263749-2021 - ErgebnisDeutschland-Frankfurt am Main: Softwarepaket und Informationssysteme
OJ S 100/2021 26/05/2021
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Lieferungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Landwirtschaftliche Rentenbank
Postanschrift: Theodor-Heuss-Allee 80
Ort: Frankfurt am Main
NUTS-Code: DE712 Frankfurt am Main, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 60486
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): HFK Rechtsanwälte – Rechtsanwalt Dr. Sebastian Conrad
E-Mail: Conrad@hfk.de
Telefon: +49 3031867510
Fax: +49 3031867529
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.rentenbank.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Einrichtung des öffentlichen Rechts
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Wirtschaft und Finanzen

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Bereitstellung einer SaaS-Plattform zur Förderprogrammabwicklung
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
48000000 Softwarepaket und Informationssysteme
II.1.3.
Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Die Rentenbank vergibt im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Zuwendungen in Form von direkten Zuschüssen auf der Grundlage von Bundesprogrammen. Diese können mit im Hausbankverfahren abzuwickelnden Darlehen verbunden sein. Zur IT-seitigen Abwicklung dieser Zuschüsse benötigt die Rentenbank ein Online-Portal, über das Zuschüsse bei der Rentenbank direkt vom Zuwendungsempfänger beantragt werden. Die Lösung soll die Flexibilität bieten, zukünftige Aufträge zur Bereitstellung von Förderungen abzudecken. Mit diesem Vergabeverfahren sucht die Rentenbank einen Dienstleister, der die Implementierung bzw. das Customizing einer vorhandenen Basislösung und den Betrieb des Portals übernimmt. Das Portal soll als SaaS-Lösung („Software as a Service“) bereitgestellt werden. Bei der SaaS-Lösung kann es sich sowohl um eine an die Vorgaben der Rentenbank angepasste Standardsoftware als auch um eine Individualentwicklung handeln.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 1,00 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE712 Frankfurt am Main, Kreisfreie Stadt
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Das Projekt sieht die Digitalisierung des Antragsprozesses für die kombinierte Zuschuss- und Darlehensgewährung vor. Der Fokus liegt hierbei auf der Bearbeitung der Anträge von Zuschussempfängern (Portallösung) sowie der digitalen Kommunikation (Schnittstellenanbindung) zwischen dem Empfänger, der Hausbank und der Rentenbank.
Die Rentenbank stellt folgende Anforderungen an die bereitzustellende SaaS-Lösung:
— Antragssteller können im Portal Online-Formulare ausfüllen und im eigenen Benutzeraccount zwischenspeichern sowie ergänzende Dokumente hoch- bzw. herunterladen (ein Formular kann einen eigenen Prozess darstellen),
— Formulare können umfangreiche Logiken (vorbelegte Datenfelder, Wenn-Dann-Beziehungen, Abhängigkeiten, Berechnungen sowie Plausibilitätsprüfungen, Dropdown-/Suchfelder etc.) beinhalten,
— Schnittstellenanbindung bzw. Integration an die Bearbeitungsplattform für Förderprogramme sowie an das Identity-Management-System der Rentenbank,
— Haus- und Geschäftsbanken nehmen über das Online-Portal an der Abwicklung der Anträge teil und können ebenfalls Dokumente up- und downloaden. Haus- und Geschäftsbanken müssen dabei ihre am Portal berechtigten Mitarbeiter selbst verwalten können,
— Erfüllung der internen Vorgaben der Rentenbank zur Informationssicherheit sowie internen Revision,
— Erfüllung der externen Vorgaben an die Informationstechnologie in Banken, z. B. der MaRisk, der BAIT sowie der DSGVO,
— Protokollierung und Nachvollziehbarkeit über die ganze Antragsbearbeitungsstrecke,
— Auswertungs- und Reportingmöglichkeiten im Sinne eines Management-Informationssystems über die Antragsdaten und deren Verarbeitung,
— Vier-Augen-Prinzip für die Freigabe von Änderungen bei Workflow-Prozessen und administrativen Tätigkeiten auf Basis eines detaillierten Berechtigungskonzeptes sowie Unterscheidung von technischen, fachlichen und betrieblichen Administratoren nach Vorgabe der Rentenbank,
— Portal hat ein responsives Design und kann von gängigen Endgeräten (Desktop-Rechnern, Tablets und Smartphones) genutzt werden,
— Portalauftritt im Corporate Design der Rentenbank ist umzusetzen (www.rentenbank.de).
Die Einzelheiten der zu erbringenden Leistung, insbesondere detaillierte Anforderungen an die SaaS-Lösung, wird die Leistungsbeschreibung enthalten. Diese wird allen Unternehmen zur Verfügung gestellt, die den Teilnahmewettbewerb erfolgreich durchlaufen haben und zur Angebotsabgabe aufgefordert werden.
Die Angaben zur Laufzeit des Vertrages in Abschnitt II.2.7) stellen lediglich eine voraussichtliche Angabe zur Mindestlaufzeit des Vertrages dar. Auch die Angabe zu einer Verlängerungsmöglichkeit ist lediglich indikativ. Die tatsächliche Laufzeit des zu vergebenden Vertrages kann auch über die hier genannte Mindestlaufzeit hinausgehen. Genaue Angaben zur Laufzeit enthalten die Vergabeunterlagen, die den ausgewählten Bewerbern mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe zur Verfügung gestellt werden.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Qualität des Angebots / Gewichtung: 60 %
Preis - Gewichtung: 40 %
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2020/S 220-539657
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:
Bereitstellung einer SaaS-Plattform zur Förderprogrammabwicklung
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
22/04/2021
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 2
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 2
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: ja
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Lucht Probst Associates GmbH
Ort: Frankfurt a. M.
