3544-2021 - ErgebnisDeutschland-Magdeburg: Entwässerungs- und Oberflächenarbeiten
OJ S 4/2021 07/01/2021
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Bauleistung
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Land Sachsen-Anhalt vertreten durch Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) Sachsen-Anhalt Halle vertreten in Amtshilfe durch Landesanstalt für Altlastenfreistellung (LAF) des Landes Sachsen-Anhalt
Postanschrift: Maxim-Gorki-Straße 10
Ort: Magdeburg
NUTS-Code: DEE03 Magdeburg, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 39108
Land: Deutschland
E-Mail: moeve@laf-lsa.de
Telefon: +49 391-7444048
Fax: +49 391-7444070
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: https://laf.sachsen-anhalt.de/
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Einrichtung des öffentlichen Rechts
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Altlastensanierung i.S.v. Artikel 1 § 4 Absatz 3 URaG

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Gefahrenabwehr TTB Vehlitz, BA 1
Referenznummer der Bekanntmachung: V III-10-1b
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
45232451 Entwässerungs- und Oberflächenarbeiten
II.1.3.
Art des Auftrags
Bauauftrag
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Zur (Langzeit-) Sicherung des Standortes TTB Vehlitz ist vorgesehen, das Teilfeld I zu profilieren sowie die Teilfelder II Nord und Süd zu profilieren und mit qualifizierten Oberflächenabdichtungssystemen gem. DepV abzudichten. Hierzu gehört ferner die Herstellung einer funktionierenden Oberflächenentwässerung innerhalb des Tontagebaus einschl. der Wiederherstellung der Vorfeldentwässerung und der Vorflut sowie der Umrüstung des bereits vorhandenen Gasfassungssystems.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 7 941 130,09 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DEE06 Jerichower Land
Hauptort der Ausführung: Tontagebau Vehlitz 39291 Gommern OT Vehlitz
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Im Zuge der Sicherungsarbeiten sind folgende Leistungen durchzuführen, die u. a. von einer externen Fremdprüfung gem. DepV/ BQS 9-1 überprüft werden (TF I rd. 3 ha und TF II rd. 7,7 ha):
— Herstellung der geplanten Profilierungskonturen unter Verwendung des Ton- und Bodenmaterials im Bereich der Halde 1 sowie der südlich des TF I vorhandenen Bodenmiete;
— Herstellung einer Dränage zur Fassung des dem TF II Süd zufließenden hypodermischen Abflusses (Bodenwasserabfluss unterhalb der Oberfläche);
— Verlängerung der Kollektorrohre der vorh. Gasbrunnen sowie der Grundwassermessstellen (Zug um Zug gemäß Baufortschritt);
— Herstellung einer gasgängigen Trag- und Ausgleichsschicht im TF II Nord und Süd, d ≥ 20 cm;
— Herstellung Feinplanum;
— Herstellung Sandauflager für die GTD aus z.B. Kiessand 0/8, d ≥ 10 cm;
— Verlegung der GTD gemäß den Vorgaben der Verlegeanleitung des Herstellers, mit fachgerechter Einbindung der Gasbrunnen und der Grundwassermessstellen (GWM) sowie Anschluss an die Entwässerungsgräben;
— Verlegung der KDB mit BAM-Zulassung, d ≥ 2,5 mm, gemäß Verlegeplan und den Vorgaben der BAM-Zulassung sowie der Standsicherheitsberechnungen, mit fachgerechter Einbindung der Gasbrunnen und der GWM sowie Anschluss an die Entwässerungsgräben;
— Verlegung des geosynthetischen Drainelementes (GDE) mit BAM-Zulassung gemäß Verlegeplan und den Vorgaben der BAM-Zulassung, mit fachgerechter Einbindung der Gasbrunnen und der GWM sowie Anschluss an die Entwässerungsgräben;
— Herstellung der geplanten Einrichtungen zur gezielten Fassung und Ableitung des Oberflächenwassers im Bereich TF I (tlw.) und TF II Nord und Süd einschl. der im Entwässerungsrigolenbereich geplanten Kontroll- und Wartungsschächte;
— Herstellen eines Schotterkeils im TF II Nord entlang des Ostgrabens einschl. Verlegung eines Trenn- und Filtervlieses auf der Rückseite des Schotterkeils;
