Beschreibung der Beschaffung
Das Rechenzentrum der Knappschaft-Bahn-See (KBS) in Bochum stellt Dienstleistungen für ca. 10 000 Mitarbeitende der KBS an über 100 bundesweit verteilten Standorten zur Verfügung. Im Vordergrund steht die Bereitstellung der unternehmenskritischen Anwendungen für die Fachbereiche der Rentenversicherung, der Kranken- und Pflegeversicherung und der Minijob-Zentrale sowie der erforderlichen Individualsoftware für die Querschnittsbereiche. Darüber hinaus sind in den letzten Jahren mit digitalen Archiven und der Voice over IP (VoIP)-Telefonie neue Anwendungen beziehungsweise Technologien integriert worden, die sukzessive weiter ausgebaut werden.
Die Anwendungen werden auf den Plattformen z/OS, z/Linux, AIX, Linux und Windows zur Verfügung gestellt. Darauf aufbauend sind verschiedene Virtualisierungstechnologien (VMware, vSphere, XEN-Server, z/VM usw.) im Server- und Speicher-Bereich etabliert worden. Außerdem wurden die Grundlagen geschaffen, entsprechende Technologien auch auf die Virtualisierung von Clients und Applikationen auszudehnen.
Als strategisches Datenbanksystem wird DB2 sowohl auf der z/OS-Plattform als auch in der DB2 UDB - Variante unter AIX und Linux eingesetzt. Außerdem kommen sowohl Microsofts SQL-Server als auch Oracle als weiteres Datenbanksystem bei der KBS zur Anwendung.
Für den produktiven Betrieb der systemtechnischen Infrastruktur werden unterschiedliche Werkzeuge und Komponenten aus dem Systemmanagement-Umfeld für Bereiche wie Automatisierung, Monitoring und das Datensicherungsumfeld eingesetzt. Hierzu zählen z. B. die IBM-Produkte Spectrum Protect (Datensicherung Server) und ITM (Monitoring) aber auch halb- beziehungsweise vollautomatisierte Verfahren (Aufsetzen von Servern, Erstbetankung von Clients, Software-Verteilung) sowie die Verwendung selbst geschriebener Scripte.
Exemplarisch wird im Folgenden eine Auswahl von anstehenden Aufgaben/Projekten aufgelistet:
Konsolidierung Datenbank Server,
- Ausbau der VoIP-Implementierung,
- Weitere Integration/Ausbau des UHD-Tools (ITSM-Framework),
- Erweiterung der Verfahren für den elektronischen Datenaustausch (Anpassung an die zu erwartenden, steigenden Daten-Lasten),
- Konsolidierung der bestehenden Virtualisierungslösungen im Server-Umfeld,
- Optimierung der Virtualisierungslösungen im Storage-Umfeld.
Perspektivisch werden voraussichtlich in den nächsten Jahren noch die folgenden Aufgaben/Projekte hinzukommen:
- Konzeption und Einführung Microsoft Windows Server 2019,
- Ausbau und Umsetzung von Maßnahmen aus dem KRITIS-Projekt,
- Aufbau eines Asset Managements,
- Aufbau einer Configuration Management Database (CMDB),
- Einführung von Identity- und Access-Management,
- Aufbau eines ganzheitlichen Lizenz- und Vertragsmanagements,
- Ausweitung Business Continuity Maßnahmen,
- Aufbau und Einrichtung einer Private Cloud.
Zusätzliche Leistungen können sich auch in anderen Bereichen des Systemumfeldes für weitere Projekte, die heute noch nicht absehbar sind, ergeben.