297023-2023 - ErgebnisDeutschland-Troisdorf: Automobil-Pannendienste
OJ S 96/2023 19/05/2023
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: BwFuhrparkService GmbH
Postanschrift: Postfach 3195
Ort: Troisdorf
NUTS-Code: DEA2C Rhein-Sieg-Kreis
Postleitzahl: 53831
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Abteilung Vergaben
E-Mail: vergabestelle@bwfps.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: https://www.bwfuhrpark.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Öffentlicher Auftraggeber nach § 99 Nr. 2 GWB
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Mobilitätsdienstleistungen

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Vergabe einer Rahmenvereinbarung für den Mobilitätsservice sowie Pannen- und Unfallhilfe innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, im europäischen Ausland und außerhalb Europas
Referenznummer der Bekanntmachung: 23/Mobilitätsservice/03
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
50118000 Automobil-Pannendienste
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Gegenstand der Leistung ist ein Mobilitätsservice, der für die Fahrzeugnutzer die uneingeschränkte Mobilität im Pannenfall, bei Unterwegsausfällen und bei Unfällen aller Fahrzeuge mit Straßenzulassung, wie z. B. KRAD, PKW, VAN, Transporter, Anhänger, LKW, KOM innerhalb Deutschlands, im europäischen Ausland und nach Möglichkeit auch außerhalb Europas sicherstellt.
Dabei wendet sich der Fahrzeugnutzer an eine zentrale Stelle des Auftragnehmers, welche alle weiteren Schritte mit dem Ziel, die rasche Weiterreise des Fahrzeugnutzers zu ermöglichen, veranlasst.
Als Eventualposition kann darüber hinaus optional angeboten werden, Instandhaltungsleistungen sowohl im europäischen Ausland als auch im außerhalb Europas durch den Auftragnehmer abrechnen zu können.
Grundsätzlich kommen alle Länder in Frage, in denen sich die Nato/die Bundeswehr aufgrund verschiedener Einsätze, Übungen und Dienstreisen aktuell bzw. zukünftig aufhält.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 4 440 000,00 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
50118100 Pannen- und Abschleppdienste für Personenwagen, 50118110 Fahrzeugabschleppdienste, 50118300 Pannen- und Abschleppdienste für Busse, 50118400 Pannen- und Abschleppdienste für Kraftfahrzeuge, 50118500 Pannen- und Abschleppdienste für Motorräder
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA2C Rhein-Sieg-Kreis
Hauptort der Ausführung: Leistungsort sind alle Länder innerhalb Europas und sofern möglich auch außerhalb Europas.
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Der Auftragnehmer ist in der Lage bundesweit, im europäischen Ausland und nach Möglichkeit auch außerhalb Europas flächendeckende, Unterstützung im Falle von Unterwegsausfällen zur Wiederherstellung der Mobilität, einschließlich Reifenpannen, Unfallhilfe und "Vor-Ort-Reparaturen" an den aufgeführten Fahrzeuggruppen zu leisten. Der Auftragnehmer gewährleistet diese Unterstützung durch ein Servicenetz und eine Organisation, die 24 Stunden pro Tag/7 Tage pro Woche/365 Tage pro Jahr Pannen- und Schadenmeldungen telefonisch sowie elektronisch entgegennimmt, diese bearbeitet und täglich jeden Fall separat als PDF-Dokument per E-Mail an den Auftraggeber weiterleitet.
Vom Auftragnehmer sind folgende Leistungen zu erbringen:
- Bereitstellung einer Servicehotline für telefonische und elektronische Pannen- und Schadensmeldungen
- Organisation und Bearbeitung der eingegangenen Meldungen
- Organisation von Abschleppvorgängen per Achse, Verladung per Kran und Schiebeplateau und Anhebung per Brille, Organisation der Verbringung zu den von dem Auftraggeber vorgegebenen Werkstätten, unter Umständen auch Organisation der Sicherstellung der Fahrzeuge. Bei Sicherstellung müssen die allgemein gültigen Vorschriftsmaßnahmen zur Vermeidung von Folgeschäden eingehalten werden (z. B. Abklemmen der Batterie)
- Organisation der Bergung, auch unter Zuhilfenahme mehrerer Bergefahrzeuge und Kräne sowie Sicherungsfahrzeuge/Absperrfahrzeuge je nach Ereignis inklusive der anschließenden Reinigung der Unfall-/Pannenstelle
- Organisation der Pannenhilfe vor Ort, wie Kleinreparaturen, Reifenwechsel oder -reparatur sowie alle Tätigkeiten, welche eine Weiterfahrt ermöglichen (dafür notwendige Ersatzteile werden zu marktüblichen Preisen dem Auftraggeber in Rechnung gestellt)
- Organisation der Weiterreise oder Unterbringung von Personen und Ladungen
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Durchschnittliche Wartezeit bei Anrufen / Gewichtung: 20
Qualitätskriterium - Name: Durchschnittliche Wartezeit bis zur Hilfeleistung am Pannen-/ Unfallort innerhalb Europas / Gewichtung: 20
Qualitätskriterium - Name: Durchschnittliche Dauer bis der Kunde innerhalb Europas wieder mobil ist bei fuhrparkeigenen Fahrzeugen der BwFPS / Gewichtung: 30
Qualitätskriterium - Name: Durchschnittliche Dauer bis der Kunde innerhalb Europas wieder mobil ist bei extern angemieteten Fahrzeugen / Gewichtung: 5
Qualitätskriterium - Name: Darstellung der außereuropäischen Länder, für die Leistungen erbracht werden / Gewichtung: 5
Qualitätskriterium - Name: Darstellung in welchem Umfang welche Leistungen in außereuropäischen Ländern erbracht werden / Gewichtung: 5
Qualitätskriterium - Name: Darstellung der flächendeckenden Leistungserbringung in Europa / Gewichtung: 15
Kostenkriterium - Name: Angebotsvergleichspreis / Gewichtung: 100
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:
Optional vom Bieter anzubietende Eventualpositionen - vgl. Leistungsbeschreibung Ziffer 4.4
Eventualposition 1: Abwicklung von Instandhaltungsleistungen im gesamten europäischen Ausland
Der Auftragnehmer ist in der Lage im gesamten europäischen Ausland Instandhaltungsleistungen abzurechnen.
