VerfahrensartVerhandlungsverfahren ohne vorherige BekanntmachungErläuterung:
Eingeführt wird der Objektspeicher ECS EX500 der Firma Dell EMC für das bestehende multimediale Clinical Repository der Firma RVC Medical IT GmbH und die Ablösung des nicht mehr erweiterbaren Objektspeichers Centera des gleichen Herstellers DELL EMC.
Zur Gewährleistung der revisionssicheren Langzeitaufbewahrung klinischer Bilder und Dokumente ist im vorhandenen Clinical Repository ein Objektspeicher über die propietäre CAS-Schnittstelle als Content-Addressed Storage integriert. Dabei werden die Inhaltsadressen der Objekte im Clinical Repository selbst gespeichert. Die Nutzung der hier beschriebenen ECS EX500 zur erforderlichen Kapazitätserweiterung macht eine komplette Neukonzipierung der eingesetzten Clinical Repository-Lösung hinsichtlich der Gewährleistung der revisionssicheren Langzeitaufbewahrung entbehrlich. Darüber hinaus ist keine Neuprogrammierung oder Neubeschaffung der Schnittstelle zum Speichersystem erforderlich, da die vorhandene CAS-Schnittstelle ohne Anpassung genutzt werden kann.
Der Einsatz der ECS EX500 erfolgt aus technologischen Gründen, da diese sowohl zur vorhandenen CAS-Schnittstelle des eingesetzten Clinical Repository als auch zum vorhandenen Objektspeicher kompatibel ist. So kann die benötigte Kapazitätserweiterung und der Umzug der vorhandenen Daten ohne jegliche Unterbrechung oder Beeinträchtigung für den klinischen Betrieb und unter Beibehaltung der Retentionzeiten der Objekte erfolgen. Der öffentliche Auftraggeber ist auf Basis einer Marktanalyse zu dem Ergebnis gekommen, dass die ECS-Systeme von Dell EMC die einzigen Systeme auf dem Markt sind, die die Integration über die vorhandenen CAS-Schnittstelle des Clinical Repository ermöglichen und gleichzeitig einen zertifizierten Migrationsprozess für die Langzeitarchivierung medizinischer Daten unter Beibehaltung der Retentionzeiten ermöglichen. Somit ist die Beschaffung des Dell ECS-Systems in einem Verhandlungsverfahren ohne Teilnehmerwettbewerb gerechtfertigt, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist (§ 14 Abs. 4 Nr. 2 lit b) VgV). Darüber hinaus besteht äußerste Dringlichkeit, da für den vorhandenen Objektspeicher Centera - trotz bestehender Wartung - keine Festplatten mehr lieferbar sind und eine Kapazitätserweiterung äußerst kurzfristig erforderlich ist, um einen Systemausfall der revisionssicheren Archivierung mit Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der klinikweiten Elektronischen Patientenakte zu vermeiden (§ 14 Abs. 4 Nr. 3 VgV). Der Auftrag soll durch die Fa. SanData EDV-Systemhaus GmbH ausgeführt werden, um die erforderliche Wartung für Infrastrukturkomponenten des Clinical Repository und der an der Migration beteiligten Objektspeicher wirtschaftlich und einheitlich abbilden zu können (§ 14 Abs. 4 Nr. 5 VgV).