VerfahrensartVerhandlungsverfahren ohne vorherige BekanntmachungErläuterung:
Der Auftraggeber beabsichtigt, bei der Fa. Brainlab AG ein modular aufgebautes Angebot über ein interdisziplinäres Konzept zur intraoperativen 3D-Bildgebung und Navigation zu beauftragen. Das zu beauftragende Angebot beinhaltet die serverbasierte Eingriffsplanung via ELEMENTS (drei paralelle Nutzer) & Mixed Reality – Magic Leap, die mobile robotische Bildgebung - Loop X, das Navigations-system CURVE spinal & kranial inkl. Mikroskopintegration, digitale Ultraschallintegration und LoopX Anbindung, das Robotersystem spinal & kranial – CIRQ sowie ein zweites vollständig kompatibles Navigationssystem CURVE kranial inkl. Mikroskopintegration, digitale Ultraschallintegration sowie die optionale Erweiterung über das digitale OP System BUZZ. Die zuvor beschriebenen Lieferleistungen sind zwingend in der zuvor bezeichneten Kombination erforderlich um das Behandlungs- und Thera-piespektrum bei computerassistierten Eingriffen mittels OP-Navigation für transsakrale perkutane Ge-windestabosteosynthese, Acetabulum- und Beckenringosteosynthesen, Osteosynthesen der Extre-mitäten (z. B.; Femurlänge und Rotation), etc. zu erweitern.
Die Voraussetzungen an die beabsichtigte, direkte Auftragsvergabe an die Fa. Brainlab AG sind vor-liegend erfüllt. Denn wesentlicher Grund für die Direktbeauftragung ist, dass die Fa. Brainlab AG über Alleinstellungsmerkmale gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 2 b), Abs. 6 VgV verfügt, so dass kein anderes diese Leistungen erbringen kann. Diese Alleinstellung ergibt sich aus folgenden Kriterien, die andere Wett-bewerber nicht bzw. nicht vollständig erfüllen können:
FOV außerhalb des Gantry-Zentrums ohne Veränderung der OP-Tisch Position einstellbar (nicht-isozentrische 3D-Bildgebung)
▪ Auf die betreffende anatomische Region fokussiertes (kollimiertes) FOV zur Schonung umlie-gender, strahlensensitiver Gewebs-Bereiche
▪ Wiederherstellung von Bildgebungspositionen - motorisierte Ausrichtung des Systems in allen Freiheitsgraden
▪ Automatische Ausrichtung des Systems für eine definiert gerichtete 2D-Bildgebung anhand von Trajektorien, die vom Navigationssystem übergeben werden
▪ Eine zentrale Schnittstelle zur Krankenhaus IT, d.h. es wird nur 1 PACS Zugriffspunkt für alle Systeme (Navigationssysteme, Server, Digitale OP Systeme etc.) benötigt
▪ Die Mikroskop-Navigation projiziert geplante Strukturen als semitransparente Objekte in den anatomischen Kontext – entweder direkt im Okular oder auf dem Bildschirm einer exoskopi-schen Anwendung, sowie auf dem Navigationsbildschirm
▪ Angleichung von Gefäßen (Maximum Intensity Projection) oder geplanten Objekten an sicht-bare anatomische Landmarken zur Kompensation von Verschiebungen
▪ Robotische Ansteuerung des vorhandenen Mikroskops für Ausrichtung und Fokussierung des Mikroskops auf die Spitze eines navigierten Instruments
▪ Software für die Kombination von intraoperativen Ultraschallbildern mit navigierten Patienten-daten
▪ Überlagerte Darstellung von präoperativ (in MRT- oder CT-Daten) eingezeichneten Strukturen direkt im Ultraschallbild bietet intraoperative Vergleichsmöglichkeit mit der Eingriffsplanung
▪ Offene Plattform unterstützt die Verwendung von manuell- und vorkalibrierten Instrumenten, inklusive Instrumente von Drittanbietern
▪ Schnittstellensoftware zwischen dem Cirq Arm System und dem Navigationssystem zur Un-terstützung der am Arm angebrachten Module
▪ Kompatibilität mit diversen Implantaten, unabhängig vom Hersteller.