Zusätzliche Angaben
Neben dem Angebotspreis wird der Auftraggeber auch die Ökoeffizienz- und Klimaschutzaspekte bei der wirtschaftlichen Wertung des Angebotes berücksichtigen.
Zunächst wird der Bruttoangebotspreis für die Verwertung des Abfalls für ein Kalenderjahr ermit-telt. Maßgeblich ist die angegebene Jahresmenge.
Die so ermittelten Bruttojahreskosten für die Verwertung der Abfälle werden mit einem Malus pro Entfernungskilometer beaufschlagt. Dabei wird der Hin- und Rückweg berücksichtigt, also die einfache Entfernung von der Verwertungsanlage zur Übernahmestelle verdoppelt. Zum Berechnen des Malus werden die Kosten k des CO2- Ausstoßes nach den politischen Vorgaben des AG mit einem Umweltkostenfaktor in Höhe von 40,00 EUR je Mg oder 0,04 € je kg CO2 Emission veran-schlagt.
Im einfachsten Fall werden alle Materialien über die gleiche Entfernung transportiert. Dann kann die Summe aller Materialien verwendet werden. Für die genannten Jahres-Schätzwerte ist die Summe gleich 670 Mg.
Basierend auf einer CO2-Äquivalente mco2 von 0,09 kg CO2 pro Mg Material und pro gefahrenem Kilometer wird die Belastung berechnet. Mit einer jährlichen Materialmenge M und einer Strecke S folgt dann die Berechnungsformel:
Malus = M * mco2 * S * k
Werden die Materialien über unterschiedliche Entfernungen transportiert, wird der Malus als Summe der jeweiligen Umweltkosten berechnet. Der Malus wird zu dem Bruttojahresangebotspreis addiert und ergibt so den Wertungspreis:
Wertungspreis = Angebot + Malus
Beispiel:
Angebot: 50.000 € | Materialmenge M: 670 MG | Strecke S: 800 km
Wertungspreis = 50.000 € + 670 Mg * 0,09 (kg CO2/Mg * km) * 800 km * 0,04 (€/kg CO2)
= 50.000 € + 1929,60 € = 51.929,60 €