Das Krankenhaus-Informationssystem der Firma Nexus wird in allen zehn LVR-Kliniken seit 2002 eingesetzt.
Bei den zu beauftragenden Leistungen des Supports und der Pflege der Software und ihrer Schnittstellen sowie der Subsysteme handelt es sich um Komponenten, die von Nexus selbst entwickelt wurden, um Schnittstellen, die Nexus selbst in Absprache mit dem Dritthersteller lizensiert hat. Die im Rahmen der Leistungserbringung erforderlichen Tätigkeiten kann nur Nexus selbst erbringen, da es sich hierbei um proprietäre Software handelt, d. h. dass die Software nur vom Hersteller selbst eingesehen sowie weiterentwickelt werden kann und darf. Daher wäre jede Beauftragung eines anderen Herstellers mit dem Support und der Pflege des bestehenden nexus.KIS, nexus DMS/Archiv und nexus.TI technisch unvereinbar. Die Inkompatibilität besteht u.a., da sie aufgrund der gesetzlichen Vorgaben zur IT-Sicherheit in klinischen Dokumentationssystemen, insbesondere der Sicherheit von Patientendaten, von jedem KIS-Hersteller so verlangt wird.
Damit die Nexus KIS Installationen in den Kliniken während und nach der Einführung der neuen Software einwandfrei funktionieren kann, sind detaillierte technische Kenntnisse der installierten Nexus-Software unbedingte Voraussetzung. Das kann lediglich der Softwarehersteller selbst leisten. Kein anderer Marktteilnehmer (also Drittanbieter der Nexus Software) wäre in der Lage, sich zeitgerecht in die neuen Module einzuarbeiten, Softwarefehler zu beheben und diese Module im Tagesbetrieb zu betreuen.
Die effiziente Durchführung des Tagesbetriebes kann nur gewährleistet werden, wenn der Softwarehersteller selbst am Tagesbetrieb beteiligt wird. Aus Wettbewerbssicht ist festzustellen, dass kein Marktteilnehmer über vergleichbare Detailkenntnisse der LVR-spezifischen KIS-Ausprägungen verfügt wie die Firma Nexus. Durch die Vergabe an Nexus ist sichergestellt, dass der Betrieb der Nexus-Applikationen der Situation angemessen optimal und wirtschaftlich ausgeführt wird.