Das BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin gGmbH (ukb) beabsichtigt die Integration des Notaufnahmemanagement- und Dokumentationssystems "epias ED" in das vorhandene KIS Medico der CGM Clinical Europe GmbH.
Die Rettungsstellensoftware muss sich nahtlos in die existierende KIS-Umgebung "MEDICO" integrieren. Die geforderte Integrationstiefe muss allen am Behandlungsprozess Beteiligten ein unterbrechungsfreies Arbeiten ermöglichen, sodass ein nahtloser Informationsaustausch zwischen allen Behandlungsgruppen möglich ist. Ebenso die Synchronisation des Patientenkontextes in allen Funktionspaketen/-Modulen. Die Vermeidung von Doppelerfassung von Patientendaten ist mit der tiefen Integration gewährleistet. Die Rettungsstellensoftware wird über FHIR integriert werden.
Ein sicherer und wirtschaftlicher Betrieb der Anwendung ist somit möglich. Im Behandlungs- und Patientenkontext werden hierdurch Schnittstellenverluste vermieden, um größtmögliche Patientensicherheit zu gewährleisten und die Mindestkriterien nach dem KHZG zu erfüllen.
CGM "MEDICO" ist als Klinisches Arbeitsplatzsystem im Krankenhaus etabliert. Gemeinsam mit seinem Partner epias GmbH bietet CGM ein in CGM "MEDICO" tief integriertes Notaufnahmemanagement- und Dokumentationssystem (epias ED) an. Behandlungs-, Dokumentations- und Steuerungsprozesse werden optimiert und die bereits vorhandene, jedoch durch die Firma CGM abgekündigte, Funktionalität zur Manchester Triage wird durch technische Aufrüstung auf den aktuellen und zertifizierten Stand der Technik gebracht. Die Erweiterung und (Weiter-)Nutzung bereits eingerichteter Prozesse sowie des neutralen Leistungskonzepts in CGM "MEDICO" ist somit möglich. Die Integration ermöglicht einen Zugriff auf Listen und Funktionen von epias ED im Arbeitsplatz Rettungsstelle im CGM "MEDICO" Portal. Damit stehen für den Anwender alle für die Rettungsstelle benötigten Funktionalitäten von epias ED und CGM "MEDICO" innerhalb einer Benutzeroberfläche im gleichen Kontext zur Verfügung. Zugriffe auf Informationen aus früheren Aufenthalten aus CGM "MEDICO" sind damit möglich.
Vermeidung von Doppeldokumentationen:
- kein Systemwechsel während der Behandlung notwendig
- Zugriff auf alle Funktionen innerhalb einer Benutzeroberfläche
- Synchronisation des Patientenkontexts in der integrierten Variante (Patientensicherheit)
- Patienten werden in CGM MEDICO über die Kurzaufnahme aufgenommen und stehen
- durch FHIR-Integration unmittelbar in epias ED zur Verfügung
- Nach Abschluss der Behandlung in epias ED stehen erfasste Vitalwerte direkt in der
- CGM MEDICO Fieberkurve zur Verfügung.
- Vitalwerte können ebenfalls über an epias ED angebundene Spot Monitore sowie aus
- kontinuierlicher Überwachung übermittelt werden.
- Die in der epias ED-Behandlungsdokumentation erfassten Informationen werden strukturiert an CGM MEDICO (KLIDO/Arztbriefschreibung) übergeben
- Ohne diese Integration können Ergebnisse nur als pdf-Dokument über eine HL7-MDM-Schnittstelle übergeben werden. Sollen die Ergebnisse zur weiteren Bearbeitung z.B. in
der Medikation im Pharma Check herangezogen werden, nützt ein PDF-Dokument nichts. Eine manuelle Eingabe in "MEDICO" würde mit einem PDF nötig.
- Die Rollen und Rechte unserer Benutzer für die Arbeit in der Rettungsstelle werden im KIS Medico gepflegt. Die neue Triage-Software muss das Rollenkonzept des KIS weiter
verwenden können und die Steuerung der Funktionen darüber realisieren. Eine separate Benutzerverwaltung, welche eine Erhöhung des administrativen Aufwandes bedeuten würde, ist nicht gewünscht.
Der Einsatz der epias ED-Lösung an CGM "MEDICO" vermeidet folgende Risiken:
- Doppelte Dateneingabe - erfordert Mehraufwand und führt zu potenziellen Eingabefehlern
- Patientensicherheit - unterbrochener Behandlungsprozess durch Wechsel zwischen verschiedenen Systemen
- Patientensicherheit - nicht-Verfügbarkeit von Daten in der jeweiligen anderen Applikation führen zu Inkonsistenzen in der Behandlung