NUTS-Code: DE712 Frankfurt am Main, Kreisfreie Stadt
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Komuno GmbH
Ort: Frankfurt am Main
NUTS-Code: DE712 Frankfurt am Main, Kreisfreie Stadt
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: nein
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 1,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
1. Bewerbergemeinschaften sind zugelassen und Einzelbewerbern gleichgestellt. Bewerbergemeinschaften haben im Zuschlagsfall eine Rechtsform anzunehmen, bei der eine gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder sichergestellt ist. Bewerbergemeinschaften haben mit dem Teilnahmeantrag die Bewerbergemeinschaftserklärung nach Anlage 2 zu den Bewerbungsbedingungen einzureichen. Bewerbergemeinschaften haben mit ihrem Teilnahmeantrag die Eigenerklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (Anlage 1 zu den Bewerbungsbedingungen) und die Vertraulichkeitserklärung (Anlage 7 zu den Bewerbungsbedingungen) für jedes Mitglied gesondert abzugeben. Alle übrigen Bestandteile des Teilnahmeantrags sind lediglich einmal für die Bewerbergemeinschaft als Ganzes einzureichen.
2. a) Ein Bewerber kann im Hinblick auf die erforderliche Leistungsfähigkeit und Fachkunde die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch nehmen. Will er von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, hat er mit dem Teilnahmeantrag die Eigenerklärung zu Drittunternehmen (Anlage 5 zu den Bewerbungsbedingungen) einzureichen und die dort geforderten Angaben zu Drittunternehmen zu machen. Er hat ferner nachzuweisen, dass ihm die für den Auftrag erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen werden, beispielsweise indem er für jedes vorgesehene Drittunternehmen eine Verpflichtungserklärung (Anlage 6 zu den Bewerbungsbedingungen) mit seinem Teilnahmeantrag vorlegt. Nimmt ein Bewerber im Hinblick auf die einschlägige berufliche Erfahrung die Kapazitäten eines anderen Unternehmens in Anspruch, muss dieses Unternehmen die Leistung, für die die Kapazitäten benötigt werden, tatsächlich erbringen. Die Möglichkeit der Eignungsleihe besteht unabhängig von der Rechtsnatur der zwischen dem Bewerber und den anderen Unternehmen bestehenden Verbindungen. Dritte, deren Kapazitäten der Bewerber im Hinblick auf die erforderliche Leistungsfähigkeit und Fachkunde erfüllt, müssen die Anforderungen an die Eignung und das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen erfüllen. Zum Nachweis dessen sind für diese Dritte in jedem Fall mit dem Teilnahmeantrag die Eigenerklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (Anlage 1 zu den Bewerbungsbedingungen) vorzulegen. Die Eigenerklärungen über die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit und über die technische und berufliche Leistungsfähigkeit gemäß Anlage 3 und Anlage 4 zu den Bewerbungsbedingungen sind insoweit für Dritte vorzulegen, wie sich der Bewerber auf ihre Eignung beruft.
2. b) Will ein Bewerber Teile des Auftrags an Unterauftragnehmer vergeben, hat er dies erst in der Angebotsphase mit dem Angebot mitzuteilen. Im Teilnahmewettbewerb sind keine Angaben hierzu zu machen. Unterauftragnehmer müssen ebenfalls die Anforderungen an die Eignung erfüllen und dürfen keine Ausschlussgründe verwirklichen; dies wird in der Angebotsphase geprüft.
3. Mit dem Teilnahmeantrag ist eine Vertraulichkeitserklärung gemäß Anlage 7 zu den Bewerbungsunterlagen einzureichen. Die Erklärung ist für alle Bewerber und Bewerbergemeinschaftsmitglieder vorzulegen.
4. Informationen zur elektronischen Einreichung der Teilnahmeanträge finden sich unter www.had.de.
5. Die Angabe zum voraussichtlichen Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe an ausgewählte Bewerber in Abschnitt IV.2.3) stellt lediglich eine vorläufige und unverbindliche Information dar. Die Aufforderung zur Angebotsabgabe kann auch vor oder nach dem dort genannten Datum versandt werden.
6. Weitere Anforderungen an die Teilnahmeanträge ergeben sich aus den Vergabeunterlagen.
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammern des Bundes beim Bundeskartellamt
Postanschrift: Villemombler Straße 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
Fax: +49 2289499163
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Für die Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens vor der Vergabekammer gelten u. a. die §§ 160 f. GWB. Diese haben folgenden Wortlaut:
§ 160 Einleitung, Antrag:
(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit:
1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.
§ 161 Form, Inhalt:
(1) Der Antrag ist schriftlich bei der Vergabekammer einzureichen und unverzüglich zu begründen. Er soll ein bestimmtes Begehren enthalten. Ein Antragsteller ohne Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt, Sitz oder Geschäftsleitung im Geltungsbereich dieses Gesetzes hat einen Empfangsbevollmächtigten im Geltungsbereich dieses Gesetzes zu benennen.
(2) Die Begründung muss die Bezeichnung des Antragsgegners, eine Beschreibung der behaupteten Rechtsverletzung mit Sachverhaltsdarstellung und die Bezeichnung der verfügbaren Beweismittel enthalten sowie darlegen, dass die Rüge gegenüber dem Auftraggeber erfolgt ist; sie soll, soweit bekannt, die sonstigen Beteiligten benennen.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
21/05/2021