Gemäß VgV §14 Abs. 4 Nr. 4 können Aufträge im Wege eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb vergeben werden, wenn die Lieferung und Leistung nur zum Zwecke von Forschungen, Versuchen, Untersuchungen, Entwicklungen oder Verbesserungen hergestellt wird. Das beauftragte Analysegerät wird im Rahmen des Neuaufbaus des Forschungsschwerpunktes Mikrobiom des kurzlebigen Killifisches Nothobranchius furzeri zum etablierten Modell für die Alternsforschung am FLI Jena. Das für die angestrebten Projekte notwendige Gerät erlaubt das Fluoreszenz-basierte Sortieren von Mikroorganismen. (bzw. Zellen). Die derzeit am FLI betriebenen Zellsortiersysteme sind nicht für die Analyse von Mikroorganismen vorgesehen.. Die Gefahr einer Kontamination dieser FACS-Geräte wird durch den Erwerb des Sony MA900 Zellsortiersystems ausgeschlossen, was ein zwingendes Erfordernis ist. Das Neugerät soll aus Sicherheitsgründen auch nicht in der Core Facility FACS platziert werden, sondern in den Laborräumen der Forschungsgruppe selbst. Das Sony Zellsortiersystems ist eine notwendige Ergänzung des Geräteparks und ein zwingendes Erfordernis für die durchzuführenden Experimente. Sehr wichtig ist dabei, dass das Gerät kompakte Außenmaße besitzt und innerhalb einer speziell gefertigten Sicherheitswerkbank betrieben werden kann, die den Sicherheitsbestimmungen im Laborbereich S2- Biostoffe gerecht wird. Dies ist zwingend notwendig, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass im Zusammenhang mit N. furzeri noch unbeschriebene Mikroorganismen der Risikogruppe 2 angehören (RG2, S2- Biostoffe kompatibel). Ganz wesentlich ist die Ausstattung des Zellsortiersystems, die die Bearbeitung der speziellen Fragestellungen erlaubt. Aufgrund der gerätespezifischen Chiptechnologie (austauschbaren Microfluidics-Chips) können neben Bakterien bzw. Mikroorganismen problemlos auch Hefen und Pilze, aber auch z.B. humane Zellen untersucht werden, ohne dass eine Kreuzkontamination auftreten kann. Diese Technologie ist derzeit einzigartig auf dem Markt. Damit ist eine vielfältige Gerätenutzung und insbesondere auch eine Mitnutzung durch andere Forschungsgruppen, vorallem erst kürzlich neu aufgebaute Juniorgruppen des Instituts.neu aufg möglich. Neuvor allem die neuen Juniorforschungsgruppen des Instituts.
Um Kreuzkontaminationen auszuschließen, muss die Sortierung mittels Microfluidics-Sortierchips in unterschiedlichen Größen, anstelle der üblichen festeingebauten Quarzküvette wie bei anderen Sortiergeräten, möglich sein. Die technisch einzigartige Chiptechnologie, die nur in dem Gerät MA900 von Sony verbaut ist, garantiert, dass keine Kreuzkontaminationen zwischen hintereinander ablaufenden Experimenten auftreten können. Alles, was geräteseitig mit der Probe in Kontakt kommt, ist von Experiment zu Experiment schnell und einfach austauschbar (sowohl die Schläuche als auch die Chips).
Nach unserer Recherche und auch nach Rückfragen bei Fachkollegen anderer Einrichtungen wird ein Zellsortiersystem, basierend auf der Chip-Technologie für kreuzkontaminationsfreies Sortieren unterschiedlicher Zellsuspensionen verbunden mit hoher Nutzerfreundlichkeit, nur von Sony Biotechnology Inc. angeboten. Speziell das Zellsortiersystem MA900 erfüllt ausnahmslos die zwingend erforderlichen Funktionalitäten und ist daher aktuell das einzige Gerät, das für die Neuetablierung dieser Forschungsprojekte geeignet ist.
Zusammengefasst zeigt sich nach intensiven Marktrecherchen (Vergleich mit Geräten der Hersteller BD Biosciences, Miltenyi Biotec), dass nur das Sony MA900 Zellsortiersystem für die anspruchsvollen Anforderungen der künftigen Experimente der Forschungsgruppen, die sich mit dem Microbiom beschäftigen, geeignet ist. Die notwendige mikrofluidische Chip-Konstruktion im Sony Zellsortiersystem ist einzigartig und zudem von Sony patentiert (US20100032349).