333681-2023 - ErgebnisDeutschland-Bonn: Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
OJ S 106/2023 05/06/2023
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Postanschrift: Rochusstr. 1
Ort: Bonn
NUTS-Code: DEA22 Bonn, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Zentrale Vergabestelle
E-Mail: zentrale-vergabestelle@bmas.bund.de
Telefon: +49 228-995271604
Fax: +49 228-995272253
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.bmas.bund.de
I.2.
Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
Der Auftrag wird von einer zentralen Beschaffungsstelle vergeben
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Sozialwesen

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Evaluation der Regelungen zur Begleitung im Krankenhaus im SGB V und SGB IX (Evaluation Begleitung im Krankenhaus)
Referenznummer der Bekanntmachung: ZVS-04812-5/41
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
73000000 Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Das auszuschreibende Forschungsvorhaben besteht in einer wissenschaftlichen Evaluation der Neuregelungen zur Begleitung von Menschen mit Behinderung bei einem Krankenhausaufenthalt. Diese Neuregelungen wurden durch Änderungen in §§ 113 und 121 SGB IX und die Einfügung des § 44b in das SGB V umgesetzt und treten zum 1. November 2022 in Kraft.
§ 113 Abs. 7 SGB IX sieht vor, dass das Bundesministerium für Arbeit und Soziales diese Neuregelungen gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit und im Einvernehmen mit den Ländern bis zum 31. Dezember 2025 evaluiert.
Das hier zu vergebende Forschungsvorhaben soll dem gesetzlichen Auftrag nachkommen. Mit dem Auftrag sollen insbesondere Erkenntnisse über die Praktikabilität der Neuregelungen im Recht der Gesetzlichen Krankenversicherung (SGB V) sowie im Recht der Eingliederungshilfe (SGB IX, Teil 2) für die Beteiligten sowie die finanziellen Auswirkungen dieser Regelungen auf die jeweiligen Leistungssysteme erlangt werden. Außerdem soll untersucht werden, inwiefern Regelungslücken mit Blick auf den erfassten Personenkreis bestehen. Es sollen Erkenntnisse über die Anzahl der Fälle, die Kosten sowie die Tätigkeiten, die die vertrauten Bezugspersonen im Krankenhaus verrichten, erlangt werden.
In dem Forschungsvorhaben sollen die folgenden vier Bereiche, jeweils getrennt nach Leistungssystemen, betrachtet werden:
1. Fallzahlen und Kosten
2. Verwaltungsverfahren
3. Durchführung der Begleitung
4. Anwendungsbereich der Regelungen.
Es handelt sich um eine sozialwissenschaftliche Untersuchung inklusive Primärdatenerhebung bei vielen verschiedenen Akteurinnen und Akteuren und Sekundärauswertungen. Zielführend dürfte ein Mixed-Method-Design sein, in dem sowohl quantitative als auch qualitative Methoden zum Einsatz kommen.
Die Auftragnehmerin bzw. der Auftragnehmer soll während der Projektlaufzeit in regelmäßigen Abständen Fachgespräche mit allen relevanten Akteurinnen und Akteuren durchführen. Zusätzlich ist eine Teilnahme an den Sitzungen der Länder-Bund-Arbeitsgruppe zum Bundesteilhabegesetz inklusive Berichterstattung vorgesehen. Zur laufenden Abstimmung während des Projektzeitraums hat die Auftragnehmerin bzw. der Auftragnehmer in regelmäßigen Jour-Fixe-Besprechungen engen Kontakt mit der Auftraggeberin sowie dem Bundesministerium für Gesundheit zu halten.
Das Forschungsvorhaben wird als Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb ausgeschrieben. Die Projektlaufzeit beträgt ab Zuschlag 24 Monate und endet mit der Vorlage des Schlussberichts. Mit einer Zuschlagerteilung wird voraussichtlich im 2. Quartal 2023 gerechnet. Mit Frist jeweils zum 15. November sind in den Jahren 2023 und 2024 Sachstandsberichte einzureichen.
Bitte beachten Sie die ausführliche Leistungsbeschreibung in den Teilnahmeunterlagen unter P1 02
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 1,00 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA22 Bonn, Kreisfreie Stadt
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
siehe hierzu die beigefügten Teilnahmeunterlagen P1 02
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Qualität / Gewichtung: 70
Preis - Gewichtung: 30
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2022/S 210-603136
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Auftrags-Nr.: ZVS-04812-5/41
Bezeichnung des Auftrags:
Evaluation der Regelungen zur Begleitung im Krankenhaus im SGB V und SGB IX (Evaluation Begleitung im Krankenhaus)
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
28/05/2023
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 3
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 2
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 3
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: ISG Institut für Sozialforschung und gesellschaftspolitik GmbH
Postanschrift: WEinsbergstrasse 190
Ort: Köln
NUTS-Code: DEA23 Köln, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 50825
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Ursprünglich veranschlagter Gesamtwert des Auftrags/des Loses: 1,00 EUR
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 1,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Bitte beachten Sie das im Rahmen eines Teilnahmewettbewerbs keine weiteren Unterlagen über die beigefügten Dokumente hinaus versandt werden. Maßgeblich ist alleine der Inhalt dieser Bekanntmachung sowie die beigefügten Teilnahmeunterlagen. Die Erteilung des Auftrages steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der Haushaltsmittel. Teilnahmeanträge sowie die späteren Angebote sind in deutscher Sprache zu verfassen.
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammern des Bundes
Postanschrift: Villemombler Str. 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Zuständig für die Nachprüfung von Vergabeverfahren ist das
Bundeskartellamt - Vergabekammern des Bundes
Villemombler Str. 76
53123 Bonn
Tel.: +49 228/9499-0
Fax: +49 228/9499-163
Gemäß § 160 GWB müssen erkannte Verstöße gegen Vergabevorschriften innerhalb von 10 Tagen bei der Vergabestelle des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Rochusstraße 1, 53123 Bonn, gerügt werden.
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, müssen spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden.
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden. Rügen sind in elektronischer Form über die E-Vergabeplattform des Bundes einzureichen.
Hilft die Vergabestelle der Rüge nicht ab, kann ein Antrag auf Nachprüfung beim Bundeskartellamt unter der o.g. Anschrift innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, gestellt werden. Der Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit die Voraussetzungen von § 160 GWB vorliegen.
Ferner wird auf die Vorschriften der §§ 134, 135 GWB hingewiesen.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
31/05/2023