Die Werkzeugmaschinen sind aufgabenfeldintern in erheblichen Anteilen direkt zur Ausbildung der angehenden Industriemechaniker vorgesehen. Bei schon vorhandenen Fräsmaschinen aus dem Hause Kunzmann handelt es sich um Maschinen des gleichen Typs, so dass eine einheitliche Bedienung und Programmierung gegeben ist. Insbesondere im Rahmen der Ausbildung ist dies auch zwingend erforderlich, um sowohl für Ausbilder als auch Auszubildende einen einheitlichen Kenntnisstand zu schaffen. Nur so lässt sich die nötige Bedienungssicherheit herstellen, auf die insbesondere im Rahmen der Aufsichts- bzw. Fürsorgepflicht im besonderen Maße abgestellt werden muss.
In dem Zusammenhang ist noch zu berücksichtigen, dass das Bedienpersonal (vier Ausbilder und sieben Fachhandwerker) schon eine herstellereigene Schulung für die vorhandenen Fräsmaschinen Kunzmann WF610MC erhalten hat. Somit sind die nötigen Kenntnisse der Programmierung und Bedienung vorhanden, die einerseits für die Sicherheit und andererseits für das effektive Nutzen des technischen Potentials sorgen. Bei einem Produktwechsel wäre eine erneute Herstellerschulung erforderlich, die entsprechende Folgekosten generieren würde.
Ein weiterer technischer Aspekt, der in der Berufsausbildung bei den Fräsmaschinen WF610MC von Kunzmann zum Tragen kommt, sind die manuellen Handräder in allen (Bearbeitungs-) Achsen. Hier werden dem Auszubildenden an einer CNC-Maschine gleichzeitig die Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die beim Arbeiten an manuellen Maschinen erforderlich sind. Zudem ist diese Funktionalität gleichermaßen bei der Fertigung in den Fachwerkstätten von Vorteil, um ohne Programmierung Einzelstücke fertigen zu können.
Unabhängig davon ist auch nur bei technisch gleich ausgerüsteten Fräsmaschinen gewährleistet, dass das vorhandene Zubehör wie z.B. Werkzeughalter verwendet werden kann. Die schon vorhandenen Fräsmaschinen verwenden die genormte Werkzeugaufnahme "SK 40", die aus Gründen der Austauschbarkeit und Kostenersparnis beibehalten werden sollte.