Beschreibung der Beschaffung
Das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e. V. (LIfBi) beabsichtigt einen Auftrag über die nachfolgend näher spezifizierten Leistungen zu erteilen: Das Nationale Bildungspanel (NEPS) wird seit Januar 2014 am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e. V. (LIfBi) durchgeführt. Dazu arbeitet das LIfBi mit einem deutschlandweiten Exzellenznetzwerk zusammen. Ziel des NEPS ist es, Längsschnittdaten zu Kompetenzentwicklungen, Bildungsprozessen, Bildungsentscheidungen und Bildungsrenditen in formalen, nicht-formalen und informellen Kontexten über die gesamte Lebensspanne zu erheben. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden seit 2009/10 ca. 60 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie ca. 40 000 weitere Personen aus deren Umfeld rekrutiert, wie z. B. Eltern oder Lehrkräfte, und begleitet diese in sechs (6) großen Panelstudien. Zwischen 2009 und 2012 wurden dazu sechs (6) Startkohorten gezogen, die fortan regelmäßig befragt werden; ebenso finden in festgelegten Abständen Kompetenzerhebungen statt. Seit dem Start der letzten NEPS-Schulkohorte im Sekundarbereich I, Startkohorte 3 im Jahr 2010, hat es eine Vielzahl an Veränderungen in Gesellschaft und Schulen gegeben. Mit der Ziehung und Begleitung einer neuen Schulkohorte im Sekundarbereich I, Startkohorte 8, wird das NEPS zu Entwicklungsprozessen und veränderten Bedingungen und Anforderungen sowie weiteren aktuellen forschungs- und steuerungsrelevanten Bereichen Wissen generieren und sich dabei auch neue technologische Entwicklungen im Bereich der Surveyforschung zunutze machen. Gegenstand der vorliegenden Ausschreibung ist die Durchführung von Datenerhebungen in Startkohorte 8 des Nationalen Bildungspanels (NEPS), die Durchführung einer Entwicklungsstudie und eines Ablaufpretests sowie die Panelpflege und -verwaltung der Startkohorte 8. Ausführliche Angaben zum Auftragsgegenstand sind in der Leistungsbeschreibung der Vergabe-unterlagen enthalten. Es sind Vertragsanpassungsklauseln vorgesehen. Kosten werden nach tatsächlichem Aufwand (in variablen Positionen) vergütet. Der Auftragnehmer hat dazu in der Rechnungslegung den tatsächlichen Aufwand nach- und auszuweisen.