Falls Eventualposition 1 Bestandteil des Angebotes ist:
Eventualposition 2: Abwicklung von Instandhaltungsleistungen im außereuropäischen Ausland für die vom Bieter angebotenen Länder
Der Auftragnehmer ist in der Lage außerhalb Europas Instandhaltungsleistungen in von ihm definierten Ländern abzurechnen.
Gültig für beide Eventualpositionen:
Der Fahrzeugnutzer kann die zentrale Kontaktstelle des Auftragnehmers anrufen und somit den nächstgelegenen Servicepartner ermitteln. Der Auftragnehmer koordiniert zwischen Fahrzeugnutzer und der Werkstatt die notwendigen Schritte. Der Vorgang ist für den Auftragnehmer erst abgeschlossen, wenn die Servicierung des Fahrzeugs sichergestellt und abgeschlossen ist. Eine Instandhaltungsleistung ist grundsätzlich bevorzugt an eine Herstellervertragswerkstatt zu vergeben, solange diese innerhalb von einem 50 Kilometer Umkreis vorhanden ist. Ist dies nicht gegeben, so ist die nächstgelegene Partnerwerkstatt durch den Auftragnehmer auszuwählen. Grundsätzlich dürfen ausschließlich Fachbetriebe, die gemäß den länderspezifischen Vorgaben zur Durchführung der Tätigkeiten befähigt sind, zur Instandhaltung herangezogen werden.
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Offenes VerfahrenBeschleunigtes VerfahrenBegründung:
Gemäß § 15 Abs. 3 VgV wird aufgrund einer hinreichenden Begründung die Angebotsfrist auf 18 Tage (unter Berücksichtigung der Osterfeiertage) reduziert.
Die Abrufobergrenze der aktuellen Rahmenvereinbarung wird voraussichtlich aufgrund unvorhersehbarer Preis- und Fallentwicklung zeitnah erschöpft sein.
Da es sich bei der Leistung um eine Versorgungsleistung handelt, bei welcher eine durchgängige Leistungserbringung notwendig ist, wir die Angebotsfrist so kurz wie nötig und dennoch angemessen gehalten.
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
Die Bekanntmachung betrifft den Abschluss einer Rahmenvereinbarung
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2023/S 067-201493
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Auftrags-Nr.: 23/Mobilitätsservice/03
Bezeichnung des Auftrags:
Vergabe einer Rahmenvereinbarung für den Mobilitätsservice sowie Pannen- und Unfallhilfe innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, im europäischen Ausland und außerhalb Europas
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
11/05/2023
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 1
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 1
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: AvD Wirtschaftsdienst GmbH
Ort: Frankfurt am Main
NUTS-Code: DE712 Frankfurt am Main, Kreisfreie Stadt
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: nein
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 4 440 000,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Bekanntmachungs-ID: CXP4YHU6J2B
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: BwFuhrparkService GmbH
Postanschrift: Postfach 3195
Ort: Troisdorf
Postleitzahl: 53831
Land: Deutschland
E-Mail: vergabestelle@bwfps.de
Internet-Adresse: https://www.bwfuhrpark.de
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Hinsichtlich der Fristen zur Einlegung von Rechtsbehelfen wird auf § 160 Abs. 3 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) verwiesen.
§ 160 GWB lautet wie folgt:
(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Abs. 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit:
1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10
Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Abs. 1 Nr. 2. § 134 Abs. 1 Satz 2 bleibt unberührt.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
15/05/2023