Beschreibung der Beschaffung
Die Prüfverfahren zur Ansprache des Widerstands gegen bleibende Verformungen von Asphalt (Einaxialer Druck-Schwellversuch und Dynamischer Stempeleindringversuch) und zur Ansprache der Kälteeigenschaften von Asphalt (Einaxialer Zugversuch (UTST), Abkühlversuch (TSRST)) sind seit vielen Jahren bekannt. Die Verfahren sind in den DIN EN 12697-25 und den TP Asphalt-StB, Teil 25 A 1 und B 1 sowie den DIN EN 12697-46 und den TP Asphalt-StB, Teil 46 A beschrieben. Bislang wurden noch keine Ringversuche durchgeführt, so dass die Präzision noch unbekannt ist. Deshalb sind diese Prüfverfahren für Kontrollprüfungen oder andere Anwendungsfälle mit vertragsrechtlichem Hintergrund jedoch nur eingeschränkt anwendbar.
Im Rahmen von Ringversuchen ist die Präzision der Prüfverfahren zu ermitteln.
Gegenstand des vorliegenden Forschungsvorhabens sind Ringversuche zur Ermittlung der Kennwerte für die Genauigkeit (Richtigkeit und Präzision) gemäß des „Merkblattes über die statistische Auswertung von Prüfergebnissen“ der FGSV. Zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der zum Einsatz kommenden Prüfmaschinen sind diese im Vorfeld der Ringversuche einer Kalibrierung und Systemprüfung zu unterziehen („Geräteaudit“). Erst mit einer nachweislich erfolgreichen Teilnahme darf die jeweilige Prüfstelle am Ringversuch teilnehmen.
Im Rahmen der Ringversuche sind für die TP Asphalt-StB, Teil 25 A 1 fünf Gussasphalte und für die TP Asphalt-StB, Teil 25 B 1 fünf Walzasphalte zu untersuchen. Für den Ringversuch der TP Asphalt-StB, Teil 46 A sind ebenfalls fünf Mischgüter zu untersuchen. Die Mischgüter sollen so ausgewählt werden, dass unterschiedliche Messniveaus zu erwarten sind.
Die Anzahl der am Ringversuch beteiligten Prüfstellen sollte je Versuchstyp mindestens 12 betragen. Je Prüfstelle sind mindestens zwei Ergebnisse je Messniveau zu ermitteln.