Beschreibung der Beschaffung
Im Rahmen der KHZG-Förderung plant die Auftraggeberin die Einführung eines elektronischen Verordnungssystems. Dieses soll auf alle, für den Verordnungsprozess relevanten Daten des KIS wie z.B. Namen, Diagnosen und Laborwerte zugreifen und auswerten sowie alle weiteren im KHZG geforderten Kriterien erfüllen. Die Integration in das bereits bestehende IT-Umfeld der AG ist durch die vorhandene HL7 Schnittstelle möglich.
Parallel wird die notwendige technische Infrastruktur z.B. WLAN und Zugriff mit mobilen Endgeräten aufgebaut.
Im Rahmen des FTB 5 plant die Auftraggeberin die Integration einer Verordnungssoftware, die bereits während der Eingabe eine systemische Überprüfung von Wechselwirkungen, Kontraindikationen, Fehlmedikationen und Allergien sowie der Laborwerte der Patientinnen und Patienten gewährleistet. Diese zeigt noch während der Eingabe die Ergebnisse sowie Handlungsempfehlungen an und ermöglicht daher eine unmittelbare Optimierung der Medikation.
Durch das Verordnungssystem wird sichergestellt, dass im Falle von Infusionen die notwendigen Lösungsmittel bzw. Zusätze millilitergenau erfasst und elektronisch verordnet werden. Entsprechende Informationen zu kompatiblen Trägerlösungen und korrekten Mischverhältnissen wird durch die Software bzw. den weitergehenden Informationen in den daran angeschlossenen Expertensystemen sichergestellt.
Vor diesem Hintergrund avisiert die Auftraggeberin, das digitale Medikationssystem ORBIS Medication der Dedalus HealthCare GmbH zu beschaffen. Hierbei besteht seitens der Auftraggeberin folgende Zielstellung:
- Erfüllung aller vom Gesetzgeber geforderten MUSS-Kriterien;
- die Medikation soll sich nahtlos in eine existierende KIS-Umgebung integrieren;
- die geforderte Integrationstiefe soll allen am Medikationsprozess Beteiligten ein unterbrechungsfreies Arbeiten ermöglichen, sodass ein nahtloser Informationsaustausch zwischen allen Behandlungsgruppen möglich ist;
- Synchronisation des Patientenkontext in allen Funktionspaketen / Modulen;
- Vermeidung von Doppelerfassung von Patientendaten sowie systemische Überprüfung von Wechselwirkungen, Kontraindikationen, Fehlmedikationen und Allergien;
- die Informationen zum Patienten sind mobil wie auf einer klassischen Desktop Applikation identisch und ohne Latenzzeiten verfügbar. Es muss ein einzelner und einheitlicher Prozess über verschiedene Devices (Formfaktoren) möglich sein, um eine erhöhte Patientensicherheit und einfache Anwenderbedienbarkeit zu gewährleisten. Für den Behandlungsprozess müssen Medikationsanordnung und -gabe mobil via App dokumentierbar sein. In der mobilen Anwendung / App erfasste Daten werden unmittelbar im KIS gespeichert;
- sicherer und wirtschaftlicher Betrieb der Anwendung. Im Behandlungs- und Patientenkontext müssen Schnittstellenverluste vermieden werden, um größtmögliche Patientensicherheit zu gewährleisten;
- die Vermeidung von prozessualen Sollbruchstellen in den Prozessen IHE 1-27 in der Detaillogik des Bestands und Erweiterungsmodule des KIS;
- die Sicherstellung der Patientensicherheit nach ISO 27799 auch über herstellerverschiedener Softwarebestandteile hinweg bei bruchstückhaft verfügbaren Schnittstellen.