— Einbau von verdichtungsfähigem Boden als Unterbau für die Zufahrt und die Wartungswege, einschl. Einbau einer Frostschutzschicht aus Material 0/56 sowie einer ungebundenen Oberflächenbefestigung aus Schotter 0/32;
— Verlegung der Gasabsaugleitungen im TF II Nord und Süd mit Anschluss an die vorhandenen Gasbrunnen und die Gassammelstationen(GSS) in einer Bettungsschicht aus z. B. Sand 0/4;
— Einbau einer mind. 1,0 m mächtigen Rekultivierungsschicht gem. DepV (bestehend aus 0,80 m Unterboden und 0,20 m Oberboden) mit anschließender Rasenansaat, einschließlich Verlegung PEHD-Rohre da 110 innerhalb der Rekultivierungsschicht mit Anschluss an die Gasbrunnen;
— Herstellen/Ertüchtigung und Ausbau des Süd- und Ostgrabens;
— Herstellung und Abdichtung Westbecken (KDB mit Schutzvlies), einschl. Errichtung Doppelpumpstation und Verlegung Druckleitung bis zum geplanten Einleitpunkt im Bereich des Südgrabens;
— Umsetzen der Verdichter-/Fackelanlage und der beiden Gassammelstationen GSS 1 und GSS 2 (einschl. Verlängerung der Stromzuführung bis zum neuen Standort der Verdichter-/Fackelanlage);
— Rückbau des alten Kondensatsammelschachtes und Errichtung eines neuen Kondensatsammelschachtes;
— Verlegung der Gasverbindungsleitungen (Gut-/Schlechtgas) mit Anschluss an die GSS, die Verdichter-/Fackelanlage sowie den neu zu errichtenden Kondensatsammelschacht
— Herstellung von Setzungspegeln;
— Verlegung Niederspannungs- und Datenkabel sowie Anschluss Niederspannungskabel an vorh. Mittelspannungsschaltanlage (Trafo).
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Offenes Verfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2020/S 185-445564
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Auftrags-Nr.: V III-10-1b
Bezeichnung des Auftrags:
Gefahrenabwehr TTB Vehlitz, BA 1
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
30/11/2020
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 4
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 1
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 4
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: TS Bau GmbH
Postanschrift: Am Flutgraben 1
Ort: Jena
NUTS-Code: DEG03 Jena, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 07743
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 7 941 130,09 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Zur Bestätigung der Einhaltung von an die Vertragsausführungen gestellte Anforderungen sind die folgenden Erklärungen mit dem Angebot einzureichen:
1. Erklärung zur Tariftreue und Entgeltgleichheit (siehe Formblatt zu § 10 Abs. 1 und 3 LVG LSA);
2. Erklärung zur Beachtung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (siehe Formblatt zu § 12 LVG LSA);
3. Falls erforderlich: Nachunternehmererklärung „Tariftreue und Entgeltgleichheit“ auf der Grundlage von § 10 und 15 Absatz 2 LVG Sachsen-Anhalt;
4. Falls erforderlich: Nachunternehmererklärung „Beachtung der ILO-Kernarbeitsnormen“ auf der Grundlage von § 12 und 15 Absatz 2 LVG Sachsen-Anhalt;
5. Falls erforderlich: Erklärung zum Nachunternehmereinsatz (siehe Formblatt zu § 13 Abs. 2 und 4 LVG LSA);
6. Falls erforderlich: Erklärung der Bieter-/ Arbeitsgemeinschaft.
Im Falle von Bietergemeinschaften sind die in Nr. 1 und 6 aufgeführten Erklärungen von allen Mitgliedern der Bietergemeinschaft vorzulegen.
Weitere Angabe in Form der „Vordrucke für Bietereigenerklärungen“ (Formblätter / Vordrucke der Vergabestelle).
1.1. Vordruck Nr. 3.1 Eigenerklärungen zu Ausschlussgründen gemäß § 6e EU VOB/A.
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, 1. und 2. Vergabekammer
Postanschrift: Ernst-Kamieth-Straße 2
Ort: Halle (Saale)
Postleitzahl: 06112
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@lvwa.sachsen-anhalt.de
Telefon: +49 345-5141529
Fax: +49 345-5141115
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Entsprechend der Regelungen in § 160 GWB:
§ 160 Einleitung, Antrag
(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit
1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
02/01/2021