorgegebenen Erreichbarkeitsgrenzen des ÖSG sowie der zeitlichen Dringlichkeit der bodengebundenen Rettungstransporte, festzuhalten, dass andere Versorgungsstandorte außerhalb der Versorgungsregion 61 aus planerischer Sicht ausgeschlossen sind. Im Vorfeld erfolgte eine Marktsondierung. Daraus ergab sich, dass die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. mit ausgewählten Standorten (unter Berücksichtigung der Erreichbarkeitsgrenzen) aufgrund der bereits gegebenen hohen Auslastung in der Akut- und Notfallversorgung als größter Anbieter ausscheidet. In Abgrenzung zu den sechs, in der Steiermark befindlichen, Akutkrankenanstalten, welche über den PRIKRAF finanziert werden, ist anzuführen, dass einerseits die ebenda aufgestellten Betten sanitätsbehördlich als interdisziplinär nutzbare Betten bewilligt und somit nicht verbindlich dem Sonderfach Unfallchirurgie bzw. Orthopädie und Traumatologie zugeordnet sind sowie andererseits die notwendigen, umfassenden Vorhalteleistungen, welche formell, fachlich, personell und infrastrukturell notwendig sind, nicht gegeben sind bzw. nicht innerhalb der zeitlichen Frist in Bezug auf die Leistung des Auftrages umgesetzt werden können (aufgrund der Struktur im Sinne von Belegsärztinnen und -ärzten der PRIKRAF Krankenanstalten). Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass ein derartiger Aufbau der Voraussetzungen in Zusammenhang mit der erforderlichen Expertise und Erfahrung zumindest in einem mittel- bzw. langfristigen Zeithorizont zu betrachten ist und daher nicht zur unmittelbaren Bedeckung des medizinischen Bedarfs herangezogen werden kann. Weitere Krankenanstalten aus angrenzenden Bundesländern (Burgenland und Kärnten) scheiden, unter Berücksichtigung der geographischen Gegebenheiten sowie der zeitlichen Dringlichkeit der bodengebundenen Rettungstransporte, ebenfalls aus. Der Auftrag kann daher nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist. Darunter sind insbesondere formelle, fachliche, personelle und infrastrukturelle Voraussetzungen anzuführen. Die Einhaltung der Strukturqualitätskriterien des ÖSG bedingen eine entsprechende Größe der Abteilung, welche aufgrund der Eignung des AUVA-Unfallkrankenhaus Steiermark in Verbindung mit seinem gesetzlichen Auftrag zur Versorgung von Arbeitsunfällen lt. ASVG gegeben ist. Mitunter sehen die verordneten Bestandteile des RSG-St 2030 die Vergabe primär an das AUVA-Unfallkrankenhaus Steiermark, Standort Graz, aufgrund der angeführten Argumentation, vor. Das AUVA-Unfallkrankenhaus Steiermark, Standort Graz, verfügt über jahrzehntelange Expertise und Erfahrung in der Behandlung von Schwerverletzten aufgrund der gesetzlichen Verpflichtung zur Versorgung von Arbeitsunfällen lt. ASVG.
6.1.
Ergebnis, Los-– Kennung: LOT-0526
6.1.2.
Informationen über die Gewinner
Wettbewerbsgewinner:
Offizielle Bezeichnung: Allgemeine Unfallversicherungsanstalt
Angebot:
Kennung des Angebots: Orthopädischtraumatologische Versorgung in der Steiermark (Versorgungsregion 61)
Kennung des Loses oder der Gruppe von Losen: LOT-0526
Wert des Angebots: 4 544 656,77 EUR
Das Angebot wurde in die Rangfolge eingeordnet: nein
Vergabe von Unteraufträgen: Nein
Informationen zum Auftrag:
Kennung des Auftrags: Orthopädischtraumatologische Versorgung in der Steiermark (Versorgungsregion 61)
Titel: Orthopädischtraumatologische Versorgung in der Steiermark (Versorgungsregion 61)
Datum der Auswahl des Gewinners: 13/04/2026
8. Organisationen
8.1.
ORG-5481
Offizielle Bezeichnung: Gesundheitsfonds Steiermark
Registrierungsnummer: 9110001983675
Postanschrift: Herrengasse 28
Stadt: Graz
Postleitzahl: 8010
Land, Gliederung (NUTS): Graz (AT221)
Land: Österreich
Telefon: +43 3168775571
Fax: +43 3168775552
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
8.1.
ORG-2061
Offizielle Bezeichnung: Landesverwaltungsgericht Steiermark
Registrierungsnummer: 9110020332867
Postanschrift: Salzamtsgasse 3
Stadt: Graz
Postleitzahl: 8010
Land, Gliederung (NUTS): Graz (AT221)
Land: Österreich
Telefon: +43 31680290
Rollen dieser Organisation:
Überprüfungsstelle
8.1.
ORG-4135
Offizielle Bezeichnung: Allgemeine Unfallversicherungsanstalt
Registrierungsnummer: 9110011258268
Stadt: Wien
Postleitzahl: 1100
Land, Gliederung (NUTS): Wien (AT130)
Land: Österreich
Telefon: +43 5939320000
Rollen dieser Organisation:
Bieter
Gewinner dieser Lose: LOT-0526
Informationen zur Bekanntmachung
Kennung/Fassung der Bekanntmachung: 0fe7fb3d-bacc-45e5-9379-1bcb663dce0c - 01
Formulartyp: Vorankündigung – Direktvergabe
Art der Bekanntmachung: Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Unterart der Bekanntmachung: 25
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 15/04/2026 17:49:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 262627-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe: 75/2026
Datum der Veröffentlichung: 17/04/2026