354354-2021 - ErgebnisDeutschland-Offenburg: Umweltplanung
OJ S 133/2021 13/07/2021
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Regierungspräsidium Freiburg, Landesbetrieb Gewässer, Referat 53.1, Dienstsitz Offenburg
Postanschrift: Wilhelmstraße 24
Ort: Offenburg
NUTS-Code: DE134 Ortenaukreis
Postleitzahl: 77654
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): wat Ingenieurgesellschaft mbH
E-Mail: f.krautz@wat.de
Telefon: +49 721/9872141
Fax: +49 721/987288
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/rpf
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Umwelt

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
G.FI0301 – Dammrückverlegung (DRV) „Untere Rench“: Hochwasserrückhalt, Auenrevitalisierung und Gewässerrenaturierung an der Rench in Rheinau-Helmlingen/ -Memprechtshofen; Umweltplanung
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
90712000 Umweltplanung
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Die Rench als Gewässer I. Ordnung (GIO) liegt im Regierungsbezirk Freiburg. Beginn des Projektgebietes ist nördlich der Kreuzung der B36 bis zum Anfang des Rheinwalds (Länge ca. 2,6 km). Für den genannten Rench-Abschnitt ist die Umsetzung einer beidseitigen Dammrückverlegung (DRV) sowie Gewässerstrukturmaßnahmen vorgesehen. Die hierfür erforderlichen Flächen der Rückverlegung liegen überwiegend auf den Gemarkungen der Ortsteile Helmlingen und Memprechtshofen.
Ziel der vorgesehenen DRV ist es einen wesentlichen Beitrag zum überregionalen Hochwasserschutz durch verbesserten Rückhalt zu leisten. Durch die neue Dammlegung könnten darüber hinaus aufgrund der erweiterten Retentionsflächen und der ungesteuerten Überschwemmung beidseitig der Rench wieder Auen entwickelt und ehemaliger Auebereiche reaktiviert werden. Eine Dammrückverlegung ermöglicht außerdem eine Verlegung sowie die ökologische Aufwertung des technisch überprägten Gewässers. Maßgebliche Aspekte sind hierbei beispielsweise eine naturnahe Laufentwicklung, Initiierung von Eigenentwicklung, Niedrigwasserprofil, gewässermorphologische Strukturvielfalt, Gewässerumfeld und Beschattung.
Das Regierungspräsidium Freiburg beabsichtigt, die für die genannten Maßnahmen erforderlichen umweltplanerischen Leistungen bis zur Einreichung des Genehmigungsantrages zu beauftragen.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 214 473,09 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE134 Ortenaukreis
Hauptort der Ausführung: Rheinau, Helmlingen/Memprechtshofen
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
II.2.4.1) Leistungsumfang
— Pos. 1) Umweltverträglichkeitsstudie; Leistungsbild gemäß Anlage 1.1.1 HOAI 2013,
— Pos. 2) Besondere Leistungen im Rahmen der UVS,
— Pos. 2.1) Koordination der Planung,
— Pos. 2.1.1) Projektkoordinierungsgespräche / Jour-Fix-Termine mit AG,
— Pos. 2.1.2) Auftragsinterne Koordinierung der Umweltplanung,
— Pos. 2.2) Vorbereitung und Mitwirkung beim Umweltscoping,
— Pos. 3) Ökologische Erhebungen,
— Pos. 3.1) Vegetation/Flora,
— Pos. 3.2) Vögel,
— Pos. 3.3) Fledermäuse,
— Pos. 3.4) Kleinsäuger,
— Pos. 3.5) Amphibien,
— Pos. 3.6) Reptilien,
— Pos. 3.7) Schmetterlinge,
— Pos. 3.8) Libellen,
— Pos. 3.9) Holz- und Laufkäfer,
— Pos. 3.10) Heuschrecken,
— Pos. 3.11) Wildbienen,
— Pos. 3.12) Schnecken,
— Pos. 3.13) Fische,
— Pos. 4) Natura 2000-Verträglichkeitsprüfung,
— Pos. 5) Artenschutzprüfung,
— Pos. 6) Landschaftspflegerischer Begleitplan Leistungsbild gemäß § 26 i.V.m. Anlage 7 HOAI 2013,
— Pos. 7) Mitwirkung bei der Öffentlichkeitsbeteiligung
II.2.4.2) Termine Für den Auftrag gelten folgende terminliche Rahmenvorgaben:
a) Geplanter Vertragsbeginn der zu vergebenden Leistungen: 31.1.2021.
b) Ausschreibung und Koordination der Ökologischen Erhebungen: bis 2. Quartal 2021.
c) Vorlage Bericht und Vorstellung Ergebnisse: bis III 2022 d) Ziel: Einreichung Genehmigungsunterlagen Anfang 2023.
