Beschreibung der Beschaffung
Das Department für Innere Medizin, Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II führt in der Dialyseabteilung, die therapeutische Apherese grundsätzlich mit den Verfahren der Vollblutapherese, Lipoproteinapherese, Plasmaseparation, Immunapheserese und Isoagglutininapherese durch.
Bei der vom Universitätsklinikum Halle (Saale) durchgeführten therapeutischen Apherese kommt u. a. das Polyacrylat-Vollblutadsorptionsverfahren (DALI) zum Einsatz.
Die von Seiten des Universitätsklinikums Halle (Saale) durchgeführten Verfahren der Lipoproteinapherese dienen der Absenkung von LDL-Partikeln (LDL-P) und damit der LDL-C-Konzentration, von triglyzeridreichen Lipoproteinen und von Lp(a) bei medikamentös unzureichend behandelbaren Lipidstoffwechselstörungen. Die zusätzliche Fibrinogen-Elimination einiger Verfahren bestimmt hierbei im Einzelfall die Auswahl des Verfahrens für den Patienten mit.
Bei dem vom Universitätsklinikum Halle (Saale) durchgeführten Plasmaverfahren wird in einem ersten Schritt das Plasma mit Hilfe eines Membranplasmaseparators abgetrennt. Das zu behandelnde Plasma wird danach durch einen Adsorber geleitet und anschließend dem Vollblut wieder zugeführt. Nachgelagert wird dann eine Doppelfiltrations-Plasmapherese (DFPP) durchgeführt.
Die von Seiten des Universitätsklinikums Halle (Saale) etablierte Immunapharese hat zum Ziel mit Immunadsorbern pathogene Antikörper bzw. Autoantikörper und zirkulierende Immunkomplexe aus dem Patientenplasma zu entfernen. Dieses Verfahren wird zur Behandlung bestimmter Autoimmunerkrankungen oder antikörpervermittelter Transplantatabstoßungen eingesetzt. Die bei der Immunadsorption verwendeten Adsorbersysteme unterscheiden sich u.a. in ihren Liganden und weiteren Eigenschaften. Die von Seiten des Universitätsklinikum Halle (Saale) eingesetzten Immunadsorber können alle nur mit Plasma verwendet werden, daher muss hier immer vor Verwendung eine Plasmatrennung stattfinden.
Ferner wird durch das Universitätsklinikum Halle (Saale) die (Nieren-)Transplantation bei ABO-Inkompatibilität durch die Isoagglutininapharese unterstützt. Halle (Saale) bewährt. Die etablierten Protokolle zur ABOi-NTx beruhen dabei allesamt auf einem initialen Einsatz der therapeutischen Apharese (Plasmapharese, selektive ABO-Immunadsorption oder Breitband-Immunglobulin Immunadsorption) in Kombination mit einer B-Zell Depletion, so dass eine rasche extrakorporale Elimination von Isoagglutininen erreicht werden kann.
Für die Durchführung der o. g. Verfahren benötigt das Universitätsklinikum je 3 Geräte zur selektiven extrakorporalen Therapie sowie 3 Immunapheresegeräte, die auf Mietbasis, sowie die dazu benötigten Verbrauchsmaterialien, die auf Konsignationslagerbasis zur Verfügung gestellt werden. Die Bedarfe der Verbrauchsmaterialien sind schwankend und schwer prognostizierbar. Daher kann keine Mengenzusage getroffen werden.
Anlieferung, Aufstellung, Installation, Inbetriebnahme, Übergabe, Einweisung und Schulung müssen in Abstimmung mit den Anwendern erfolgen. Hierzu ist eine Terminvereinbarung durch den Anwender notwendig. Die Kontaktdaten werden mit Zuschlagserteilung mitgeteilt.
Die Einbringung des Vertragsgegenstandes an die vertraglich bezeichnete Verwendungsstelle liegt in der Verantwortung des Bieters. Dabei gewährleistet dieser die Einbringung ohne Veränderungen/Baumaßahmen durchführen zu müssen. Schutzmaßnahmen an gefährdeten Teilen sind im Rahmen des Angebotes bzw. der Anlieferung enthalten.
Mit der Abgabe seines Angebotes garantiert der Bieter, dass er die Leistungserbringung entsprechend den Vorgaben dieser Ausschreibung ausführt.