Beschreibung der Beschaffung
Mit steigender Bevölkerungszahl durch die Entwicklung von neuen Wohngebieten am Wohnungsschwerpunkt „Limespark“ der Großen Kreisstadt Öhringen ist mit einem Zuwachs der Schülerzahlen zu rechnen. Da die 3 bestehenden Grundschulen im Stadtgebiet bereits heute an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt sind, soll im Teilgebiet „Limespark C“ eine Grundschule mit dazugehöriger Sporthalle als ein wesentlicher Baustein des geplanten Stadtteilzentrums entstehen. Der städtebaulich-freiraumplanerische Planungswettbewerb „Limespark“ wurde im Juli 2020 abgeschlossen. Das überarbeitete Wettbewerbsergebnis im Realisierungsteil des 1. Preisträgers bildet den städtebaulichen Rahmen für die neue Schule mit Sporthalle sowie die Grundlage für die Lage und den Zuschnitt des zukünftigen Schulstandorts. Wettbewerbsaufgabe ist die Ausarbeitung und Konkretisierung einer Vorplanung im Sinne des Wettbewerbsergebnisses aus dem vorangegangenen Wettbewerb „Limespark“ für eine vierzügige Grundschule, eine Zweifeld-Schulsporthalle und die dazugehörigen Freianlagen. Die zu planenden öffentlichen Gebäude sollen zusammen mit gemischt genutzten Gebäuden ein neues belebtes Stadtteilzentrum für den gesamten „Limespark“ bilden, das mit den umliegenden Wohngebieten verknüpft ist und Verweilqualitäten im öffentlichen Raum bietet.
Ziel des Wettbewerbs ist es, eine Auswahl der besten Ergebnisse/Lösungsvorschläge für die Planung zu erhalten sowie die Vergabe eines Planungsauftrags für die Objektplanung Gebäude und für die dazugehörigen Freianlagen vorzubereiten.
Die Programmfläche für den Neubau der Grundschule beträgt ca. 2 900 m2 zuzüglich ca. 1 400 m2 für die Zweifeld-Schulsporthalle. Das Wettbewerbsgrundstück umfasst eine Fläche von ca. 1,54 ha.
Es handelt sich um einen Wettbewerb nach RPW 2013. Die Auslobung wurde bei der Architektenkammer Ba-Wü unter der Nr. 2020-1-26 registriert. Die Wettbewerbsarbeiten werden dem Preisgericht anonym vorgelegt.
Der Nichtoff. Realisierungswettbewerb ist gem. § 78 Abs. 2 S. 2 VgV einem Verhandlungsverfahren gem. § 17 VgV für die Vergabe der Objektplanung Gebäude und Freianlagen vorgeschaltet. Ihm ist ein qualifiziertes Bewerbungs- und Auswahlverfahren (Teilnahmewettbewerb) vorgeschaltet.
Im Anschluss an den Wettbewerb wird die Ausloberin mit den Preisträgern ein Verhandlungsverfahren entsprechend der VgV durchführen (§ 14 Abs. 4 Nr. 8 VgV). Ziel des anschließenden Verhandlungsverfahrens ist es, eine/n geeigneten Auftragnehmer/in zu finden, der/die in der Lage ist, die gesamten Planungsleistungen (Lph 1-9 der Objektplanung Gebäude und der Freianlagen) zu übernehmen.
Die dabei anzuwendenden Auftragskriterien und ihre Gewichtung sind wie folgt festgelegt:
— Leistungsfähigkeit des Projektteams = 10 %,
— Wettbewerbsergebnis = 50 %,
— Weiterentwicklung des Wettbewerbsergebnisses = 20 %,
— Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit = 10 %,
— Honorarangebot/Nebenkosten = 10 %.
Diese Angaben dienen der Information, die Zuschlagskriterien und die Bewertungsmethode werden für das Verhandlungsverfahren noch konkretisiert und den Teilnehmern des Verhandlungsverfahrens mitgeteilt.
Die Ausloberin wird einen Bieter bzw. eine Bietergemeinschaft mit der weiteren Planung (Lph 1-9, zunächst Leistungsphasen 1-3) im Zusammenhang mit der Objektplanung Gebäude für die vierzügige Grundschule und die Zweifeld-Schulsporthalle gem. § 34 HOAI 2013 und der Freianlagen gem. § 39 HOAI 2013, sobald und soweit das Bauvorhaben realisiert werden soll, beauftragen. Die Beauftragung soll für beide Leistungen separat und stufenweise erfolgen, und zwar in folgenden Stufen:
— Stufe 1 = Leistungsphasen 1-3,
— Stufe 2 = Leistungsphasen 4-5,
— Stufe 3 = Leistungsphasen 6-9.
Die Folgebeauftragung hängt dabei u. a. davon ab, ob das Bauvorhaben ohne grundlegende Veränderungen und im Rahmen der kalkulierten Kosten weiter durchgeführt werden kann und/oder die Wirtschaftlichkeit, Finanzierung und ggf. Förderung gegeben sind. Anspruch auf eine Folgebeauftragung der Beauftragungsstufen besteht nicht.