Die Terminvorgaben werden im Auftragsfall Vertragsbestandteil, sofern vom AG im Verhandlungsverfahren keine geänderten Terminvorgaben mitgeteilt werden.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Leistung / Gewichtung: 70 %
Preis - Gewichtung: 30 %
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2020/S 168-407357
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
19/04/2021
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 2
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 2
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 2
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: bhm Planungsgesellschaft mbH
Postanschrift: Heinrich-Hertz-Str. 9
Ort: Bruchsal
NUTS-Code: DE123 Karlsruhe, Landkreis
Postleitzahl: 76646
Land: Deutschland
Internet-Adresse: http://bhmp.de/
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Ursprünglich veranschlagter Gesamtwert des Auftrags/des Loses: 250 000,00 EUR
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 214 473,09 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
VI.3.0) Alle ergänzend zu dieser Auftragsbekanntmachung zur Verfügung gestellten Vergabeunterlagen und Informationsunterlagen zum Vergabeverfahren sind auf der in Ziff. I.3 genannten Vergabeplattform frei zugänglich und kostenlos als Download abrufbar. Die Unterlagen auf der Vergabeplattform werden hinsichtlich möglicher Fragen und weiterer Auskünfte zum Vergabeverfahren nach Bedarf fortlaufend ergänzt. Interessenten können sich auf der Vergabeplattform registrieren und werden dann automatisch über Ergänzungen / Änderungen informiert. Nicht registrierte Interessenten müssen sich auf der Vergabeplattform eigenständig über evtl. Änderungen informieren.
Zu den auf der Vergabeplattform bereitgestellten Unterlagen gehören zum Zeitpunkt der Auftragsbekanntmachung:
I.) Informationsunterlagen zum Vergabeverfahren:
00 Übersicht Unterlagen Teilnahmewettbewerb (pdf-Datei) 01 Ergänzende Informationen zur Bekanntmachung (pdf-Datei) 02 Übersichtslageplan II.) Vergabeunterlagen zum Vergabeverfahren:
03 Vorlage Teilnahmeantrag 04 Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE): Dateivorlage im xml-Format;
Link zu EEE-Dienst zum Ausfüllen der EEE: https://uea.publicprocurement.be/filter?lang=de;
05 Bewerbungsformular Eignungskriterien (xlsx-Datei);
06 Auswertungsbogen Teilnahmebedingungen (pdf-Datei);
07 Bewertungsbogen Auswahlkriterien (pdf-Datei).
Die Formulare der Auflistung Nr. 04 (EEE) und 05 (Bewerbungsformular Eignungskriterien) sind vom Bewerber auszufüllen und über die Vergabeplattform elektronisch einzureichen.
Weitere Vergabeunterlagen werden später mit der Angebotsaufforderung im Verhandlungsverfahren zur Verfügung gestellt. Hierzu gehören insbesondere:
08 Leistungsbeschreibung mit Kalkulationsangaben;
09 Projektinformationen: Bedarfsplanung RP Freiburg, Stand Juni 2018 (pdf-Datei) 10 Zuschlagskriterien;
11 Vertragsbedingungen.
Weitere Angaben zu Ziff. VI.3) erfolgen im Dokument „Ergänzende Informationen zur Bekanntmachung“ (Bestandteil der Bekanntmachung) auf der genannten Vergabeplattform.
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Karlsruhe
Postanschrift: Durlacher Allee 100
Ort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76137
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@rpk.bwl.de
Telefon: +49 7219268730
Fax: +49 7219263985
Internet-Adresse: www.rp-karlsruhe.de
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Auf folgende Bestimmungen des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkung (GWB) zu Anträgen für Nachprüfungsverfahren wird hingewiesen:
§ 160 GWB – Einleitung, Antrag:
(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit:
1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
08/07/2021